Mikronährstoffe - unterschätzte Bausteine des Lebens

Mikronährstoffe - unterschätzte Bausteine des Lebens

Um das ausgefeilte Räderwerk des Körpers am Laufen zu erhalten, werden viele Wirkstoffe für die einzelnen Stoffwechselprozesse benötigt. Da diese Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe nur in kleinen Mengen vorhanden sein müssen, werden sie auch Mikronährstoffe genannt. Der Organismus ist allerdings nicht in der Lage, die meisten der dringend benötigten Vitamine und Mineralstoffe selbst herzustellen.

Wird er nicht ausreichend damit versorgt, besteht keine Möglichkeit, selbst diesen Mangel auszugleichen. Der Effekt ist dann vergleichbar mit einem Dach. Während es über Jahre hinweg nicht stört, dass einzelne Dachziegel leicht beschädigt sind, ist irgendwann das Dach komplett undicht, wenn Reparaturen immer auf die lange Bank geschoben werden.

Welche Aufgaben haben Mikronährstoffe?

Mikronährstoffe schützen den Organismus als Antioxidantien vor gefährlichen Eindringlingen wie Bakterien, Umweltgiften, Schwermetallen, Bakterien und Parasiten. Die meisten Funktionen im Körper und Stoffwechselprozesse würden ohne Mikronährstoffe zum Erliegen kommen. So hilft die B-Vitamingruppe dabei, Nerven zu stabilisieren, Eisen unterstützt bei der Blutbildung und Kalzium ist unverzichtbar für die Knochengesundheit. Alleine Vitamin C ist an rund 15.000 Stoffwechselprozessen aktiv beteiligt.

Daneben sorgen die Mikronährstoffe für die Instandhaltung und Reparatur der Erbgutinformationen. Bei dauerhaftem Mangel an diesen wichtigen Bausteinen, sind nicht mehr genug Kapazitäten frei, um in der DNA Defekte zu entdecken und zu beseitigen. Dadurch wird nicht nur der Alterungsprozess beschleunigt, sondern es kann zu neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer oder einem erhöhten Krebsrisiko kommen.

Die einzelnen Mikronährstoffe in der Übersicht

Das Thema Mikronährstoffe wirkt zunächst sehr komplex, da den Stoffen verschiedene Funktionen zukommen. Wer jedoch die wichtigsten kennt, kann gezielt an seine Versorgung mit den einzelnen Substanzen arbeiten.

Vitamine

Vitamine kann der Körper selbst kaum oder in nicht ausreichenden Mengen bilden. Schon seit Jahren warnen Ernährungsexperten, dass die Bevölkerung nicht ausreichend damit versorgt ist. Das betrifft immer mehr Kinder und Jugendliche, die im Elternhaus keine ausgewogene Ernährung mehr kennenlernen, aber auch viele alte Menschen. Besonders wichtig sind dabei die Vitamine A, B1, B12, C, D, E und K. Vitamine helfen dabei, Kohlenhydrate zu verstoffwechseln und beim Aufbau von Knochen, Zellen und Blutkörperchen. Sie sind zudem wichtig für ein intaktes Immunsystem. Neben Obst und Gemüse sind auch Milchprodukte, Haferflocken sowie Vollkornprodukte gute Vitaminlieferanten.

Mineralstoffe

Mineralstoffe sorgen für ein reibungsloses Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. Sie fördern das Wachstum und sind Begleiter der einzelnen Stoffwechselprozesse. Zu den wichtigsten Vertretern zählen Natrium, Magnesium, Kalzium, Phosphor und Kalium. Natrium und Kalium sind natürliche Gegenspieler, die für die Regulierung des Wasserhaushaltes sorgen. Andere Stoffe leiten elektronische Reize weiter und kümmern sich um die Übermittlung von Informationen an die Zellen.

Spurenelemente

Die Aufgaben der Spurenelemente wie beispielsweise Kupfer, Selen, Zink und Eisen, fallen deutlich spezifischer aus. Zink als Bestandteil vieler Enzyme kümmert sich um das Immunsystem. Eisen hingegen ist unverzichtbar für die Blutbildung, während Kupfer maßgeblich an der Sauerstoffverwertung beteiligt ist.

Aminosäuren

Aminosäuren sind nicht nur Bausteine der körpereigenen Eiweiße, sondern sie liefern auch Energie und helfen bei der Bildung von Hormonen. Sie werden in essenzielle (lebensnotwendige) und nicht-essenzielle (entbehrliche) Aminosäuren unterteilt. Alle Aminosäuren, die der Organismus nicht selbst herstellen kann, müssen zugeführt werden. Ein Blick auf L-Arginin erklärt stellvertretend für alle Aminosäure deren vielfältige Aufgaben. L-Arginin übernimmt eine Schlüsselrolle bei der körpereigenen Entgiftung, fördert die Durchblutung und die Gesundheit der Gefäße und sorgt für eine reibungslose Arbeit zahlreicher Zellen innerhalb des Immunsystems.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Aus der Biologie ist bekannt, dass sekundäre Pflanzenstoffe mit ihren Farb- und Duftstoffen nützliche Insekten anlocken, gleichzeitig die Pflanze jedoch auch vor Schädlingen schützen. Während dem Organismus die sogenannten primären Pflanzenstoffe wie Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate oder Vitamine als Nährstoffe dienen, schützen die sekundären Pflanzenstoffe das Immunsystem und helfen dabei, die für Alterungsprozesse und zahlreiche Krankheiten verantwortlichen freien Radikale abzufangen. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Flavonoide in Zitrusfrüchten und blauen Obstsorten sowie die Carotinoide in roten und orangefarbenen Früchten.

Wie kann eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen gewährleistet werden?

Täglich 500 bis 600 Gramm frisches Obst und Gemüse reicht nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht aus, um eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen zu gewährleisten. Die empfohlenen Tagesdosen für Mikronährstoffe müssen in diesem Kontext auf den Prüfstand gestellt werden, um vorzeitige Alterungsprozesse aufzuhalten und typischen Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislaufproblemen, Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, Krebs und Alzheimer vorzubeugen. Zudem muss die Nährstoffversorgung individuell auf den Einzelfall abgestimmt sein, denn bei vielen Menschen ist der Bedarf an manchen Mikronährstoffen erhöht.

Eine Mikronährstofftherapie kann dabei helfen, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen und wird begleitend bei vielen Krankheiten, aber auch zur Steigerung des Wohlbefindens und der allgemeinen Gesundheit, eingesetzt.

Buchquellen:
Gröber, Mikrostoffe, WGV
Bastigkeit, Mikronährstoffe sinnvoll kombinieren, Maudric

Internetquellen:
http://lpi.oregonstate.edu/mic/
https://www.vitamindoctor.com/basiswissen/mikronaehrstofftherapie/

Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
Dipl. Kfm, Markus Schmidt, therapeutenfinder.com, 20354 Hamburg
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