Low Carb – der Ernährungstrend aus den USA erobert die deutschen Küchen

Low Carb – der Ernährungstrend aus den USA erobert die deutschen Küchen

Heidi Klum, Renée Zellweger oder Catherine Zeta-Jones schwören darauf: Low Carb, weniger eine Diät als eine alternative Ernährungsweise , die Kohlenhydrate reduziert oder weglässt und Fett und Eiweiß den Vorzug gibt. Warum machen das die Stars? Brot und Nudeln, Kartoffeln und Süßigkeiten wegzulassen scheint Vorteile zu haben: Man bleibt schlank und fühlt sich leicht, wach und klar. Abnehmen und Gewicht halten – no problem. Ganz nebenbei wirkt sich das Weglassen von Kohlenhydraten auch positiv auf Haut, Herz, Kreislauf, Gefäße und das gesamte Verdauungssystem aus, kann sog. „Wohlstandserkrankungen“ die Stirn bieten und verschafft dem Körper Kapazität für Selbstregulation.

Ist es also möglich, sich „schlank und vital“ zu essen?

Um die kohlenhydratarme Ernährung zu verstehen, lohnt sich ein Ausflug in unsere Jäger- und Sammlervergangenheit. Genetisch sind wir noch immer Höhlenmenschen! Ist es doch erst ca. 370 Generationen her, dass wir begonnen haben, sesshaft zu werden und auf Ackerbau und Viehzucht umzusteigen. Zu kurz für unser Verdauungs- und Hormonsystem, um sich an unsere heutige kohlenhydratlastige Ernährung anzupassen. Was haben unsere Vorfahren damals gegessen? Fleisch je nach Jagderfolg, Kräuter, Gräser, Wurzeln, Beeren, Nüsse und Obst nach Saison und wenn man Glück hatte, etwas Honig. Dazwischen gab es auch immer Zeiten des Hungerns. Darauf ist unser Körper eingestellt. Er kann beispielsweise Zucker speichern, aus Fett Energie gewinnen oder Eiweiß in Zucker umwandeln. Diese Fähigkeit war in damaligen Zeiten überlebensnotwendig. Heute gibt es keine Hungerzeiten mehr – und Fettdepots für schlechte Zeiten? Überflüssig!

Heute ernähren wir uns von denaturierten Lebensmitteln, Fertiggerichte mit Aroma- und Farbstoffen, Stabilisatoren und Geschmacksverstärkern und vor allem von schnell verfügbaren Kohlenhydraten in Form von Brot, Nudeln, Kartoffeln und natürlich Süßigkeiten im Überfluss. Geht es nach dem US-Mediziner und Wissenschaftler Robert Lustig, ist es vor allem der übermäßige Zuckerkonsum, der für unsere heutigen Zivilisationskrankheiten mit verantwortlich ist. „Ein bisschen Zucker ist kein Problem, aber eine große Menge tötet – langsam.“ 35 Kilo Zucker verbraucht ein durchschnittlicher Deutscher im Jahr. Das ist drei Mal so viel wie vor 50 Jahren und sechs Mal so viel wie vor 100 Jahren. Professor Lustig von der University of California findet „Zucker ist so gefährlich wie Tabak“. Es gäbe, so der Mediziner, heute auf der Welt 30% mehr Menschen, die an Adipositas, also Übergewicht, leiden, als an Unterernährung. Die Zahlen sprechen für sich:

  • Über acht Millionen Menschen leiden an Diabetes.
  • Pro Jahr bekommen mehr als 200 000 Menschen einen Schlaganfall.
  • Die Herzinfarkte pro Jahr liegen bei 300 000.
  • Nach Schätzungen haben etwa 15 % der deutschen Bevölkerung einen Reizdarm.

Es ist wohl an der Zeit, sich über den Stellenwert von Zucker und Kohlenhydraten Gedanken zu machen. Im Kampf gegen Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kürzlich eine deutlich striktere Leitlinie für den Zuckeranteil in der Ernährung eingeführt. Statt bisher höchstens zehn Prozent solle der Anteil versteckten Zuckers (Sacharose, Fruktose und Glukose) nun möglichst nur noch bis zu fünf Prozent betragen. Der halbierte Grenzwert bedeutet, dass ein Erwachsener pro Tag nicht mehr als 25 Gramm Zucker, das heißt sechs Teelöffel davon, zu sich nehmen soll. Allein in einer Dose Limonade sind durchschnittlich zehn Teelöffel Zucker enthalten, in einem Eßlöffel Ketchup bereits ein Teelöffel.

Kohlenhydrate, unser Haupt-Nahrungsbestandteil, werden zu Zucker, oder letztlich zu Glukose, abgebaut. Wer sich also hauptsächlich von Brot, Nudeln, Nachspeisen, Kuchen und Torten ernährt,  den Sonntagsbraten mit Knödeln oder Kartoffeln verzehrt oder, weil’s gesünder sein soll, zu braunem Zucker, Honig oder Fruchtzucker greift, strapaziert letztlich und auf lange Sicht gesehen Magen, Darm und Gefäße, Leber und Bauchspeicheldrüse, nährt Pilze und Parasiten im Darm und bringt das fragile Stoffwechsel-Gleichgewicht im Körper durcheinander.

Die Lösung scheint einfach: Kohlenhydrate reduzieren oder weglassen. Hier einige Tipps:

  • Lassen Sie mittags oder abends einfach die Sättigungsbeilagen weg und essen Sie stattdessen ein Stück Lachs mit Gemüse oder leckerem Salat.
  • Ein Omelett mit Gemüsesticks zum Frühstück? Alles Gewöhnungssache.
  • Selbstgemachtes Low Carb-Brot? Rezepte oder Backmischungen gibt’s im Internet
  • Süßen Sie wenn nötig mit gesunden, insulinunabhängigen Zuckeralternativen (Sukrin, Xylit)
  • Kochen Sie frisch und würzen Sie mit Kräutern statt mit viel Salz
  • Geben Sie BIO-Fleisch und Gemüse den Vorzug (mehr Nähr- und weniger Schadstoffe) und essen Sie mindestens einmal pro Woche fetten Lachs (Omega 3-Fettsäuren).

Alles Gute!

Weitere Informationen:
http://www.naturheilpraxis-freier.de

Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
Elke Maria Freier, Heilpraktikerin, Körpertherapeutin, Heilpraktikerin Elke Freier Grafing bei München, 85567 Grafing bei München
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