ein Leben als umgeschulter Linkshänder

ein Leben als umgeschulter Linkshänder

Gründung einer Selbsthilfegruppe Brain-breaking, ein Leben als umgeschulter Linkshänder

Autor: Bärbel Däuble

Seit März 2007 existiert eine Selbsthilfegruppe brain-breaking (umgeschulte Linkshänder) in Düsseldorf. Auslöser für die Gründung dieser Selbsthilfegruppe ist meine Rückschulung auf meine dominante Hand.

Bei meiner Einschulung 1958 hieß es noch schreib mit rechts. Die Auswirkungen einer Umschulung sind in der Öffentlichkeit und bei den meisten Medizinern / Therapeuten unbekannt. Nachdem ich Jahr 2005 (47 Jahre nach der Einschulung) zufällig auf meine Linkshändigkeit angesprochen wurde, beschäftige ich mich bewußt mit diesem Thema.

Frau Dr. Sattler von der ersten deutschen Linkshänderberatungsstelle in München beschreibt die Primär- und Sekundärfolgen der Umschulung ausführlich in ihren Büchern. Im Amerikanischen nennt man diesen Zustand brain-breaking. Brain-breaking kann außerdem nach Schlaganfall und Unfällen auftreten, wenn die dominante Hand ausfällt und eine Umstellung auf die andere Hand erforderlich wird.

Die Umschulung bedeutet für mich keinen Bruch. Die Gehirnhälften waren unterschiedlich belastet. Durch eine Überlastung bei körperlicher oder geistiger Beanspruchung kommt die Bewegung ins Stocken, es gibt einen Knoten im Gehirn. Mit der Hilfe einer Ergotherapeutin mit der Zusatzausbildung nach der Methode Frau Dr. Sattler habe ich eine Rückschulung gewagt. Für mein Wohlbefinden haben sich die Mühen der Rückschulung gelohnt.

Das Ziel der Selbsthilfegruppe ist ein direkter Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen. Allein das Wissen und Begreifen, warum man so "ist", hilft den Druck zu nehmen. Selbsthilfe bedeutet: Unsere Gruppe wird von keinem Profi geleitet. Selbsthilfegruppe bedeutet: Ich helfe mir selbst. Wer Hilfe von professionellen Experten oder Therapeuten erwartet oder benötigt, sollte sich an anerkannte LinkshänderberaterInnen wenden.

Weitere Informationen:
http://www.mein-brain-breaking.de

Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
Dipl. Kfm, Markus Schmidt, therapeutenfinder.com, 20354 Hamburg
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http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/webcreative-hamburg.html

Kommentare zu diesem Artikel

Bernd Hauke schrieb am 30.10.15 dazu:

Hallo Erika, seit mehr als 50 Jahren nun, bin ich umgeschult. Habe dadurch mein ganzes Leben lang, immer wieder mal gesundheitliche und seelische Probleme gehabt. Würde sich denn eine Rückschulung für mich noch lohnen? Ist auch mit gewissen Risiken verbunden, oder? LG. Bernd

Pauline Knott schrieb am 12.11.09 dazu:

Ein weiteres, sehr aktives, sehr gut besuchtes Forum für Linkshänder finden Sie hier:
http://www.linkshaenderforum.org/forum/index.php
-Das grösste deutschsprachige Linkshänderforum-

Hier finden Sie auch Anschriften von Linkshänderberatrn und Beratungsstellen.

Pauline Knott (http://www.linkshaenderforum.org/forum/index.php) schrieb am 12.11.09 dazu:

Ein weiteres, sehr aktives, sehr gut besuchtes Forum für Linkshänder finden Sie hier:
http://www.linkshaenderforum.org/forum/index.php
-Das grösste deutschsprachige Linkshänderforum-

Hier finden Sie auch Anschriften von Linkshänderberatrn und Beratungsstellen

Matthias Wüstefeld (http://www.linkshaender-beratung-muenster.de) schrieb am 11.08.08 dazu:

