Tipps bei übermäßigem Schwitzen

Tipps bei übermäßigem Schwitzen

Wir alle schwitzen: Wenn es sehr heiß ist, wenn wir nervös sind oder auch in Stresssituationen sind Schweißperlen auf der Stirn ganz normal. Doch regelmäßige Schweißausbrüche können vor allem im Alltagsleben zur Belastung werden, da sie für Betroffene sehr unangenehm sind. Was dahinter steckt und welche Maßnahmen helfen können.

Schwitzen schützt den Körper vor Überhitzung

Rund zwei Millionen Schweißdrüsen besitzt unsere Haut, die meisten davon liegen auf der Stirn, in den Handflächen und auf den Fußsohlen. Diese Drüsen beginnen beim gesunden Menschen in zwei Situationen, Schweiß zu produzieren:

  1. Emotionen lösen kleine Schweißausbrüche aus. Beim sogenannten nervösen Schwitzen sondern insbesondere die Drüsen der Handflächen und der Fußsohlen Schweißtropfen ab.
  2. Wenn sich bei Hitze oder großer Anstrengung die Körpertemperatur erhöht, arbeiten die Schweißdrüsen auf Hochtouren, um den Körper abzukühlen. Dieser Vorgang schützt vor einer lebensgefährlichen Überhitzung (thermoregulatorisches Schwitzen).

Mehrere Liter Schweiß werden so täglich produziert – das ist normal und gerade in puncto Überhitzung auch lebenswichtig. Wenn jedoch der Körper raue Mengen an Schweiß abgibt, obwohl es gar nicht nötig wäre, wird das Schwitzen als krankhaft bezeichnet. Mediziner sprechen hier von einer Hyperhydrose.

Eine übermäßige Schweißproduktion kann verschiedene Ursachen haben

Häufig ist Übergewicht Grund für zu starkes Schwitzen. Bei Übergewichtigen ist der gesamte Organismus bereits durch das erhöhte Körpergewicht überlastet. So fließt nicht nur bei Bewegung, Stress oder hoher Außentemperatur der Schweiß, sondern auch in Ruhesituationen oder bei harmlosen Aktivitäten wie einem Spaziergang.

Des Weiteren kommen folgende Ursachen für ungewöhnlich starkes Schwitzen infrage:

  • Erbliche Veranlagung
  • Psychische Gründe wie Angstzustände, Depressionen oder dauerhafter Stress
  • Hormonelle Umstellungen bei Frauen aufgrund einer Schwangerschaft oder während der Wechseljahre
  • Einnahme von Arzneimitteln mit Kortison oder Acetylsalicylsäure (beispielsweise in Aspirin enthalten)

Ebenso kann Schwitzen ein Begleitsymptom verschiedener Krankheiten sein. Darunter fallen Leiden wie Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion, Rheuma, Herzinfarkt oder manche Krebserkrankungen.

Wann ein Arztbesuch zu empfehlen ist

Sind Schweißausbrüche nun ein Grund, zum Arzt zu gehen? – Das kommt ganz darauf an. Gelegentliches Schwitzen ist harmlos und sogar gesund. Sind die Schweißausbrüche jedoch ungewöhnlich stark oder gibt es keinen Anlass für die übermäßige Aktivität der Schweißdrüsen, sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen.

Das können Sie gegen das ständige Schwitzen tun

Die Therapie beim übermäßigen Schweißfluss richtet sich nach der Ursache. Liegt eine Allgemeinerkrankung wie Diabetes dem Problem zugrunde, muss in erster Linie diese durch den Arzt behandelt werden.

Kann Ihr Arzt eine Erkrankung ausschließen, sollten Sie in erster Linie eigenständig auf einige Dinge in Ihrem Alltagsleben achten, um das Schwitzen einzudämmen. An erster Stelle steht eine ausreichende Körperhygiene. Geeignet sind antibakterielle Seifen und Antitranspirants. Beide Hygieneprodukte bekämpfen geruchsbildende Bakterien und sorgen dafür, dass sich die Schweißdrüsen zusammenziehen.

Ebenso können Sie beim Kampf gegen den Schweiß auf richtige Kleidung achten:

  • Tragen Sie keine Kleidung aus Synthetik, sondern greifen Sie lieber zu luftdurchlässigen Baumwoll- oder Leinenstoffen.
  • Kunstlederschuhe mit Gummisohlen sind kaum atmungsaktiv. Gegen Schweißfüße helfen Lederschuhe. Im Sommer sind Sandalen am besten geeignet.
  • Wer vor allem nachts stark schwitzt, sollte einen leichten Schlafanzug tragen. Zudem ist es nützlich, die Raumtemperatur etwas abzusenken.

Sie sollten ebenso einen Blick auf Ihre Ernährung werfen: Streichen Sie extrem würzige und scharfe Speisen, Kaffee und Alkohol von Ihrem Speiseplan, diese regen die Schweißproduktion an. Achten Sie stattdessen darauf, viel zu trinken, am besten Mineralwasser und ungesüßte Tees. Durch das übermäßige Schwitzen verlieren Sie viel Flüssigkeit, diese gilt es zu ersetzen.

Sind Ihre Schweißausbrüche nervöser Natur, können Sie mithilfe verschiedener Entspannungstechniken versuchen, Ihr Problem in den Griff zu bekommen. Probieren Sie doch beispielsweise einmal Yoga oder autogenes Training aus.

Falls Ihre Eigenmaßnahmen einfach nicht helfen wollen, steht noch eine Reihe von ärztlichen Methoden zur Verfügung:

  • Operatives Entfernen der Schweißdrüsen.
  • Gleichstromanwendung, um die Aktivität der Schweißdrüsen zu vermindern.
  • Botoxspritzen, die die Nervenleitung zu den Schweißdrüsen blockieren.

Lassen Sie sich hierzu ausführlich von Ihrem behandelnden Arzt beraten.

Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
Dipl. Kfm, Markus Schmidt, therapeutenfinder.com, 20354 Hamburg
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