Gesunde Füße von Anfang an

Gesunde Füße von Anfang an

Nur 2 Prozent der Neugeborenen haben fehlentwickelte Füße. Ausgeprägte X- oder O-Beine, Plattfüße und Ähnliches verschwinden meist bis zum Schulalter wieder. Dennoch haben ca. 3 Fünftel im Erwachsenenalter Probleme mit ihren Füßen. Wodurch werden diese verursacht und was kann man vorbeugend tun?

Gesunde Füße von Anfang an
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Erste Schritte barfuß oder mit Schuhen unternehmen?

Wie das restliche Skelett auch, werden die 28 Knochen der Füße bei Babys noch von einer schützenden Fettschicht umgeben. Sie müssen also nicht durch Schuhe vor den Gefahren der Umgebung bewahrt werden.

Barfuß zu laufen, entspricht der Natur des Menschen. Das sollte auch kleinen Kindern schon vermittelt werden und auch als Erwachsener möglichst häufig getan werden. Ist der Boden besonders kalt oder das Kind im Freien unterwegs, wo der Untergrund die Fußsohlen verletzen kann, sollte man neben Socken zu weichen Schühchen greifen. Hier sind beispielsweise Krabbelschuhe aus Leder erhältlich, welches besonders gut nachgibt und sich dem individuellen Babyfuß anpasst.

Da Kleinkinder schnell wachsen, sollte man im Abstand von wenigen Wochen die Füße nachmessen und die Schuhe austauschen, sobald sie zu klein werden. Besonders bei den weichen Knochen der Babys besteht sonst die Gefahr, dass sich die Füße deformieren, wenn die Schuhe sie einengen.

Verschiedene Fehlstellungen

Knick-Senk-Fuß

Dieser liegt häufig an einer schwachen Fußmuskulatur. Daher sollten mit gezielten Übungen – etwa dem Zehengreifen oder dem Gehen auf einem am Boden liegenden Seil – die Tiefenmuskeln trainiert werden. Sollten die Kinder diese Fehlstellung nicht ablegen können, müssen Einlagen getragen werden, um eine Verkrümmung der Wirbelsäule durch die falsche Haltung zu vermeiden.

Plattfuß

Er ist selten angeboren, sondern meist erworben und erzeugt Schmerzen im Knöchelbereich. Die Ursachen dafür sind vielfältig:

  • ständiges Sitzen
  • Überlastung etwa durch Übergewicht
  • ein Fersenbeinbruch
  • eine Bindegewebsschwäche
  • bestimmte Krankheiten wie Kinderlähmung oder bestimmte Formen von Rheuma

Spreizfuß

Dieser äußert sich in einem verbreiterten Vorfuß, der sich auf Grund falschen Gehens über einen langen Zeitraum entwickelt. Schuld sind oftmals einengende, starre Schuhe, besonders solche mit hohem Absatz. Durch den Mangel an Bewegungsfreiheit bauen die Fußmuskeln ab und man beginnt über die Außenkante abzurollen. Ein schwaches Bindegewebe begünstigt auch diese Fehlstellung.

Hohlfuß

Er ist in zumeist erblich bedingt. In wenigen Fällen verursachen ihn jedoch auch Lähmungen, Nervenschäden oder Probleme der Fußmuskeln und -bänder. Er kann auch ein erstes Symptom einer Muskelkrankheit sein. Menschen mit Hohlfuß knicken leicht um und überlasten dadurch ihre Bänder.

Sonderfall: Innen- und Außendrehgang

Normalerweise bilden die Füße beim Gehen zwei parallele Linien. Kleinkinder weisen oft einen „Watschelgang“ auf, bei dem die Füße nach außen gedreht werden. Das gibt sich bis zum 3. Lebensjahr.

Danach kehrt sich die Richtung der Füße aber oft um, was mit dem Wachstum von Hüfte und Beinen verbunden ist. Viele Eltern machen sich bei einem stark ausgeprägten Innendrehgang ihres Nachwuchses Sorgen. Der ist aber nicht ungewöhnlich und gibt sich meist bis zu einem Alter von 10 Jahren.

Tatsächlich erfolgt danach hin und wieder eine weitere Außendrehung, die noch bis zum 17. Lebensjahr anhalten kann. Früher wurden den Kindern Beinschienen verordnet. Diese haben sich aber als kontraproduktiv herausgestellt. Eine operative Korrektur ist nur in seltenen Einzelfällen nötig.

Beobachten, wie sich die Füße von Kindern entwickeln

Bis Kinder beginnen, sich hochzuziehen und zu laufen, sind ihre Füße kaum ausgebildet. Daher müssen sich Eltern zu dieser Zeit wenig Gedanken machen, wenn die Füße des Babys eine scheinbare Fehlstellung aufweisen. Die Proportionen eines Erwachsenenfußes erreichen sie erst im Alter von 6 Jahren. Außerdem dauert es noch weitere Zeit, bis das Skelett verknöchert ist.

In dieser Zeit gilt es, die Entwicklung der kleinen Füße zu beobachten und die Kinder zu animieren, ihre Füße einzusetzen. Gymnastikübungen wie das Zehenspreizen sollten als kleine Spiele und nicht als Pflichtaufgaben vorgestellt werden. Auch Trampolinspringen macht Spaß und trainiert gleichzeitig die Fußmuskulatur. Auf Bäume zu klettern, erfordert den Einsatz des ganzen Fußes von der Ferse bis zum großen Zeh. Viel Bewegung und ein angemessenes Körpergewicht tragen zur allgemeinen kindlichen Gesundheit, aber im Speziellen auch der ihrer Füße und Wirbelsäule bei.

Ab einem gewissen Alter sollten die Kinder zudem für das Thema „bequeme Schuhe“ sensibilisiert werden. Es ist wichtig, die Füße der Kinder stets im Blick zu behalten und zu versuchen, objektiv zu beurteilen, ob deren Entwicklung unbedenklich erfolgt. Im Zweifelsfall sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, denn ernsthafte Probleme können zu einem frühen Zeitpunkt noch besser behandelt werden.

 

Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
Dipl. Kfm, Markus Schmidt, therapeutenfinder.com, 20354 Hamburg
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