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Von Familienaufstellung zur Traumaaufstellung


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17.11.2011

Ein Artikel von Helmut Laber

Fortsetzung des letzten Artikels über Familiäre Verstrickung

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Die eigene innere Spaltung

Eine innere Spaltung kann mit noch so viel Nachdenken oder Gespräch nicht entdeckt werden. Diese Spaltung zeigt sich aber in den Trauma-Aufstellungen und hier liegt die wesentliche Fortführung von klassischen Familien-Aufstellungen. In Trauma-Aufstellungen wird generell das eigene Anliegen aufgestellt und der Klient ist von Beginn an selbst in seiner eigenen Aufstellung vertreten. Er übernimmt damit die Führung und kann sein eigenes, bisher unbewusstes Verhalten, erleben und erkennen. Stellvertreter von Anliegen bekommen unvermittelt Zugang zu innerem Wissen und Erleben des Klienten. In der Art der Beziehung zu, und im Umgang mit seinem Anliegen, das ja als Person aufgestellt ist, finden wichtige Klärungsprozesse statt. Eigene Spaltungen können dabei erkannt werden.

Das Anliegen

Das Gehen mit dem Anliegen ist der zentrale Punkt von Trauma-Aufstellungen. Auf diese Weise erleben die Klienten, dass sie in sich das angemessene Vorgehen für innere Veränderungen vorfinden. Die Aufstellung geht nur so weit wie das Anliegen es ausdrückt. So beginnt der therapeutische Prozess bereits zuhause im Ringen um ein eigenes wichtiges Anliegen. Das Anliegen beinhaltet das bekannte Problem und einen Veränderungswunsch dazu.

Lösungen

Im Unterschied zu Familien-Aufstellungen werden keine familiären Ordnungen angestrebt und herbeigeführt. Dies sind meist illusionäre Vorstellungen von symbiotisch verstrickten eigenen kindlichen Anteilen, die immer noch versuchen sich so zu verhalten, dass es den Eltern oder anderen Familienmitgliedern gut geht. Oft ist dies der erste wichtige Schritt, zu erkennen wie hilflos man als Kind inmitten eines traumatisierten Familiensystems aufgewachsen ist, in dem es mitunter keinen Halt zu finden gab und gibt. Hilfreich wird hier erlebt, sich von illusionären Heilsvorstellungen anderer zu trennen und die Realität anzuerkennen, so wie sie ist. Nach 2 Weltkriegen im letzten Jahrhundert sind leider die meisten Personen die den Krieg miterlebt haben und deren Kinder traumatisiert und innerlich gespalten geblieben. Wirkliche Lösungen ergeben sich nicht aus den Vorstellungen und Ordnungen des Aufstellungsleiters, sondern sie zeigen sich je nach Art des Anliegens das der Hilfesuchende mitbringt. Oft ist dies im ersten Schritt nur der Wunsch zu verstehen, was da im eigenen Leben zu Problemen geführt hat. Dies wird dann im Aufstellungsgeschehen meist deutlich aufgezeigt und führt zu mehr Klarheit und neuem Verstehen des eigenen Lebens. In einem weiteren Anliegen kann dann ein nächster Schritt hin zu einer heilsamen Veränderung eingebracht werden. Das Ziel einer Traumatherapie über Trauma-Aufstellungen ist das Ankommen bei sich selbst, einer inneren Instanz der man in jeder Lebenslage vertrauen kann. Der Weg führt über das Erkennen der Umstände unter denen man aufgewachsen ist und den Folgen die es mit sich gebracht hat, dem Erkennen eigener innerer Spaltungen, dem Unterscheiden von fremden und eigenen Gefühlen, dem Loslassen fremder und dem Integrieren eigener Gefühle und Körperempfindungen, zum Ankommen bei sich selbst.

Weitere Informationen:
http://www.praxis-laber.de/index.php?menue=Newsletter

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