Als rückgeschulter Linkshänder (Rückschulung im Alter von 44 Jahren), mir wurde von meiner Lehrerin im ersten Schuljahr angeraten mit der rechten Hand zu schreiben,damit ich ich auf der Schiefertafel nicht alles verwische, und jetzt als Linkshänder-Berater nach der Methodik von Frau Dr. Sattler tätig, kann ich die oben geschilderten Berichte aus eigener und beruflicher Erfahrungen bestätigen.
Vor einer Rückschulung sollte sich die/der Rückschüler/-in sehr intensiv mit dedm Thema Rückschulung auseinandersetzen.
Einen Einstieg kann das Forum für Linkshänder:
www.forum-fuer-linkshaender.de
bieten.
Weitere gute Informationen finden Sie auf folgenden Internetseiten
www.linkshaender-beratung.de
www.linkshaender-beratung-muenster.de

Andrea Herold schrieb am 17.07.08 dazu:

Ich habe vor 3 Tagen herausgefunden, daß meine Alpträume in der Unterstufe( Grundschule)das Bettnässen wofür sich keiner einen Grund vorstellen konnte den Ursprung haben in der Umerzeihung auf die rechte Hand. Auf der Suche nach Hilfen für mein Kind (7 Jahre) jetzt erst getestet auf die Händigkeit nach einer Odysse in der 1. Klasse, schulen wir ihn und mich auf die linke Hand zurück. Das ich etwas besonderes bin merkte ich in der 8. Klasse. als ich durch einen Lehrerwechsel in Mathe von der Zensur 4 auf einen Durchschnitt von 1,5 stieg bis zum Halbjahr. Ende des Schuljahres war ich bei 1,0 und bis zum Schulaustritt hat sich das nicht mehr verändert. Erst vorgestern habe ich erfahren, daß mein Mathelehrer ein umgeschulter Linkshänder ist. wenn es das Zeugniss nicht geben würde, könnte ich das selbst nicht glauben.
Welcher Leidensgenosse möchte mir schreiben

Annette Damm schrieb am 27.10.07 dazu:

Guten Tag,
auch bei mir ist es so gewesen, ich wurde auch umgeschult. Habe danach die Zahlen falsch herum gelesen, mußte es wieder neu lernen Zahlen zu lesen. Depressionen habe ich auch in der Schulzeit bekommen, keiner wußte warum (ich selbst auch nicht)! Es ist nicht sehr schön für mich, aber es gibt schlimmeres, dies ist mein Trost! Es gibt sicher Menschen, denen es in der Kindheit noch schlechter als mir ging!
Wünsche allen Menschen ein schönes Leben, ohne immer wieder mit Schuldgefühlen überhäuft zu werden! Wir machen alles Fehler, Gott sei Dank!
Alles Liebe & Gute, Annette!

erika kisling schrieb am 30.07.07 dazu:

Seit ca. einem Jahr bin ich ein rückgeschulter Linkshänder. Zum ersten Mal in meinem Leben fühle ich mich wohl in meiner Haut.
Begonnen hatte alles mit sechs Jahren. Damals wurde ich zwangswise auf die rechte Hand trainiert. Bereits zur Einschulungszeit hatte ich eine erste Depression(damals noch unbekannt).
Später, beim Studium stellte ich fest, dass ich anders war als meine Studienkollegen, besonders wenn es ums Mitschreiben bei Vorlesungen ging. Mit 32 Jahren hatte ich erneut eine Erschöpfungsdepression, die dann aber medikamentös geheilt wurde.
Im Alter von 53 Jahren bekam ich erneut eine Depression und musste mich in klinische Behandlung begeben. Zu diesem Zeitpunktverlor ich die Fähigkeit mit der rechten Hand zu schreiben - und das als Lehrerin. Meine behandelnden Ärzte rieten mir dringend von einer Rückschulung ab. Bei der Entlassung konnte ich weder rechts noch links schreiben.
So musste ich eine Rückschulung auf eigene Verantwortung durchführen. Sie gelang mir zu meinem Erstaunen beinahe problemlos. Zu Beginn war meine Schrift noch sehr wacklig.
Zwischenzeitlich befinde ich mich in psychotherapeutischer und ergotherapeutischer Behandlung. . Von Tag zu Tag empfinde ich ein nie dagewesenes Gefühl, endlich bei mir (in meiner Mitte) angekommen zu sein. Das Malen von Aquarellbildern macht mir außerdem seither großen Spaß. Ich kann nur Jedem dazu raten, eine Rückschulung zu versuchen.
Liebe Grüße Erika

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