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Markus Breitenberger 80469 MünchenMarkus Breitenberger
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80469 München

HPV


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24.10.2008

Ein Artikel von Markus Breitenberger

Neue Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO):

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Impfung gegen HPV (Humane Papillomaviren) für Mädchen von 12 bis 17 Jahren

In Deutschland erkranken jährlich ca. 6.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Im Jahr 2004 sind 1.660 Frauen an dieser Krankheit gestorben. Die Erkrankung tritt gehäuft zwischen dem 35. und 39. und vor allem zwischen dem 60. und 64. Lebensjahr auf.

Humane Papillomaviren konnten in mehr als 90% der bösartigen Tumore des Gebärmutterhalses nachgewiesen werden. Diese Krankheitserreger können durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern übertragen werden. Es gibt viele verschiedene Untergruppen dieses Virus. Sieben davon werden zu der sogenannten „High-Risk-Gruppe“ (Typ 16, 31, 18, 33, 35, 52, 73) gezählt. Ob sie auch verursachend an der Entstehung der Tumore beteiligt sind, ist nicht belegt. Im Laufe ihres Lebens infizieren sich ca. 70% der sexuell aktiven Frauen mit HPV. Nicht alle erkranken aber an Gebärmutterhalskrebs. Andere Faktoren für die Krankheitsentstehung bleiben daher von der Impfung unberücksichtigt. Bei der Mehrheit der infizierten Frauen (90%) ist auch ohne Behandlung nach ein bis zwei Jahren kein Virus mehr nachweisbar.

Die STIKO empfiehlt, alle Mädchen zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr zu impfen. Die Impfung mit drei Dosen sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein. Eine öffentliche Impfempfehlung für alle Jungen zwischen dem 9. und 15. Lebensjahr, die asymptomatisch infiziert sein können, wird derzeit diskutiert. Damit soll die Krankheitslast durch Gebärmutterhalskrebs reduziert werden. Der Impfstoff ‚Gardasil’ ist seit September 2006 zugelassen. Die Dauer der Immunität wird mit drei bis fünf Jahren angegeben, d.h. spätestens alle fünf Jahre wäre eine Nachimpfung nötig. Der Impfstoff schützt nur vor zwei der sieben Virus-Typen aus der „High-Risk-Gruppe“: HPV 16 ist in 50%, HPV 18 nur in 10% der bösartigen Tumore des Gebärmutterhalses nachweisbar. Damit wären geimpfte Personen nicht gegen Infektionen des Virus aus anderen Untergruppen geschützt. Die STIKO schätzt, lebenslange Nachimpfungen vorausgesetzt, dass ca. 140 Mädchen geimpft werden müssen, um einen Fall von Gebärmutterhalskrebs zu verhindern. Gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen müssen daher unverändert in Anspruch genommen werden. Erkennt man Gebärmutterhalskrebs im Frühstadium, kann er zu annähernd 100% geheilt werden. Meist verursacht dieser Tumor aber erst im fortgeschrittenen Stadium Symptome wie Schmerzen, Schmierblutungen bei Geschlechtsverkehr und blutigen Ausfluss.

Fazit:

Eine weitere Impfung im Kindes- bzw Jugendalter wird öffentlich empfohlen. Damit werden mittlerweile Impfungen gegen 14 Krankheiten für diese Altersgruppe nahe gelegt (Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B, Polio, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Gehirnentzündung durch HiB, Gehirnentzündung durch Meningokokken, Gehirnentzündung durch Pneumokokken, FSME, HPV). Komplikationen durch die Impfung können bei dem erst 2006 zugelassenen HPV-Impfstoff nicht ausreichend beurteilt werden. Es fehlen Langzeitstudien, wie das Immunsystem damit zurechtkommt. Eine dramatische Zunahme an schweren Krankheiten des Immunsystems wie Allergien, Krebs- und Autoimmunkrankheiten gibt Anlass zu zurückhaltenderem Umgang mit sog. ‚Präventivmaßnahmen’. Impfungen sollten nur durchgeführt werden bei Krankheiten, gegen die es keine wirksamen Vorsorgemöglichkeiten gibt und die man nicht ursächlich behandeln kann. Vor sexuell übertragbaren Viren wie dem HPV, kann man sich am wirksamsten durch Kondome schützen. Die Impfung gegen nur zwei Unterarten dieses Virus und damit einem sehr limitierten Impferfolg, könnte eine verhängnisvolle Sicherheit suggerieren. Die Wichtigkeit von geschütztem Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern durch Kondome wird im Fall von HPV nicht ausreichend betont. Damit könnten sich dann auch andere sexuell übertragbare Krankheiten, wie z.B. Aids und Hepatitis B weiter verbreiten.

Quelle: Epidemiologisches Bulletin 12,30/2007

Weitere Informationen:
http://www.praxis-breitenberger.de

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