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Reizdarmsyndrom - Verdauungsstörungen ? was tun

18.08.2007

Ein Artikel von Michael Passlack

Reizdarmsyndrom ist eine Erkrankung, die man nur im Ausschlussverfahren diagnosti­zieren kann. Man könnte sie Mülleimer-Diagnose nennen, denn Leuten, die Beschwerden mit dem Verdauungstrakt haben ohne dass eine spezifische Diagnose passen würde, wird oft erzählt, dass sie unter einem Reizdarm leiden. Reizdarmsyndrom ist eine der häufigs­ten Magen-Darm-Störungen, man schätzt, dass 10 bis 20% der Bevölkerung darunter leiden. 30 bis 40% aller Leute, die zu einem Magendarmspezialisten überwiesen werden, sind Leute (vor allem Frauen) mit den Symptomen eines Reizdarms.[1] 

Es handelt sich um folgende Symptome:

  • Bauchweh, Krämpfe, Blähungen
  • Durchfall und/oder Verstopfung (gewöhnlich im Wechsel)
  • Gasbildung
  • Übelkeit
  • Sodbrennen
  • starke Schleimbildung im Dickdarm
  • Angst oder Depressionen zu einem gewissen Maß
  • Drang zur Toilette oder Inkontinenz
  • Brustschmerzen
  • Schluckschwierigkeiten
  • häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit
  • Depressionen
  • Angst

Da es eine Zahl anderer Krankheiten gibt, die die gleichen Symptome zeigen, sollte man deren Vorliegen ausschließen, bevor man Reizdarmsyndrom diagnostiziert.

Das bemerkenswerte am Reizdarmsyndrom ist die Tatsache, dass es reine funktio­nelle Störungen sind, ohne dass man strukturelle Fehler findet. Die Patienten suchen zwar oft medizinische Hilfe und brauchen selten einen Krankenhausaufent­halt, die Symptome können jedoch den normalen täglichen Alltag stark stören.

Es gibt eine Reihe von möglichen Ursachen für eine solche Erkrankung. Zum einen kön­nen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten oder ?Allergien diese Symptome auslösen. Spezi­elle Labortests, die die verschiedensten Immun­globuline berücksichtigen, lassen sich gut einsetzen um Nahrungsmittel-Unverträglich­keiten festzustellen, die mit den traditionel­len Hauttests nicht entdeckt werden können. Hat man die Nahrungsmittel­allergien erst einmal herausgefunden, dann wird im allgemeinen empfohlen, alle Hauptallergene zu meiden und die übrigen Nahrungsmittel für einige Monate in einer Rotationsdiät zu sich zu nehmen. Manch­mal ist es notwendig, nicht nur die herausge­funden Nahrungsallergene zu meiden sondern alle Nahrungsmittel aus der gleichen Familie. Bei vielen Leuten hat es sich auch als sehr positiv herausgestellt, sich nach der Nahrungsmittelliste zu richten, die nach Dr. D?Adamo für die eigene Blutgruppe besonders verträglich ist und die nicht verträglichen Nahrungsmittel zu meiden.[2]

Sowohl für das Reizdarm-Syndrom als auch für Durchfall kann Laktose-Intoleranz (Milchzucker) ein wichtiger verursachender Faktor sein. Dies ist eine weit verbreitete Störung und betrifft 70% der Welt-Bevölkerung. Der Zustand wird durch einen Enzym-Mangel verursacht und nicht durch eine Milch-Allergie. Durch eine Aufbaukur für die Leber wird allerdings der Enzymmangel oft behoben.

Nahrungsmittelempfindlichkeiten und -aller­gien scheinen eine zentrale Rolle für das Reizdarm-Syndrom zu spielen, denn man findet in 50 bis 66% der Fälle eine Verbin­dung. Die verbreitetsten Allergene sind Milchprodukte und Getreide (vor allem Weizen und Mais). Weitere Nahrungsmittel, die häufig zu einem Reizdarm-Syndrom führen sind Kaffee, Tee, Zitrusfrüchte und Schokolade.[3]

Lipski berichtet von einer Studie, bei der 43% der 242 Patienten mit Reizdarm­syndrom einen völligen Rückgang ihrer Symptome hatten, nachdem sie Milch­produkte aus ihrer Ernährung ausge­schlossen hatten, und 41% hatten eine teilweise Verbes­serung.  Indem man Milchprodukte zwei wochenlang völlig vermeidet kann man herausfinden, ob Laktose-Intoleranz ein mitwirken­der Faktor ist. Ob es sich nun um Laktose-Intoleranz oder eine Nahrungsmittelallergie handelt, Milchprodukte können die Ursache für Verdauungs­probleme sein, wie sich bei vielen Leuten herausgestellt hat.

Andere Faktoren, die zu einem Reizdarm führen können, sind Stress, hormonelle Veränderungen (Frauen tendieren zu Symptomen von Reizdarm vor und nach der Menstruation), Ballaststoffmangel und Infektion.

Folgende Punkte gehören zu einer Behandlung von Reizdarmsyndrom:

1.     Behandlung der zu Grunde liegenden Ursachen (wie Candida und Parasiten)

2.     erhöhte Einnahme von Ballaststoffen

3.     Reduktion von Stress

4.     Verbesserung der Darmflora

5.     Vermeidung der Nahrungsmittel-Allergene

6.     Einsatz von Kräutern um den Verdauungstrakt auszuheilen

Man kann Kräuter einsetzen um den Verdauungstrakt zu beruhigen und auszuheilen. Studien haben gezeigt, dass "Pfefferminzöl-Kapseln sehr vorteilhaft dafür waren, die Symptome des Reizdarm-Syndroms zu reduzieren."[4] 10  Andere Kräuter, die bei der Behandlung von Reizdarm nützlich sind, sind Ulmenrinde (ein Schleimbildner, der den Darmtrakt auskleidet und so die Reizung reduziert), Bockshornklee-Samen (Entzündung hemmend) und Cranberry-Früchte, die vor Nierensteinen und Bak­terien schützen. Auch das Journal of the American Medical Association berichtet über eine spezielle Kombination von chinesischen Kräutern, die sich bei der Behand­lung eines Reizdarms als wirksam herausgestellt haben.[5] 11 

Da es sehr kompliziert und teuer ist, alle diese Kräuter einzeln richtig zu dosieren, gibt es diese Kräuter­kombinationen und die vorher erwähnten Kräuter in einer Formel zusammen­gefasst, um die Symptome eines Reizdarms zu lindern. Sie können dieses Produkt und auch andere Hilfen für Darmprobleme bei der Firma Life Power in England (01805-437225) beziehen.

Für weitergehende Fragen stehe ich telefonisch gerne zur Verfügung:

Dr. Michael Passlack ? Institut für Ernährung und Gesundheit

Wormserstr. 16

67227 Frankenthal

06233-359463   email: m.passlack[at]infergu.com

[1] Murray, Michael, ND und Joseph Pizzorno, ND. Enzyklopädie der Naturheilkunde, Prima Health, 1998, S. 609 (english).

[2] Institut für Ernährung und Gesundheit, Dr. Passlack, liefert hier gerne zusätzliche Information.

[3]   Lipski, Elizabeth, CCN, Digestive Wellness, Keats Publishing, Connecticut, 1996, S 238.

 

[4]  Michael Murray und Joseph Pizzorno, ND. Enzyklopädie der Naturheilkunde, Prima Health, 1998,   S. 611.

 

[5] Journal of the American Medical Association, 11. Nov 1998, 280(18): 1585-9.



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