Die Augen sind der Spiegel der Seele

Die Augen sind der Spiegel der Seele

..und eng verknüpft mit dem menschlichen Inneren, der Psyche. Zwischen Seele und Sehen besteht eine so enge Beziehung wie zwischen Seele und Krankheit.

Das Auge symbolisiert die Fähigkeit zu sehen, den Blick auf sich selbst, sein Leben und auf andere zu richten. Was es aufnimmt, wird wie von einem Spiegel nach außen projiziert. Das Auge ist gleichzeitig ein rezeptives, aufnehmendes und reflektierendes Organ, das den seelischen und inneren Zustand eines Menschen ausdrückt.

Als Augenwesen nimmt  der Mensch Informationen über sein Sehorgan auf, selektiert im Gehirn und verarbeitet sie, die dann wiederum Reaktionen und Emotionen auslösen. Die Emotionen entstehen in Millisekunden und steuern von Innen heraus, was gedacht, wie kommuniziert und gehandelt wird. Mit der Gesichtsmimik haben die Augen einen grossen Anteil daran, wie der Gesichtsausdruck (ein Zusammenspiel mit anderen Gesichtsmuskeln und den Augen) die Emotionen widerspiegelt.

Das Sehen und die Verarbeitung von Seheindrücken sind sehr individuell. Sehprobleme (Doppelbilder, Augenflimmern, Brennen, trockene Augen, verschwommen sehen)  können  ihre Ursache in tiefliegenden sozialen Problemen, unbewältigten Konflikten, seelischem Leid und in verdrängten Gefühlen wie Angst, Aggression, Wut uvm. haben. Das Spektrum der Symptome reicht von Sehstörungen bis hin zu psychogener Blindheit.

Was im Unterbewusstsein dümpelt und nicht bewusst gelebt wird, kann als Symptom aktiv werden. Symptome schützen die Seele so lange, bis der Mensch die Kraft, sich die Zusammenhänge und die Ursachen der jeweiligen Problematik anzuschauen und zu erspüren.

In den letzten Jahren wurden in der Forschung der Augenheilkunde psychologische Testverfahren integriert. Diese Studien ergaben, dass ENTSPANNUNGS-METHODEN (AT Autogenes Training und PMR Progressive Muskelrelaxation) und HYPNOSE einen erheblichen Einfluss auf einen erhöhten Augeninnendruck bei Glaukompatienten haben. Es konnte bewiesen werden, dass diese Methoden in der Lage  sind, sowohl die psychische Befindlichkeit des Patienten positiv zu beeinflussen, als auch seinen Augeninnendruck signifikant zu reduzieren. Weitere positive Effekte konnten gemessen werden in Bezug auf Puls, Blutdruck, Atmung sowie bei der Augendurchblutung.

Im Alltag ist das Auge ein wichtiges Kommunikationsorgan. Redewendungen rund ums Auge und Sehen sind allgegenwärtig, wie z.B.: Liebe auf den ersten Blick, den bösen Blick haben, den Weitblick haben, hellsehen, schwarzsehen, Liebe macht blind, mit Scheuklappen durch die Welt laufen, ein lachendes und ein weinendes Auge uvm.

Unser Inneres projiziert Emotionen, die nach aussen gespiegelt werden. Angst, Trauer, Schmerz, Überraschung, Wut, Freude und Lüge können wir beim Gegenüber klar erkennen:

Weit aufgerissene Augen symbolisieren z.B. meist eine Angst, die buchstäblich in den Augen geschrieben steht (vor Schreck geweitete Augen). In Schrecksekunden kneifen wir automatisch kurz die Augen fest zu, bei Überraschung hingegen reissen wir die Augen eher weit auf. Ein echtes Lächeln in Kombination mit lächelnden Augen zeigt über die Gesichtsmimik echte Freude im Gesicht an, da der Ringmuskel des Auges mit den Mundwinkeln ein Zusammenspiel eingeht (Anmerkung: Augen- und Mundmuskel gehen eine enge Verbindung ein, die Ringmuskeln des Mundes sind oftmals reaktiv zu den Ringmuskeln des Auges). Unterdrückte Tränen oder eine unterdrückte Traurigkeit haben wiederum Auswirkungen auf das Stressverhalten und auf die Augen eines Menschen (wie z.B. Flüssigkeitsansammlung unter der Netzhaut, wassergefüllte Ansammlungen unterhalb des Augenliedes können die nicht geweinten Tränen der Seele symbolisieren). Geweitete Pupillen werden unbewusst eher als Zeichen von Aufmerksamkeit und emotionaler Beteiligung wahrgenommen.

Die beschriebenen Signale werden meist unbewusst wahrgenommen, lösen jedoch immer eine Emotion bei dem Sehenden aus.

Besonders bei der Partnerwahl entscheiden die Augen mit. Der Blick in die Augen des Gegenübers ist wesentlich für die Kommunikation zweier Menschen. Beim Flirten zeigen die Augen, ob Interesse vorhanden ist, denn hieraus lassen sich wiederum Sympathie und Antipathie herauslesen.

Mit den Worten des holistischen Weltbild des Menschen gesprochen, ist die Integration von Körper-Geist-Seele bedeutungsvoll. Sie gibt einen Hinweis auf die Vernetzung zwischen Innen +  Aussen,  Sehen +  Gesehenwerden,  Eigen- +  Fremdbild sowie der Krankheit + Ruf der Seele und somit dem sehenden Auge + reflektierendem Auge.

"Wer nach aussen schaut, träumt. Wer nach Innen blickt, erwacht" (Carl Gustav Jung)

©Claudia C. Gries, Oct-2012, Art Of Mental Balance

 

Weitere Informationen:
http://www.artofmentalbalance.com

Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
Claudia C. Gries, Psychologische Beraterin (VFP) & Hypnosetrainerin (DPS), *Art Of Mental Balance*, 60313 Frankfurt am Main
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Claudia C Gries Psychologische Beraterin VFP  Hypnosetrainerin DPS  Art Of Mental Balance 60313 Frankfurt am Main Claudia C. Gries, Psychologische Beraterin (VFP) & Hypnosetrainerin (DPS),
*Art Of Mental Balance*, 60313 Frankfurt am Main
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