5 klassische Fehler beim Einrichten eines Büros

5 klassische Fehler beim Einrichten eines Büros

Es scheint simpel: In ein Arbeitszimmer gehören ein Schreibtisch, ein Stuhl, Licht, entsprechende Arbeitsgeräte und ein Regal als zusätzliche Ablage. Ein inspirierender und gesundheitsfördernder Arbeitsplatz ist mehr als eine Ansammlung von Büromöbeln. Wer diese fünf klassischen Fehler vermeidet, kreiert ein effektives Büro.

Fehler beim Einrichten eines Büros

Effektive Beleuchtung, genug Stauraum und ansprechende Optik – aber wie ergonomisch ist der Stuhl und lässt sich der Schreibtisch individuell verändern?

Warum ist die Gestaltung eines Büros überhaupt wichtig? Die Initiative Neue Qualität der Arbeit verweist auf erschreckende Zahlen. Immerhin 16,6 Prozent der Menschen leiden an psychischen Erkrankungen. Stress, Unwohlsein, Burn-out oder chronische Schmerzen untergraben die psychische Gesundheit. Die sinnvolle Gestaltung des eigenen Arbeitsplatzes bildet den Anfang der Selbstfürsorge. Menschen verbringen einen Großteil ihres Lebens am Arbeitsplatz. Aktuelle Studien zeigen, dass gesunder Ausgleich in der Freizeit Sünden beim Arbeiten nicht vollständig auflöst. Drastisch ausgedrückt: Wer acht Stunden krumm sitzt, dem helfen zwei Einheiten Yoga in der Woche nicht. Das ideale Büro ist ein Raum, der für die körperliche und mentale Gesundheit sorgt. Gesundheitsförderung zahlt sich langfristig aus.

Fehler 1: Kleiner Schreibtisch

Ein antiker Sekretär wirkt zwar charmant. Er bietet aber zu wenig Platz, um notwendige Geräte im augenfreundlichen Abstand aufzustellen. Dauerhafte Arbeit an einem Laptop ist für die Augen und für die Arme anstrengend. Zudem lässt er sich in der Höhe nicht verstellen und trägt so nicht zu einer optimalen Sitzhaltung bei. Ideal ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch mit einem Mindestmaß von 160x80 Zentimetern. Auf ihm finden Unterlagen und Monitore ausreichend Platz.

Auch schick, aber unpraktisch: Glastische. Sie reflektieren das Licht und belasten die Augen. Besser ist eine Tischoberfläche, die Licht absorbiert. Beim Stellen des Schreibtisches auf das Fenster und die Tür achten. Die meisten Menschen konzentrieren sich mit der Tür im Nacken nicht gut. Der Tisch sollte in Fensternähe sein, damit das Tageslicht ihn die meiste Zeit des Tages erreicht. Idealerweise steht er im 90-Grad-Winkel zum Fenster, da so der Lichteinfall ideal ist. Beim Einrichten und Stellen des Schreibtisches unbedingt auf individuelle Bedürfnisse wie beispielsweise Linkshändigkeit achten. 

Fehler 2: Kleine Ecken oder Nischen nutzen

Wer ein Büro einrichtet und dort regelmäßig mehrere Stunden arbeitet, sollte keine kleine Nische oder Ecke in einem anderen Zimmer nutzen. Pro Schreibtisch wird eine Mindestfläche von 10 Quadratmetern empfohlen. Bei dieser Fläche wirkt ein clever eingerichtetes Büro mit Stauraum stets aufgeräumt. Unterlagen lassen sich griffbereit wegsortieren und die notwendigen Geräte haben ihren Platz. Notlösungen wie eine kleine Ecke in einem anderen Zimmer verbreiten häufig Chaos. Die Arbeit ist unorganisierter und es entsteht Stress. Auch die persönliche Work-Life-Balance leidet unter einer solchen Arbeitsecke. Es ist in Ordnung, wenn eine Zwischenlösung während einer Lebensphase die Arbeitsecke im Schlafzimmer ist. Langfristig senkt das die Arbeits- und die Lebensqualität. Ein abgetrennter Arbeitsbereich, der sich gut strukturieren und organisieren lässt, hilft, effektiv zu arbeiten. Liegt das Büro im Wohnhaus oder in der Wohnung, ist eine Tür zum Schließen für den Feierabend wertvoll. Denn wer daheim arbeitet, muss der eigenen Gesundheit zuliebe sehr genau auf eine Grenze zwischen Beruf und Privat achten.

