Glück als Gold am Ende des Regenbogens? Oder vielmehr Auslöser zur Wahrnehmung des Regenbogens?

Glück als Gold am Ende des Regenbogens? Oder vielmehr Auslöser zur Wahrnehmung des Regenbogens?

Abweichungen von der Norm sind alltäglich. Menschen haben eine bestimmte Durchschnittsgröße, eine gemessene Durchschnittsintelligenz, Kinder lernen durchschnittlich in einem bestimmten Alter ganz bestimmte Dinge – zumindest sieht die Wissenschaft dies so.

Wir wissen aber auch, dass zu dem Durchschnitt eine Menge gehört, die vom Durchschnitt abweicht. In der Statistik wird dies auch gern als Messfehler oder Abweichung bezeichnet.

Aber wenn wir über Kreativität nachdenken, über das Glücklichsein, über Potenziale oder Produktivität, wollen wir da wirklich einem Durchschnitt nachstreben?

Wenn wir selbst uns fragen, wie schnell ein Kind in der Schule lesen oder rechnen lernen kann, dann bekommen wir als Antwort gern den Hinweis auf den Durchschnitt: “Im Durchschnitt lernt ein Kind…”. Und kaum dass wir uns versehen, werden bspw. schulische Inhalte am Durchschnitt ausgerichtet. Jeder der scheinbar unterhalb des Durchschnitts liegt, wird schnell in eine Schublade (gestört, krank) gesteckt. Und dann ist es das Ziel einer Therapie, diesen Menschen wieder “normal” zu machen – aber normal bedeutet in diesem Fall einfach nur durchschnittlich.

Mir persönlich stellt sich hier schnell die Frage: Wie können wir uns vom Durchschnitt abheben, wenn wir immer nur den Durchschnitt betrachten? Wieso sollten wir versuchen, einen Menschen an den Durchschnitt anzupassen, wenn er sich vielleicht durch bestimmte Merkmale sehr klar und positiv vom Durchschnitt abhebt? Warum versuchen wir nicht, statt uns an den Durchschnitt anzupassen, den kompletten Durchschnitt anzupassen an die Abweichler – und zwar an die Abweichler oberhalb des Durchschnitts.

Betrachten wir die Nachrichten. Selten kommen positive Nachrichten, meist erhalten wir uns Informationen über Mord und Totschlag, Katastrophen oder Krieg. Und schnell lässt sich unser Unterbewusstsein verleiten, und wertet diese Informationsflut negativer Nachrichten als den Durchschnitt. Es ist nicht die Realität, die uns formt, sondern unser Filter für die Welt, und das formt in Wahrheit unsere Realität. Wenn wir also diesen Filter verändern, und dadurch auch den Blick für das scheinbar durchschnittliche, dann können wir unsere “Realität” viel besser an unsere Bedürfnisse anpassen und dadurch unsere Ergebnisse, Ziele, Leistungen optimieren.

Ich weiss noch genau wie Stolz ich war, als ich meinen Studienplatz bekam, als ich im Hörsaal sitzen konnte, aber nach wenigen Wochen war dieses positive Gefühl, etwas erreicht zu haben, überdeckt vom Streben nach Erfolg, Konkurrenzdenken und Ergebnissen meiner Studien. Die konkurrenzorientierte Welt an der Fachhochschule steuerte nach kurzer Zeit mein Gefühl für Glück und Zielerreichung: 75 Prozent unseres Erfolgs wird von unserer Einstellung und unserem sozialen Umfeld beeinflusst, von unserer Fähigkeit, Stress als eine positive Herausforderung wahrzunehmen. Wenn wir also immer nur über die negativen Dinge sprechen, die passieren können, aber nie über die positiven, wie können wir die Welt dann in einem positiven Licht wahrnehmen? Glauben wir wirklich, dass das Fehlen einer Krankheit schon Gesundheit bedeutet? Lasst uns die Formel für Glück und Erfolg doch einfach umdrehen.

