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EMDR Traumatherapie


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12.08.2008

Ein Artikel von Rudolf Müller-Schwefe

?EMDR?-Traumatherapie ist eine noch relativ junge, sehr erfolgreiche Therapieform für die verschiedenen Symptome und Krankheiten mit traumatischer Ursache (z.B. die Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS). Die Buchstaben stehen für ?Eye Movement Desenzitation and Reprocessing? und meinen die Desensibilisierung und Verarbeitung traumatischer Erlebnisse bei hin- und hergehenden Augenbewegungen. Inzwischen wissen wir, dass nicht nur Augenbewegungen, sondern auch andere abwechselnde Stimulierungen beider Körper- und damit Gehirnhälften bei Kontaktaufnahme mit dem Trauma die Verarbeitung im Gehirn anstößt, deren Blockierung Ursache der Traumasymptome ist. Diese Verarbeitung erfolgt ? häufig ?wie im Zeitraffer? - in so angestoßenen Assoziationsketten. In deren Verlauf können plötzlich verschwunden geglaubte Erinnerungen auftauchen, Gefühlsausbrüche können sich abwechseln mit verschiedenen körperlichen Empfindungen und gedankliche und emotionale Lichtblicke erscheinen ebenso wie Verbindungen zu scheinbar ganz anderen Erfahrungen im Leben. Dieser Prozess, der die im Trauma versprengten Teile des Erlebens (denn das charakterisiert ein Trauma) wieder einsammelt, muss eingebettet sein in eine vorher erreichte Stabilisierung, die es den Klienten erlaubt, die Verarbeitung ohne ? sonst drohende - erneute Traumatisierung gut zu bewältigen. Wenn die Verarbeitung gelingt, stellt sich eine große Erleichterung ein und die Symptome gehen dramatisch zurück oder verschwinden komplett. Bei einem ?Monotrauma?, also einem einmaligen traumatischen Erlebnis wenn auch mit verheerenden Folgen (wie etwa einer PTBS) kann oft mit wenigen Sitzungen ( 2 bis 12) vollständig geholfen werden. Bei mehreren ähnlich gelagerten oder lang andauernden Erfahrungen ist mit längeren Behandlungen zu rechnen. EMDR lässt sich sehr gut in die Körper-Psychotherapie integrieren ? und umgekehrt ist in der Traumatherapie eine körperorientierte Vorbereitung und Stabilisierung vor dem eigentlichen Verarbeiten sehr hilfreich.

Weitere Informationen:
http://www.augsburger-institut.de

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