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Was ist Suggestion?


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15.12.2007

Ein Artikel von Manuel Krekeler

Der Ausdruck "Suggestion" bedeutet: Beeinflussung (lat.sugestio=hinzufügen und suggerere=unterschieben). Es gibt zwei Arten von Beeinflussungen (Suggestionen) und zwar die Beeinflussung von außen ( Hetereosuggestion) und die Selbstbeeinflussung (Autosuggestion). Der Ausdruck "Suggestion" bezeichnet entweder den Vorgang der Suggestion oder den Inhalt der Suggestion. Betrachten wir die Beeinflussung von außen: Es gibt kaum eine Kommunikation, in der nicht suggestive Elemente beteiligt sind. Das Ergebnis dieser gegenseitigen Beeinflussungen sind nicht immer leicht erkennbar oder nachprüfbar. Dennoch steht fest, dass mit den Mitteln der Suggestion außergewöhnliche Wirkungen auf der seelischen und körperlichen Ebene erreichbar sind. Die Verbindung von Suggestion und Hypnose ist deshalb nahe liegend, weil der hypnotische Bewusstseinszustand das Annehmen von Suggestionen stark fördert. Erklärbar ist dies aus der Eigenschaft des hypnotischen Bewusstseinszustands, die Konzentrationsleistung erheblich zu steigern, als auch die Wahrnehmungsbreite und auch den Kontrollmechanismus einzuschränken.

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Dadurch eröffnen sich im therapeutischen Bereich wirkungsvolle und durch ihre Einfachheit verlockende Wege. Diese Anwendung der Hypnose ist in der breiten Öffentlichkeit bekannt und führt zu der bereits öfters gehörten und gelesenen Behauptung, Hypnose wäre ein suggestives Therapieverfahren. Tatsächlich ist aber Hypnose weder ein Therapieverfahren, noch ist sie suggestiv. Hypnose ist ein Bewusstseinszustand mit besonderen Möglichkeiten. Suggestionen sind nicht an Hypnose gebunden und können auch außerhalb der Hypnose erteilt werden und wirken.

Bühnenhypnose

Die Erfahrung der Hypnose und der darauf folgenden Suggestionen zeigen sich besonders erschreckend in der Bühnenhypnose. Da wird das Opfer auf ein paar Worte hin zum sich kratzenden Affen, beißt lustvoll in eine Zitrone die als süße Orange dargeboten wird, entkleidet sich schwitzend in der suggerierten Hitze, lässt sich Rasierschaum als Schlagsahne verabreichen und vieles mehr. Im Grunde genommen handelt es sich bei der Bühnenhypnose um einen Suggestibilitätstest der unterhaltsam verpackt wird und dessen eigentliches Ziel, die Auswahl von Hochhypnotisierbaren, durch die Show verschleiert wird. Erschreckend aber für diejenigen, die fürchten, unbemerkt und ungewollt Opfer persönlichkeitsfremder Manipulationen zu werden, faszinierend für diejenigen, die hoffen, auf diese Weise von gesundheitlichen Störungen befreit zu werden.