Der allgegenwärtige Ansatz “wenn ich mehr und härter arbeite, werde ich erfolgreicher sein – und wenn ich mehr Erfolg habe, dann werde ich glücklicher und positiver gestimmt sein” kann uns mit der Zeit nur unglücklicher machen, denn nach dem Erreichen eines scheinbar glücklichen Momentes, eines Erfolges, setzen wir die Messlatte höher und versuchen noch besser zu werden. Mit jedem Schritt verändern wir die Sicht darauf, was Erfolg ist und wollen mehr und noch bessere Resultate. Wenn ich gute Noten bekomme, will ich noch bessere Noten, wenn ich einen guten Job habe, will ich einen noch besseren Job, wenn ich ein gutes Gehalt bekomme, dann will ich ein noch besseres Gehalt, ich erreiche meine berufliche Zielvereinbarung, dann bekomme ich eine neue. Wenn wir Glück nach Erreichen von Erfolg definieren, wie sollen wir dort jemals ankommen? Wir haben mit dieser Sicht unser Glück jenseits des Horizonts gesetzt – und werden es niemals wirklich erreichen – ähnlich wie das Gold am Ende des Regenbogens. Solange wir denken, dass wir erfolgreich sein müssen, um glücklich zu werden, werden wir dieses Ziel nie erreichen.

Zum Glück arbeitet unser Gehirn aber genau anders herum: Wenn wir es schaffen, unsere positive Einstellung im derzeitigen Moment zu haben, dann schaltet unser Gehirn und unser Unterbewusstsein einen “Glücklichkeitsvorteil” an, denn es arbeitet in diesem Moment wesentlich effizienter und damit erfolgreicher als in einem negativen oder gestressten Moment. Intelligenz, Kreativität und Energieniveau steigen auf einen optimalen Wert, unsere Ziele werden erreichbarer, unsere Arbeit wird produktiver und unsere Immunität gegen Stress steigt auf ein signifikantes Maß an. Wenn wir also einen Weg finden, um in diesem Moment positiv und glücklich eingestellt zu sein, dann wird unser Organismus auch wesentlich erfolgreicher und produktiver arbeiten und uns unterstützen in unseren Zielen.

Lasst uns also diese Sicht umdrehen, damit Dopamin in unserem System ausgeschüttet wird. Dopamin übernimmt zwei wichtige Funktionen: Es macht uns glücklicher und es startet alle Lernareale des Gehirns, damit wir uns an die Umwelt und an unsere Situation besser adaptieren können.

Und es gibt Wege, wie wir unser Gehirn auf diesen positiven Zustand trainieren können.

Zwei Minuten pro Tag, über 21 Tage am Stück, können wir unser Gehirn in diesen neuen Arbeitsmodus trainieren:
  • Notieren von 3 Dingen täglich, für die ich dankbar bin. Dadurch trainiere ich das Gehirn darauf, diese Dinge in meinem Leben wirklich wahrzunehmen und die Welt in einem positiven Licht zu betrachten.
  • Täglich am Abend Tagebuch führen über eine positive Erfahrung des Tages – dadurch wird das Gehirn am Ende des Tages noch einmal durch diese erlebte Situation geführt und erlebt sie erneut.
  • Diese Übungen täglich ausführen, das lehrt das Gehirn, dass dieses Verhalten wertvoll und wichtig für uns ist.
  • Meditation führt uns in einen Bewusstseinszustand, in dem die gesellschaftlichen Ansprüche für einen Moment irrelevant werden und erlaubt es dem Gehirn, sich auf seine eigentlich Aufgabe zu fokussieren.
  • Kleine tägliche Nettigkeiten im Alltag, ernstgemeinte Worte des Dankes an Kollegen oder Freunde trainiert unser Gehirn dazu, im Alltag Positives stärker zu schätzen.
Probieren wir es doch einfach einmal aus – und machen wir die Welt zu einer noch positiveren und unsere Erfolge noch erfolgreicher.

Weitere Informationen:
http://www.mndtnk.de/2013/gluck-als-gold-am-ende-des-regenbogens-oder-viel-mehr-als-ausloser-zum-wahrnehmen-des-regenbogens/

Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
Enno Olbrich, Heilpraktiker für Psychotherapie, MiNDTaNK - Coaching und Beratung, 20099 Hamburg
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