Integration: selbstbewußte und loyale Mitarbeiter

Integration: selbstbewußte und loyale Mitarbeiter

 

Bereichern statt behindern
Warum körperlich behinderte und chronisch kranke Mitarbeiter bei richtiger Integration einen Gewinn für das Unternehmen darstellen

"Nicht behindert zu sein ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. Lassen Sie uns die Behinderten und ihre Angehörigen auf ganz natürliche Weise in unser Leben einbeziehen. Wir wollen ihnen die Gewissheit geben, dass wir zusammengehören." – Richard von Weizsäcker
Es kann schnell und unerwartet passieren: ein unvorsichtiger Autofahrer. Ein Sportunfall. Eine chronische Krankheit. Wir Menschen sind nicht dagegen gefeit.
Ein solches Ereignis stellt den Betroffenen und sein Umfeld nicht nur privat vor neue Herausforderungen. Auch beruflich hat es Konsequenzen. Denn in Unternehmen gibt es noch immer Vorbehalte gegen Mitarbeiter mit körperlichen Behinderungen und chronischen Krankheiten: Wie geht man mit ihnen um? Kann ihnen bei mangelhafter Leistung überhaupt gekündigt werden? Und welchen Eindruck erweckt ein solcher Mitarbeiter bei den Kunden und den anderen Mitarbeitern?
„Es hat lange gedauert, bis ich zu mir stehen konnte.“ – Mit der Behinderung leben lernen
Als Verkaufstrainerin und Personal Coach war ich immer unterwegs. Die Flughäfen und Hotels in Deutschland kannte ich fast besser als mein Zuhause. Ich liebte meinen Job und die Zusammenarbeit mit den Kollegen – den beruflichen Austausch ebenso wie gemeinsame Unternehmungen. Dann kamen die Symptome: Gleichgewichtsstörungen. Die Diagnose: Multiple Sklerose (MS). Ein Schock – die Aussichten klangen schrecklich. Plötzlich änderte sich mein ganzes Leben.
Es hat lange gedauert, bis ich zu mir stehen konnte. Zuerst versuchte ich meinen Mitmenschen, insbesondere meinen Kunden gegenüber, alle Anzeichen der Krankheit zu verbergen. Immer neue Ausreden für die Gangstörung und meine beruflichen Ausfälle mussten her. Lange Zeit konnte ich gar nicht arbeiten.
Den ersten Schritt auf dem Weg zur Selbstakzeptanz leitete die Bemerkung eines Passanten ein: "So früh schon so besoffen!" Ich hatte mich an eine Straßenlaterne geklammert, um nicht zu stürzen. Von da an verwendete ich einen Stock als Gehhilfe.
Weitere Maßnahmen folgten: Ich nahm eine persönliche Auszeit und zog mich für einen Monat in das Haus von Freunden nach Frankreich zurück. Dort erkannte ich: Ich lebte zwei Leben. Um glücklich zu sein, musste daraus eines werden. Eine ganzheitliche Coaching-Ausbildung beim veränderte meine Sicht auf die Dinge. Und eine weitere Qualifikation beim Frankfurter Ring inspirierte mich zu meinem Unternehmen Busicap. Zunächst stand der Name für „Business trotz Handicap“, das verschob sich im Laufe der Zeit zu „Business mit Handicap“.