Massensuggestion

Vielfach gefährlicher sind die Möglichkeiten der Massenmanipulation. Kriege wären ohne Hypnose und Suggestion nicht führbar. Durch suggestive Manipulationen wie "Für Volk und Vaterland" wurde millionenfach gemordet, nachzulesen auf vielen Gedenktafeln bei Soldatenfriedhöfen und auch andernorts. Massenmanipulation ist für die Betroffenen sehr schwer erkennbar, da ihre gesamte Umgebung weitgehend demselben Wahnverhalten folgt und die zugrunde liegende Wahnidee zur "Norm" wird. Vor allem die suggestive Übertragung von "bösen" Eigenschaften auf die gegnerische Seite fällt in unserer Kultur leicht und fördert eine Schwarz/Weiß-Sicht der eigenen Person und der Welt. Verdrängte "böse" Anteile des eigenen Ich werden auf äußere Feindbilder verlagert. Logisches Denken ist bei solchen suggestiven Übertragungen hinderlich und es fällt daher kaum jemand ein, das eigene Lager einer genaueren Analyse zu unterziehen. Noch schwerer fällt verständlicherweise die Analyse des eigenen Selbst. Dass die hier und heute wirksamen Suggestionsfelder den meisten verborgen bleiben, liegt auch daran, dass die Suggestionsmethoden wesentlich verfeinert wurden. Deutlich erkennbar ist dies am Beispiel Atomkraft: Jeder Mensch kann sich heute in wissenschaftlichen Publikationen informieren, die Fakten sind bekannt. Es gibt jede Menge Atomunfälle in den verschiedenen Kraftwerken, die Technik ist nicht völlig sicher beherrschbar, das unlösbare "Abfall-Problem", über Jahrtausende wirksame und schädigende Radioaktivität um nur einiges zu nennen. Auf der anderen Seite wird nur wenig unternommen um alternative Energiegewinnungsmethoden zu fördern und damit die Versorgung sicher zu stellen.

Erziehung und Suggestionen

Anhand einiger Hinweise möchte ich das subtile Wesen und die Wirkung der Suggestion in der Erziehung verdeutlichen. Was bedeutet Erziehung? Der Erzieher oder Erziehende möchte das Kind hinziehen zu einem vom Erzieher vorgegebenen Ziel, an dessen Vorstellung der Erziehende sich orientiert. Der Erfolg dieser Maßnahme wird daran gemessen, wie nahe das Kind den Vorstellungen (lieb, brav, artig, gehorsam, unauffällig) kommt. In der Schule findet die Erreichung oder Abweichung von diesem Ziel den Niederschlag in der Notengebung. Wäre die individuelle Entwicklung des Kindes das Ziel, müsste es statt "Erziehung" besser "Förderung" heißen.

Das Alter, in dem sich die Ich-Bildung des Kindes entwickelt, wird als "Trotzalter" bezeichnet und suggeriert das Erziehungsziel, den "Trotz" des Kindes zu brechen. Die üblichen Erziehungsmaßnahmen richten sich gegen die von den vorgegebenen Normen (suggerierten Werte) abweichenden Verhaltensversuche des Kindes. Zur Durchsetzung der Erziehung ist meistens noch körperliche Gewalt üblich. Damit wird die Suggestion gesetzt, dass der Körper für ein vom Erzieher unerwünschtes Verhalten bestraft wird. Diese Suggestion kann im Unterbewusstsein so stark verankert sein, dass sich der Betroffene später selbst mit unbewusst herbeigeführten Unfällen, körperlichen Krankheiten, usw. für ein Verhalten bestraft, das er mit dem Verstand (dem Bewusstsein) als richtig erachtet, aber gegen die tief im Unterbewusstsein eingeprägte Erziehungssuggestion verstößt.

"Wenn Du das noch einmal tust, dann hat Dich die Mama / der Papa nicht mehr lieb!" ist ein durchaus gängiger Satz in der üblichen Erziehung. Die damit gegebene Suggestion lautet: Du musst das, was sich in Dir auf diese "schädliche" Weise verhalten will, unterdrücken, sonst wende ich mich von Dir ab. Welch furchtbare Drohung einem unselbständigen Kind gegenüber, ist das Kleinkind doch auf seine Bezugspersonen lebensnotwendig angewiesen! Die in das Unbewusste verdrängten Persönlichkeitsanteile sind dadurch nicht verschwunden, sondern sie wirken weiter und suchen andere Ausdrucksfelder. Gelingt es nicht, ein Ersatzverhalten zu finden, können sich diese Kräfte selbstzerstörerisch auf die eigene Persönlichkeit zurückwenden und zu seelischen und körperlichen Erkrankungen führen.

