Augendiagnose / Iridologie
15.08.2006
Ein Artikel von Christiane Krohn
Welche Informationsquellen beinhaltet die Iris? Nach dem heutigen Stand der Lehre werden folgende Merkmale bewertet: Die Iriskonstitution Sie ist die Leitschiene in die Pathologie des Menschen. Auf ihr laufen fast alle krankhaften Prozesse ab. Sie wird definiert nach Farbe und Struktur der Iris. Wir differenzieren drei Grundkonstitutionen und eine größere Zahl von Untertypen (Dispositionen) und Diathesen. Das umfassende Wissen in der Lehre der Konstitutionen ist zugleich wichtigste Voraussetzung in der Anwendung der Iridologie! Die Anlage und Verlaufsform der Pupille Die wichtigsten, aussagefähigsten Kriterien sind die Abflachungen. Die exzentrische Anlage sowie die Größe der Pupille bzw. Pupillendeformationen und die Miosis bzw. Mydriasis. Diese Phänomene wurden durch Josef Angerer und Josef Karl erforscht und auf eine hohe Stufe der Lehre geführt. In der Bewertung von Bandscheibenerkrankungen sowie neurologischer Diagnostik sind diese Informationen ein wichtiger Faktor (»Die Pupille als psychodynamisches Manometer«, Josef Angerer.) Pupillarsaum dessen Beschaffenheit ebenfalls über neurologische Aspekte informiert. Iriskrause (Autonomer Ring) Durch langjährige Universitätsstudien, vorwiegend in Russland und der Ukraine, mit sehr umfangreicher EDV-Dokumentation und Statistik, ist die Beschaffenheit und Verlaufsform der Iriskrause zum heute beinahe wichtigsten Informationsträger geworden. Genetisch wird die Iris in der Anfangsphase der embryonalen Entwicklung als mesodienzephaler Schirm des Gehirns gebildet. Die Iriskrause beinhaltet dabei die Projektion des Rückenmarks, der Wirbelsäule und des sympathischen Gehirnstamms. Die endgültige Form wird im Alter von 3 bis 5 Jahren ausgebildet. Diagnostische Informationen liefert die Iriskrause über: ? die psychogenetische Struktur des Individuums, ? die psychoimmunologische Anlage, ? die bioenergetische Anlage von Sphinkter- und Dilatatorzone ? die Sympathikus- und Parasympathikusbalance (nach W. Hauser) und ? spinal-segmentaler Diagnostik. Die genetisch angelegten Organzeichen In 40jähriger Forschung klassifizierte Josef Deck vier Hauptgruppen, die je nach Eindringen in die Irisschichten vermehrte pathologische Disposition signalisieren: ? Waben, als mehr oberflächliche Gebilde, weisen auf lokale Versorgungsstörungen hin. ? Lakunen sind als Organinsuffizienzzeichen zu werten. ? Krypten sind tiefer gehende rhombische Zeichen und haben vermehrt degenerativen Charakter. ? Substanzdefektzeichen sind wohl die kleinsten Defektzeichen, gehen jedoch als Substanzverlust bis auf die Irisgrundplatte durch. Sie weisen auf degenerative, auch maligne Tendenzen hin. Josef Deck gab ihnen den Namen Ca-Latenzzeichen. Gerade diese genetisch determinierten Irisphänomene waren über Jahrzehnte sehr häufig Anlass zu Fehlinterpretationen der wenig ausgebildeten Iridologen. Daraus entstand oft berechtigte Kritik, welche der Methode insgesamt schadete. Die Fremdpigmente in der Iris dominieren in der Bewertung krankhafter Prozesse als physiologische Krankheitszeichen. Wir differenzieren nach ihrer organotropen Beschaffenheit nephrotrope, gastrotrope, pankreotrope und hepatotrope Pigmentation. Die Lehre der Irispigmente hat ein umfangreiches Spektrum. Die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet befindet sich im Aufbruch, ja sie wird höchstwahrscheinlich in der Zukunft der Iridologie noch für große Überraschungen sorgen.
Weitere Informationen:
http://www.naturheilpraxis-krohn.de
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