Heute bin ich mit Multipler Sklerose beruflich erfolgreich. Für mich ist klar: Menschen mit körperlichen Behinderungen sind nicht nur trotz, sondern gerade wegen ihrer Einschränkungen eine Bereicherung für ein Unternehmen. Im Umgang mit dem eigenen Leiden haben wir uns Kompetenzen angeeignet, die auch im beruflichen Alltag von Nutzen sind:
- Durchhaltevermögen für ausweglos scheinende Situationen
- Erfindungsreichtum, um die erworbenen Einschränkungen auszugleichen
- Kampfgeist und Überlebenswille
- Verständnis und Toleranz auch für die erstaunlichsten Realitäten
Keine Samthandschuhe! – Menschen mit Behinderung im Arbeitsalltag
„Den Wert eines Unternehmens machen nicht Gebäude und Maschinen und auch nicht seine Banknoten aus. Wertvoll an einem Unternehmen sind nur die Menschen, die dafür arbeiten.“ – Heinrich Nordhoff, ehemaliger Generaldirektor der Volkswagenwerk GmbH
Ein ganz normaler Arbeitsalltag mit Handicap – nicht nur bei den Betroffenen, sondern auch bei Arbeitgeber und Kollegen wirft der Weg dorthin Fragen in verschiedenen Bereichen auf. Hier einige Beispiele.
Umgang mit einem Mitarbeiter mit körperlicher Behinderung
Der Mitarbeiter verdient dieselbe respektvolle Behandlung wie alle anderen. Das heißt aber auch: bei Unsicherheit nachfragen. Er kennt sich, seine Bedürfnisse und seine Grenzen am besten. Aufgesetzte Rücksichtnahme dagegen nervt. Menschen mit Behinderungen wollen nicht mit Samthandschuhen angefasst werden.
Auch wenn die körperliche Einschränkung plötzlich und unerwartet kommt, beispielsweise durch Amputation eines Arms infolge eines Unfalls, erleichtern Ehrlichkeit und das gemeinsame Suchen nach Lösungen allen Beteiligten den Umgang mit der neuen Situation.
Eindruck bei Kunden und Kollegen
Das Beschäftigen von Behinderten zeigt, dass das Unternehmen seine soziale Verantwortung und das Thema Inklusion ernst nimmt. Studien belegen zudem, dass das Betriebsklima sich häufig verbessert, wenn Menschen mit Behinderung mitarbeiten. Durch ihre Vorgeschichten genießen sie das Vertrauen, bei Problemen kreative Lösungen zu finden.
Finanzielle Unterstützung
Ansprechpartner für Zuschüsse und Unterstützung sind die Bundesagentur für Arbeit und die
regionalen Niederlassungen des Landeswohlfahrtsverbands (LWV) bzw. des Integrationsamts.
Kündigungsschutz
Auch hier hilft das Integrationsamt weiter. Wenn die gewünschte Kündigung nachvollziehbare Gründe hat, wird es zustimmen.

Unterstützung in allen Belangen: Busicap
Ich habe infolge meiner Krankheit einen neuen beruflichen Weg eingeschlagen und helfe, diese und andere Fragen zu beantworten. Ich unterstütze Privatpersonen und Unternehmen dabei, konstruktive Lösungen für ein menschliches und wirtschaftlich erfolgreiches Miteinander mit körperlich behinderten oder chronisch kranken Mitarbeitern zu finden. Mit „Busicap – Business mit Handicap“ habe ich ein Netzwerk geschaffen, das sich auf die Besonderheiten im Beschäftigen von körperlich Behinderten spezialisiert hat, darunter beispielweise Handwerker, Juristen, Personal-, Finanz- und Vermögensberater und verschiedene Agenturen. Eine solche Institution habe ich nämlich vermisst, als ich meiner Diagnose konfrontiert wurde, einschließlich eines geschützten Raums, um in Ruhe alle wichtigen Themen unter professioneller Anleitung zu klären.

Denn von Inklusion können wir erst sprechen, wenn auch Menschen mit Handicap ihre beruflichen Ziele verwirklichen können und Unternehmen die Potenziale aller – auch der körperlich eingeschränkten – Mitarbeiter verantwortungsvoll und unternehmerisch sinnvoll nutzen. Dafür setze ich mich ein.

Weitere Informationen:
http://www.busicap.de

Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
Ilonka Lütjen, Personal Coach, Kommunikationstrainerin, Busicap,, 65203 Wiesbaden
zum Anbieterprofil ».

Ilonka Lütjen Personal Coach Kommunikationstrainerin  Busicap 65203 Wiesbaden Ilonka Lütjen, Personal Coach, Kommunikationstrainerin,
Busicap,, 65203 Wiesbaden
http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/coaching-wiesbaden-ilonka-luetjen.html

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