Suggestionen in der Therapie

Der verlockende Weg, Suggestionen im Krankheitsfalle gegen Symptome einzusetzen ist daher oft nicht sinnvoll . Die therapeutische Suggestion würde sich oft gegen eine andere, ältere, tiefgründende richten. Wenn die Suggestionen dennoch erfolgreich sind, liegt es daran, dass der Therapeut in der seelischen Übertragungssituation an die Stelle der Erziehungsperson tritt und deshalb seine Suggestionen angenommen werden. Die Motive und Kräfte, die zur Erkrankung geführt haben, bleiben aber weiterhin im Dunkel des Unbewussten. In der Folge kann eine neue Belastung zum wiederkehren der alten Krankheitssymptome führen oder es tauchen neue Krankheitserscheinungen auf.

Wichtige Bereiche für die Arbeit mit Suggestionen sind die Schmerzbehandlung, bei Operationen anstelle der Narkose, Unterstützung von Heilungsprozessen bei Operationen, Schlaganfällen, Unfällen oder anderen Erkrankungen, allgemeine Steigerung der körperlichen und seelischen Leistungsfähigkeit. Ein besonderes Beispiel für heilsame Suggestionen ist die wissenschaftlich bewiesene Placebowirkung bei Medikamenten.

Prognosen sind auch Suggestionen. Wenn der Behandler zum Patienten sagt: "Damit müssen Sie leben, da kann man nichts machen." und das Unterbewusstsein den Satz suggestiv aufnimmt, bleibt dem Patienten nichts anderes mehr übrig als damit zu leben. Der Umkehrschluss bedeutet für das Unterbewusstsein, wenn ich meine Erkrankung nicht mehr habe, dann sterbe ich. Deshalb sollte eigentlich jeder therapeutisch Tätige die wichtigsten Grundlagen von Hypnose und Suggestion kennen, um grobe Fehler zu vermeiden. Auf der anderen Seite bieten sich dem Therapeuten hier ungeahnte Möglichkeiten den Gesundungsprozess beim Patienten zu unterstützen.

Ein wichtiger Umstand bei therapeutischen Interventionen ist auch das Weltbild oder Glaubensbild des Patienten. Passen Suggestionen nicht in das innere Bild des Patienten, werden die Suggestionen nicht oder nur teilweise angenommen. Kein Therapeut weiß, wie ein Patient seine, noch so gut gemeinten, Suggestionen inhaltlich interpretiert. Im Zustand der hypnotischen Trance erhaltene Suggestionen entfalten eine weitergehende Wirkung in dem Maß, wie sie zu lebendigen Imaginationen führen. Es geht dabei weniger um die Worte, als um das, was sie innerlich auslösen und gestalten helfen. Anders als bewusste Vorsätze können diese Erlebnisbilder mit ihrer Depotwirkung intensiv, beständig und nachhaltig das Verhalten bestimmen.

Autogenes Training

Jeder Mensch hat die Möglichkeit, sich selbst zu beeinflussen, unbewusst macht jeder Mensch tagtäglich diese Beeinflussungen. Das autogene Training ist eine auf Autosuggestion basierende Entspannungstechnik. Entwickelt wurde das autogene Training vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schutz (1884 - 1970). Das Erlernen des autogenen Trainings empfiehlt sich am besten in einer Kleingruppe, es kann jedoch auch im Selbststudium erlernt werden. Die Unterstufe des autogenen Trainings dient vor allem der Entspannung und besteht üblicherweise aus sieben Übungen, die nacheinander Ruhe, Schwere und Wärme in den Armen und Beinen, eine Beruhigung des Pulses und der Atmung, Wärme im Sonnengeflecht und Kühle der Stirn durch Selbst-Suggestion hervorrufen. In der Oberstufe des autogenen Trainings soll ein Problem mittels Suggestion so weit gelöst werden, dass die Person Heilung oder wenigstens Linderung erfährt. Über die Ursache des Problems wird nichts ausgesagt. Für viele Zwecke sind die Übungen der Unterstufe vollkommen ausreichend. In der Oberstufe geht es um vertiefte Selbsterkenntnis und um Charakterbildung.

