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Haarausfall - Naturheilkundliche Lösungen

02.01.2007

Ein Artikel von Iris Muthmann

Haarausfall aus medizinischer Sicht

Der gesamte Mensch unterliegt einem naturgegebenen Rhythmus ? so auch seine Haare: Sie befinden sich fortwährend in einer Wachstumsphase, in einer Ruhephase und irgendwann dann auch in der Ausfallphase. Daher sollte man nicht gleich beunruhigt sein, wenn sich mal ein paar Haare mehr als üblich in der Haarbürste befinden. Vom Haarausfall spricht man erst dann wenn täglich mehr als hundert Haare ausfallen. Aus medizinischer Sicht ist der Haarausfall in drei Kategorien unterteilt:

  • diffuser Haarausfall
  • kreisrunder Haarausfall
  • Glatzenbildung

Die erstellten Diagnosen lauten in der Regel auf hormonell oder erblich bedingtem Haarausfall. Entsprechende Medikamente in Form von Alkohol-, Hormon- und/oder Cortisonhaltigen Tinkturen werden verordnet, ohne dass den Betroffenen jedoch wirklich geholfen werden kann.

Da drängt sich die Frage auf, ob die bisher gestellten Diagnosen vollständig und richtig waren, oder ob die Lösung des Haarausfall-Problems nicht in einer ganz anderen Richtung zu suchen ist.

Haarausfall aus naturheilkundlicher Sicht

Aus naturheilkundlicher Sicht ist der Haarausfall ein Signal des Körpers, mit dem er deutlich macht, dass er seine Balance verloren hat. Dieses Ungleichgewicht kann sowohl die körperliche, als auch die psychische Ebene betreffen.

Je massiver sich der Haarausfall darstellt, umso gravierender ist das gesundheitliche Problem, welches sich dahinter verbirgt. Es gilt nun herauszufinden, wo die eigentliche Ursache des Haarausfalls liegt, damit das Problem dauerhaft gelöst werden kann.

Zum Thema erblich bedingter Haarausfall

Haarverlust ist sicherlich nicht in dem Sinne erblich bedingt, wie es generell verstanden wird. Vererbt sind eher die Gewohnheiten des elterlichen Verhaltens, als die Anlage zur Glatze!

Im Allgemeinen wird angenommen, dass "Anlagen" vom Großvater auf den Vater und von diesem auf den Sohn weiter - "vererbt" werden. Wenn nun der Vater - als das Vorbild des Sohnes - viel Fleisch und Süßes isst, Kaffee und Bier in Mengen trinkt, 20 Zigaretten pro Tag raucht, ein gestresster Typ ist - und über die Jahre eine Glatze bekommt, wundert sich niemand, wenn der Sohn, der sich die selben Gewohnheiten zu eigen gemacht hat, auch seine Haare verliert.

Zum Thema hormonell bedingter Haarausfall

Die Therapie, die der Diagnose hormonell bedingter Haarausfall folgt, berücksichtigt ausschließlich den momentanen Hormonstatus. Es wird sofort begonnen, das Symptom mit entsprechenden Medikamenten (Pille, Hormonspritzen etc.) zu bekämpfen, ohne den gesamten Menschen zu betrachten und zu hinterfragen, warum die Hormone aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Wenn man berücksichtigt, dass der Hormonhaushalt immer im Zusammenspiel mit dem Säure-Basenhaushalt funktioniert, sollte man als Ursache für den Haarausfall auch eine Übersäuerung des Körpers in Betracht ziehen. In dem Fall wäre die medikamentöse Behandlung - inklusive ihrer Nebenwirkungen - überflüssig.

Der Zusammenhang zur Übersäuerung des Körpers

Im körperlichen Bereich liegt dem Haarausfall stets eine Übersäuerung des Körpers ? eine so genannte Azidose - zugrunde. Eine Azidose ist eine Anhäufung von Säuren in Blut und Gewebe und hat zur Folge, dass das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers in negative PH-Werte verschoben wird. Die Verschiebung des Säure-Basen Gleichgewichts in den sauren Bereich kann - neben dem Haarausfall - begleitende gesundheitliche Störungen zur Folge haben.

Woher kommen die Säuren im Körper?

