Flying Monkeys

Flying Monkeys

Flying Monkeys bei Narzissten: Psychologische Dynamiken und Instrumentalisierung

Abstract

Dieses Papier untersucht das Phänomen der sogenannten „Flying Monkeys“ im Kontext narzisstischer Persönlichkeitsstörung. Flying Monkeys sind Personen im sozialen Umfeld eines Narzissten, die instrumentalisiert werden, um Kontrolle auszuüben, das Opfer zu isolieren und psychische Schäden zu verstärken. Durch die Analyse bestehender Literatur werden die psychologischen Mechanismen, die Motivation der Unterstützer sowie die Auswirkungen auf das Opfer beleuchtet. Abschließend werden Interventionen und präventive Maßnahmen diskutiert.

Einleitung

Der Terminus „Flying Monkeys“ entstammt dem Film Der Zauberer von Oz, in dem die fliegenden Affen des Bösewichts Befehle ohne eigenständiges Handeln ausführen (Green, 2019)¹. Psychologisch bezeichnet er Personen, die im Umfeld eines Narzissten als verlängerte Arme fungieren, um soziale Kontrolle auszuüben und das Opfer zu schädigen. Diese Dynamik ist besonders relevant im Rahmen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung (DSM-5; American Psychiatric Association, 2013)².

Theoretischer Rahmen

Projektion und Spaltung

Narzissten neigen zu Projektion und spalten ihre Wahrnehmung in idealisierte und entwertende Kategorien. Unterstützer übernehmen unbewusst projizierte Attribute und handeln gegen das Opfer (Miller & Campbell, 2008)³. Diese Mechanismen destabilisieren das soziale Umfeld des Opfers und fördern die Isolation.

Manipulation und soziale Kontrolle

Subtile Manipulationstechniken, wie Gaslighting, werden eingesetzt, um Loyalität zu sichern und Unterstützer an den Narzissten zu binden (Sweet, 2017)⁴. Flying Monkeys handeln häufig aus Angst, sozialer Abhängigkeit oder dem Streben nach Bestätigung. Dabei werden sie instrumentalisiert, ohne die Konsequenzen ihres Handelns voll zu reflektieren.

Systemische Verstärkung

In familiären oder beruflichen Systemen kann das Phänomen eine verstärkende Wirkung entfalten. Wenn mehrere Individuen die Perspektive des Narzissten übernehmen, entsteht ein Umfeld, das die Wahrnehmung des Opfers kontinuierlich in Frage stellt. Dieses Muster entspricht Konformitätsmechanismen sozialpsychologischer Forschung (Asch, 1956)⁵.

Psyche der Flying Monkeys

Flying Monkeys agieren selten bewusst schädigend. Ihre Handlungsmotivation basiert auf Loyalität, sozialer Abhängigkeit, Übernahme verzerrter Narrative und Angst vor Sanktionen oder Isolation (Stout, 2005; Twenge & Campbell, 2018)⁶⁷. Psychologische Folgen umfassen Schuldgefühle, Selbstentfremdung und ggf. später Reaktanz oder Abwendung.

Typische Rollen

  • Familie: Geschwister, Eltern, Partner, die unbewusst das Opfer angreifen.
  • Kollegen und Freunde: Verstärken Manipulation in sozialen oder beruflichen Kontexten.
  • Autoritätspersonen: Lehrer, Therapeuten oder Vorgesetzte, die unbewusst die Sicht des Narzissten übernehmen (Campbell & Foster, 2007)⁸.

Auswirkungen auf das Opfer

  • Soziale Isolation: Verstärkung der Abgrenzung des Opfers.
  • Kognitive Dissonanz: Zweifel an eigener Wahrnehmung und Realität.
  • Langfristige Traumatisierung: Potenzielle Entwicklung einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (Herman, 1992)⁹.

Intervention und Prävention

  • Psychoedukation: Aufklärung über Dynamiken und Manipulationstechniken.
  • Abgrenzung: Kontrollierte Reduktion des Kontakts zu Flying Monkeys.
  • Therapeutische Unterstützung: Traumatherapie und systemische Beratung.
  • Organisatorische Maßnahmen: Richtlinien zur Prävention von Machtmissbrauch und Mobbing.

Fazit

Flying Monkeys sind häufig selbst Opfer narzisstischer Dynamiken, werden jedoch aktiv zur Isolation und Manipulation anderer eingesetzt. Das Verständnis dieser Mechanismen ist entscheidend für Prävention, therapeutische Intervention und die Unterstützung sowohl der Opfer als auch der unbewusst instrumentalisierenden Unterstützer.

Literaturverzeichnis

  • Green, A. (2019). Flying Monkeys and Narcissistic Abuse. PsychCentral.
  • American Psychiatric Association. (2013). Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (5th ed.).
  • Miller, J., & Campbell, W. (2008). The Narcissism Epidemic. Free Press.
  • Sweet, D. (2017). Narcissism and Gaslighting in Relationships. Journal of Personality Disorders, 31(6), 775–789.
  • Asch, S. E. (1956). Studies of Independence and Conformity. Psychological Monographs, 70(9).
  • Stout, M. (2005). The Sociopath Next Door. Broadway Books.
  • Twenge, J., & Campbell, W. (2018). The Narcissism Epidemic: Living in the Age of Entitlement.
  • Campbell, W., & Foster, J. (2007). The Narcissistic Self. In Handbook of Self and Identity (2nd ed.).
  • Herman, J. L. (1992). Trauma and Recovery. Basic Books.
  • Weitere Informationen:
    https://www.therapeutenfinder.com/login/artikeleingeben.html

    Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
    Dr., Diplom-Pädagogin, Pädagogische Psych., Claudia J. Schulze, Gutachten, Lerntherapie, Supervision (Päd. Grundberufe; Didaktik, Methodik, Analysen), Psych. Beratung, Psychotherapie, Praxis für Lerntherapie & Lerntraining / Familientherapie / Psychotherapie (HPG), 78052 Villingen-Schwenningen
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    Dr Diplom-Pädagogin Pädagogische Psych Claudia J Schulze Gutachten Lerntherapie Supervision Päd Grundberufe  Didaktik Methodik Analysen Psych Beratung Psychotherapie  Praxis für Lerntherapie  Lerntraining  Familientherapie  Psychotherapie HPG 78052 Villingen-Schwenningen Dr., Diplom-Pädagogin, Pädagogische Psych., Claudia J. Schulze, Gutachten, Lerntherapie, Supervision (Päd. Grundberufe; Didaktik, Methodik, Analysen), Psych. Beratung, Psychotherapie,
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    http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/burnout-beratung-therapie-vs-villingen-claudia-j-schulze.html

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