Weitere Informationen:
http://www.ziele-finden.com

Weitere Artikel von Manuel Krekeler

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Kommentare zu Was ist Suggestion?

von: Robert Grimm

16.07.2008 06:38 Uhr

Ihre Ausführungen zu den Themen Suggestion + Hypnose sind sehr wirklichkeits nahe. Ich habe als 15 jähriger ungewollt sehr aussergewöhnliche Erfahrungen sammeln können. Einer meiner Jugendfreunde hat in mich so grosses Vertrauen gesetzt, dass er mir einfach jedes Wort uneingeschränkt geglaubt hat. Bald habe ich dann festgestellt, dass Er (Albert).alle meine Befehle sofort und ohne Widerspruch ausführte. Wenn ich ihm sagte, dass es sehr heiss sei, begann er sofort zu Schwitzen usw. Es ging sogar soweit, dass wenn ich ihm sagte: Siehst du dort kommt deine Mutter, dann hat er sie tatsächlich kommen sehen und eine fremde Person als seine Mutter begrüsst.
Da ich damals als 15 jähriger auf meine mir nun bewusst gewordenen Fähigkeiten sehr stoltz war, habe ich dies genutzt und auch meinen Kollegen vorgeführt, was mir viel Bewunderung eingebracht hat. Eines Tages habe ich dann aber festgestellt, dass dieses Verhältnis zu Albert nicht mehr tragbar ist.
In einem Zustand von Hypnose habe ich dann Albert mitgeteilt, dass er mir nichts mehr glauben dürfe und dass ich ihn immer nur beschwindelt habe. Als ich ihn dann aus der Hypnose zurückgeholt hatte und versuchte einen neuen Befehl auszuführen, hat er tatsächlich so reagiert, dass er zu mir sagte, dass er mir nichts mehr glaube. Ich fühlte mich erleichtert und wollte mit Hypnose nichts mehr zu tun haben. Fals Sie an weiteren, detaillierten Informationen über diese ungewöhnlichen Tatsachen interessiert sind, senden Sie mir ein Mail.
Mit freundlichen Grüssen Robert Grimm Schorenstrasse 1 8181 Höri CH
Tel oee 860 41 80


von: Sigrid PAtjens http://www.patens-web.de

29.04.2009 06:28 Uhr

Hallo,
entspricht es Ihrem Vorstellungsvermögen, dass Sie mit der plakativ und suggestiv formulierten Auffassung, dass in jedem "böse" Anteile schlummern, u.a. einen Beitrag dazu leisten, Verbrechen primär "zu verstehen" und nicht, sie zu ächten. Und Sie zusätzlich - in sehr weitgehendem Zusammenhang -faschistischen Entwicklungen Vorschub leisten?
mfg
Dr. Sigrid Patens


von: Jürgen Clausen http://www.jhc.1000seiten.de

21.12.2010 04:23 Uhr

Der beste Text, den ich bisher zum Thema "Suggestion" gelesen habe, herzlichen Glückwunsch Herr Krekeler. Vielen Dank!