Die Säurebildung kann verschiedene Ursachen haben:

  • Der Verzehr von: Nahrungs- und Genussmitteln, vor allem tierische Eiweiße (Fleisch, Wurst, Käse, Fisch, Eier, Milchprodukte, Weißmehlprodukte, Süßwaren, Kaffee, schwarzer Tee, süße Getränke, Mineralwasser, Alkohol und Nikotin.
  • Stress, Ärger, negative Gedanken, Bewegungsmangel, Zahn- und Umweltgifte erzeugen ebenfalls belastende Säuren im Organismus.
  • Eine Überernährung mit säurebildenden Lebens- und Genussmitteln verursacht zudem Gärungen im Dünndarm und Fäulnis im Dickdarm. Die dadurch entstehenden Blähungen entwickeln Ammoniakgase, die aufgrund ihrer Toxität den gesamten Organismus belasten. Insbesondere wird die Leber massiv gefordert.

Normalerweise werden alle im Körper entstandenen Säuren (siehe oben) mit Mineralstoffen neutralisiert und über die Nieren ausgeleitet. Für diese Neutralisation verwendet der Organismus u.a. die im Haarboden eingelagerten Mineralstoffe und speichert an deren Stelle dort die Stoffwechsel-schlacken ab. Der beginnende Haarausfall ist daher häufig ein erstes Anzeichen für den massiven Abbau von Mineralstoffen innerhalb des Haarbodens.

Der Zusammenhang zum Darm

Die Naturheilkunde besagt, dass jede Darmzotte energetisch mit einer Haarpapille in Verbindung steht. Mit anderen Worten: Man kann über den Zustand der Kopfhaut immer Rückschlüsse auf den Zustand des Darmes ziehen. Daher spielt der Darm beim Thema Haarausfall - aber auch bei allen Kopfhaut- und Haarproblemen - eine bedeutende Rolle

Oftmals geht der Haarausfall mit verschiedenen Symptomen wie Blähungen, Verstopfung oder Durchfall einher; allerdings nicht zwangsläufig. Eine Nährstoff-Verwertbarkeitsstörung kann beispielsweise vorhanden sein, ohne dass der Darm in o.a. Form reagiert.

Wenn die Darmfunktion gestört ist, kann die aufgenommene Nahrung nicht richtig verstoffwechselt werden. In der Folge kommt es zu Mangelerscheinungen im Körper. Da die Nährstoffversorgung des Haarbodens für den Organismus nicht lebenswichtig ist, wird er mit den vorhandenen Nährstoffen erst einmal das Organsystem versorgen. Der Haarboden erleidet einen Nährstoffmangel, wodurch die Haarwurzeln unterversorgt werden. In der Folge entwickelt sich der Haarausfall.

Grundsätzlich gilt daher die dringende Empfehlung ? ganz unabhängig davon, ob eine Störung der Darmfunktion spürbar ist, oder nicht - den Darm in die Haarausfall-Behandlung einzubeziehen.

Der Zusammenhang zur Psyche

Die Haare spiegeln in ihrer Stärke und in ihrem Glanz unsere Stärke und unseren Glanz wider. Sind wir ?in Form? und gesund; sind es unsere Haare auch. Stellen sich in irgendeiner Form Kopfhautprobleme wie beispielsweise Haarausfall ein, ist das ein Zeichen dafür, dass der Mensch sein Gleichgewicht verloren hat. Haare vermitteln uns tiefe Botschaften, wenn wir offen und aufmerksam die Signale aufnehmen.

Da unsere Haare Vitalität und Kraft symbolisieren, zeigt der Verlust der Haare einen Verlust an Kraft, Macht, Einfluss, Gesichtsverlust. Haarausfall kann sogar durch Verlustängste hervorgerufen werden (Angst vor Neuem oder Unbekanntem). Durch den Verlust der Haare wird noch mehr Angst geschürt: die Angst, das, was noch geblieben ist, auch noch zu verlieren und letztlich mit nichts dazustehen. Ohne Haare, ohne Vitalität, ohne Kraft.

Hier ist die Lösung, die Ängste zu ergründen, abzubauen und wieder ins Leben einzusteigen. In dem Maße, in dem die Ängste nachlassen, wird auch der Haarausfall zurückgehen.

Aus naturheilkundlicher Sicht ergibt sich die Notwendigkeit, den vom Haarausfall betroffenen Menschen in seiner Ganzheit zu betrachten. Das Gleichgewicht im körperlichen, wie auch im psychischen Bereicht muss wieder hergestellt werden.

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