Das Büro solle als Bewegungsraum gesehen werden, fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V. und damit eine entsprechende Größe der Arbeitsumgebung. Sie geben viele kreative Tipps, wie Bewegung sich sinnvoll in Arbeitsläufe und ins Büro integrieren lassen. Besprechungen erfolgen im Stehen an Stehtischen. Der Vortrag wird am Stehtisch ausgearbeitet. Während der Telefonate wird gegangen oder vielleicht auf dem Trampolin gesprungen? Speziell Minitrampoline haben einen hohen körperlich-geistigen Nutzen und sind gelenkschonend. Wem das Trampolin zu befremdlich scheint, der greift zu Balance-Kleingeräten und nutzt sie in Pausen oder bei Telefonaten. Elastische Gummibänder sorgen für Ausgleichsbelastungen und sind gerade für die Schultern- und Rückenmuskulatur sinnvoll. Denn Massagen schaffen kurzfristig Abhilfe bei Verspannungen, aber eine starke Muskulatur ersetzen sie nicht. Für Besprechungen lassen sich übrigens Spaziergänge nutzen. Diktierfunktionen sind in den meisten Smartphones vorhanden und ersetzen Notizen. Beim Nachdenken hilft Bewegung immer. Sie fördert die Arbeitseffizienz und löst den ein oder anderen Knoten in den Gedanken.

Fehler 3: Schöner, aber unbequemer Schreibtischstuhl

hochwertiger Schreibtischstuhl Die Kunst in einem Büro ist eine gelungene Balance zwischen Design und Praxistauglichkeit. Beim Schreibtischstuhl sollte die ergonomische Form entscheidend sein. Lordosenstütze, anpassbare Armlehnen, Höhenverstellbarkeit und einen Wippmechanismus bringt ein hochwertiger Schreibtischstuhl mit. Das eigene Büro sollte nicht nach repräsentativen, sondern nach gesundheitlichen Aspekten eingerichtet sein. Wer viel Kundenbesuch und durch die Branche einen repräsentativen Bedarf hat, dem hilft ein zusätzlicher Besprechungsraum. Dieser wird nach anderen Gesichtspunkten eingerichtet. In Großstädten lassen sich Besprechungsräume mit zusätzlichem Service mieten.

Fehler 4: Unzureichende Beleuchtung

Die Auswirkung von Licht wird von vielen Menschen unterschätzt. Doch der Aufenthalt in einer dunklen Umgebung wirkt mental auf Menschen. Mindestens ein Fenster sollte Tageslicht in das Arbeitszimmer lassen. Neben dem Tageslicht ist eine ausreichende und hochwertige Beleuchtung sinnvoll. Denn für die Augen ist eine schummerige Atmosphäre beim Arbeiten eine Belastung. Eine Kombination aus einstellbaren Schreibtischlampen und Deckenbeleuchtung ist sinnvoll. Wer in unterschiedlichen Positionen arbeitet, bedenkt diese beim Konzept für das Licht mit.

Außerdem sollten helle Farben in einem Büro verwendet werden. Dunkle Farben schlucken Licht und drücken die Stimmung. Auch kräftige und dominante Farben sollten sparsam eingesetzt werden. Ideal sind natürliche und ruhige Farbtöne in helleren Nuancen. Hier gilt: Weniger ist mehr. Denn Farben oder Mustertapeten wirken ablenkend und stören die Konzentration.

Fehler 5: Ausschließlich offene Regale

Regale gehören zu der klassischen Büroeinrichtung. Allerdings sollten sie nicht den einzigen Stauraum bilden. Wer mit vielen Unterlagen hantiert, braucht zusätzlich mindestens ein Hängeregister und einen geschlossenen Schrank für Akten. Geschlossene Fronten bringen Klarheit in einen Raum. Ein offenes Regal mit vielen unterschiedlichen Unterlagen wirkt chaotisch. Wichtig ist ein System für den Stauraum und die Ablage. Ein Archiv hält beispielsweise die aktuellen Unterlagen in dem einen Hängeregister schlank, während alte Unterlagen im Hängeregister-Archiv übersichtlich sortiert sind. Wer für das Sortieren seiner Unterlagen einen festen Tag im Monat blockiert, findet im Notfall die Unterlagen schneller. Ein solcher Tag lässt sich beispielsweise gemeinsam mit dem Monatsabschluss legen.

Bilder:

Abbildung 1: pixabay.com © MagicDesk (CCO Creative Commons)

Abbildung 2: pixabay.com © Hendrik Nordell (CCO Creative Commons)

Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
Dipl. Kfm, Markus Schmidt, therapeutenfinder.com, 20354 Hamburg
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