von: Franz Josef Neffe http://www.coue.org

26.03.2011 02:01 Uhr

In SUGGESTION steckt das deutsche Wort GESTE; die Vorsilbe "sub (sug)" bedeutet "unten". In der neuen Ich-kann-Schule schaue ich zuerst einmal ins Herkunftswörterbuch. Wenn die römischen Legionäre die Ochsen, die ihre Karren zogen, fütterten, dann SUGGERIERTEN sie ihnen das Heu, d.h. sie bückten sich um es ihnen UNTER das Maul zu geben. Wenn Du selbst bereit bist, Dich zu beugen und weit genug herunterzukommen, dann frisst Dir (nicht nur der vierbeinige) Ochse aus der Hand. DAS ist SUGGESTION.
Unbedachterweise lassen wir uns SUGGESTION nicht von Herkunftswörterbuchinhabern sondern von Lehrstuhlinhabern definieren und übernehmen es auch noch unbedacht, wenn die von sich geben, was ihnen gerade so einfällt.
SUG-Gestion hat stets SOG-Wirkung; drum spreche ich in der Ich-kann-Schule auch von SOG-gestion. Was wir Hetero- und Auto-Suggestion nennen, lässt sich nicht trennen. Rein oberflächlich betrachtet mag es wie zwei Techniken aussehen, aber Suggestion ist unendlich viel mehr als Technik.
Schon É.Coué hat darauf aufmerksam gemacht, dass wir es hier mit einer unabläsig wirksamen Kraft in uns zu tun haben, die keine Pause kennt. Vom ersten bis zum letzten Atemzug unterliegen wir Suggestiv-Wirkungen in uns und auf uns und um uns, und wir haben die Fähigkeit, sie zu erkennen und zu gestalten.
Die Pädagogik ist sozusagen der todsichere Weg, dabei alles verkehrt zu machen. Unser ganzes Leben unterliegt suggestiven Wirkungen und die Pädagogik mit ihrem Mühegeben, Sichanstrengen und Sichüberwinden etc. treibt uns dazu, auf dümmstmögliche Weise unsere genialen, feinen Lebenskräfte zu brüskieren, zu blockieren und / oder in die Flucht zu schlagen. Der für fast nichts zuständige bewusste Verstand wird ständig überlastet; die tatsächlich zuständigen Kräfte im Unbewussten werden missachtet und mit Füßen getreten. Man behandelt sich selbst wie den bösen Feind und quält sich für´s Lernen. Gerade das enorm praktische und praktisch erfolgreiche System der Autosuggestion in der hohen Qualität von E.Coué. Kaum gehe ich mit meinen Geistes- und Seelenkräften GUT um, so erholen sie sich, kehren wieder und überbieten alles, was man ihnen je zugetraut hat. Jeder kann das jederzeit ganz konkret ausprobieren.
Die Pädagogik macht ErZIEHung mit DRUCK. Sie ignoriert stur, dass das ErDRÜCKung ist. Schuld sind immer die anderen, weil sie "nicht richtig mitgemacht haben". Die Pädagogik verwechselt also stur Gas- und Bremspedal und führt die in der Folge geschehenden Unglücke auf immer noch skurilere Defekte, Schwächen, Krankheiten im Kind zurück. Dieser Taschenspielertrick der Ablenkung vom Wesentlichen funktiuniert ebenfalls bestens durch Suggestion. Wenn wir nicht immer nur hilflos in ihren SOG geraten wollen, sollten wir langsam SOG-gestion verstehen und bedienen lernen.
Das autogene Training ist wieder nur eine eingeschränkte TECHNIK, also bestenfalls ein kleines Mosaiksteinchen aus dem großen Bild der Autosuggestion. In der Zeit als E.Coué durch seine enormen praktischen Erfolge die Autosuggestion zu einer weltberühmten Selbsthilfe-Methode machte, hieß das autogene Training übrigens autosuggestives Training.
Gustave LeBon hat vor über 100 Jahren schon gezeigt, wie hilfreich Massensuggestion wirken kann. Menschen sind zunächst einmal Multiplikatoren - in der Schulklasse z.B. für gute wie für schlechte Pädagogik. Das heißt, wenn die Pädagogik GUT ist, würde sie durch viele Schüler sogar noch verstärkt. Wenn sie schlecht ist, natürlich ebenso. Nun kann man ja einmal konkret untersuchen, welche Pädagogik gemacht wird, wenn die Beteiligten nach kleinen Klassen schreien.
Wenn jemand heute "Legasthenie feststellt", dann stnelle ich das stets sofort wieder locker, denn jede Feststellung ist eine Suggestion, die den Betroffenen an dem Punkt festbindet wie der Bauer die Ziege an den Pflock. Ich finde es haarsträubend, dass wir Leuten eine "Diagnose" glauben, die noch nicht einmal wissen, dass dieses Wort auf Deutsch "Durchblick" heißt. Sie haben keinen, aber wir nehmen sie ernst.
Wenn wir zu einem ehrlichen, einfachen Umgang mit unserer Suggestiv-Wirkung kommen, dann können wir so zuverlässig so gute Ergebnisse erreichen wie seinerzeit E.Coué. Das wäre ein gutes Ergebnis. Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe


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