Shopping-Bulimie

Shopping-Bulimie

Wo endet das Shoppen und beginnt der Zwang?

Als ich das Wort „Shopping-Bulimie“ das erste Mal hörte, konnte ich mir ein Lächeln nicht verkneifen. „Bitte was? Ein neuer Trend aus den USA oder einfach ein schlechter Scherz?“ Doch bei genauerer Betrachtung dieses Phänomens verschwand mein Lächeln nach und nach.

Shopping-Bulimie bezeichnet eine Art Kaufsucht, bei der der Kick darin besteht, im Überfluss zu kaufen – nicht zu haben! Doch was ist daran so schlimm? Auch das war eine meiner Fragen.

Es ist wie bei anderen Süchten oder Zwängen auch. Nach dem Hochgefühl folgt der Fall.

Viele Betroffene beschränken sich auf das Bestellen im Internet. Sie ersparen sich somit die Scham, ständig in den Geschäften die gekauften Sachen zurückzugeben. Außerdem entgehen sie so dem Risiko, nicht das ausgegebene Geld, sondern eine Gutschrift erstattet zu bekommen. Online funktioniert das viel besser! Aussuchen, bestellen, liefern lassen. Von Klick zu Klick steigt das Glücksgefühl und erreicht seinen Höhepunkt, wenn der Paketbote endlich an der Tür klingelt.

Einige Betroffene erzählen, dass sie Kleidung die sie bestellen, anziehen, sich darin fotografieren und diese Bilder manchmal  in sozialen Netzwerken posten. Dann ist es vorbei – das Glücksgefühl. Bei anderen ist es schon nach dem Auspacken der Pakete verflogen. Was dann bleibt ist die Ernüchterung. In einem Berg von Kleidung sitzend geht es wieder ans Einpacken und Zurückschicken, oft nicht, ohne sich zu schämen. Doch meist schon am nächsten Tag kommen neue Pakete, neue „Streicheleinheiten“ für die Seele.

Verschulden müssen sich die meisten Betroffenen nicht, denn ihnen liegt nichts daran, die Sachen zu behalten. Anstatt des Geldbeutels leiden die sozialen Kontakte. Anstatt sich mit Freunden zu treffen, am Leben da draußen teilzunehmen, isolieren sie sich, sitzen sie vor ihren Laptops oder Smartphones  und klicken sich durch die bunte Shoppingwelt um dann wie gebannt auf das verheißungsvolle und erlösende Klingeln an der Haustür zu warten! Verabredungen werden abgesagt, Termine verschoben. In einigen Fällen ist ein „normales“ Leben so nicht mehr möglich. Ein Teufelskreis, aus dem es schwer einen Ausstieg gibt.

Einige Versandhäuser reagieren bereits darauf, in dem sie „schwarze Schafe“ nur noch nach Vorkasse beliefern.  Für die an Shopping-Bulimie Leidenden ist das allerdings keine Hilfe. Sie wandern weiter über die virtuelle Shoppingmeile. Ein neuer Klick – ein neuer Kick.

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http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/coaching-grit-scheffczyk-stelle.html

Kommentare zu diesem Artikel

Oliver Klein (http://kleinesonne.de) schrieb am 02.12.13 dazu:

Ein erster Schritt wäre die Rücksendungen generell vom Käufer bezahlen zu lassen. Das unnötige Bestellen mit eingeplanter Rücksendung macht für uns alle nicht nur die Waren teuerer, weil diese Rücksendequoten vom Handel natürlich eingepreist werden, sondern verstopft auch die eh schon überlasteten Paketdienste doppelt. Löst das Problem der Betroffenen nicht aber einen kleinen Beitrag könnte man mit den Rücksendekosten da schon leisten.

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