Helfersyndrom - Wenn Helfen zur Sucht wird

Helfersyndrom - Wenn Helfen zur Sucht wird

Raus aus der Aufopferungsfalle

Einer der wichtigsten "Glaubenssätze", den ich 1987 aus den USA am Ende eines interessanten Jahres als Austauschschüler mitgebracht habe, ist: "Tu niemals Dinge für andere Menschen, die sie selbst erledigen können".

 

Was auf den ersten Blick vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig klingt, ist im Grunde die beste Medizin gegen Ausbeutung und Selbstabwertung. Es ist der wahrscheinlich wirksamste Schutz gegen das chronisch vernichtende Helfersyndrom.

 

Ist HELFEN wollen eine schlechte, eine schädliche Eigenschaft?

Zu den "gesellschaftlichen Erwartungen" gehört, dass man sich als Solidargemeinschaft um die armen, kranken und schwachen Menschen kümmern soll. Kirchen nennen es "Nächstenliebe". Unser gesamtes Gesundheits- und Sozialsystem fußt darauf. Doch was passiert, wenn ich als helfendes Individuum eines Tages falle? Fängt mich der Staat, die Gesellschaft meiner Lebensleistung entsprechend wohlwollend auf? Wird Staat und Gesellschaft es zu schätzen wissen, dass ich das Wohl der anderen fast immer vor dem eigenen Wohl gestellt habe? - Bis zur körperlichen- und oder geistigen Erschöpfung? Andere Menschen denken sehr viel weniger über mich nach, als ich denke. Dass steckt als bittere Wahrheit im "amerikanischen" Glaubenssatz und auch, hätte ich es vorher schon gelesen, in der deutschen Literatur: "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, Der Mohr kann gehen". [Friedrich Schiller.] So amerikanisch ist der Tipp, die Lebensweisheit zur Vermeidung des Helfersyndroms also gar nicht. Die Wahrheit kann hart und in wenigen Worten daherkommen.

 

Ursachen

Besonders anfällig fürs Helfersyndrom sind Menschen in sozialen Berufen. Von der Kindergärtnerin bis zum Arzt. Selbst bei der Partnerwahl entscheiden sie sich so auch signifikant oft für Alkoholiker, psychisch oder körperlich eingeschränkte Menschen. Aus dem Ansporn einfach immer und überall helfen zu wollen, wird am Ende Liebe aus Mitleid. Aus dem helfen wollen ein helfen müssen. 24/7. Schließlich ist man ja jetzt ein Paar. - Vielleicht auch Familie, so richtig komplett mit Hund, Kind und Schwiegermutter. - Rund um die Uhr. Schädlich wird eine solche Symbiose spätestens dann, wenn die Selbstaufgabe und oder Selbstaufopferung zum nahezu völligen Abbau des eigenen Selbstwertgefühls führt.

 

Druck und Stress

Wenn Druck und Stress ins Unermessliche wachsen, wenn man am (selbst) geforderten Perfektionismus innerlich zerschellt, reagiert der Körper mit Warnsignalen, mit Herzinfarkt, Krebs und oder Burnout. Das Gegenmittel dafür heißt Selbstliebe. Nur wer sich selbst lieben kann, kann seine eigenen Selbstheilungskräfte aktivieren und letztendlich damit auch die moderne Gerätemedizin erheblich bei der Gesundung unterstützen. Doch allein mit Geräten und oder Medikamenten ist es in der Regel nicht getan. Selbstheilungskräfte aktivieren sich im geschwächten Körper nicht einfach so. Mentale Stärke kommt vielmehr aus Gesprächen, aus Begleitung, aus und durch Aufarbeitung der Geschehnisse. Als erfahrener Familientherapeut und Suchtexperte begleite ich Sie engmaschig über mehrere Wochen / Monate. Rufen Sie mich an, damit wir gemeinsam das für Sie richtige Paket schnüren können: 01522 98 555 38.

 

Weitere Informationen:
http://www.raucherentwoehnung-am-wochenende.de/helfersyndrom-wenn-helfen-zur-sucht-wird

Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
Dipl. Soz. Wiss., Stefan Mehler, Paartherapeut und Suchtexperte bei Alkohol- / Nikotinsucht, Spanking Therapie - Center in Bottrop, 46236 Bottrop
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Dipl Soz Wiss Stefan Mehler Paartherapeut und Suchtexperte bei Alkohol-  Nikotinsucht  Spanking Therapie - Center in Bottrop 46236 Bottrop Dipl. Soz. Wiss., Stefan Mehler, Paartherapeut und Suchtexperte bei Alkohol- / Nikotinsucht,
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http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/paartherapie-stefan-mehler-muelheim-an-der-ruhr.html

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