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Burnout - Es gibt immer eine Loesung!

13.05.2008

Ein Artikel von Michael Lahme

Burnout

 

Wie alles begann

Der ausgebildete Psychoanalytiker und später als niedergelassener Psychotherapeut tätige Herbert J. Freudenberger erfuhr als erster die Auswirkungen des Burn Out während seiner praktischen Tätigkeiten. Er arbeitete bis zur völligen Erschöpfung, führte viele soziale Experimente und Projekte durch, bis er sich an einem bestimmten Zeitpunkt völlig erschöpft und ausgelaugt fühlte. Hinzu kamen Symptome der extremen Gereiztheit und der Unausgeglichenheit.
Mit Kollegen hatte er sch über seine Tätigkeiten und seinen Gesundheitszustand unterhalten. Ziemlich schnell fiel dann der Begriff „Burn Out“.
In den wirren 1974er Jahren (Amerika und der kalte Krieg) erschien dann in einem Psychologie Journal die erste Publikation mit dem Titel Staff Burn-Out (der Mitarbeiterstamm brennt aus)
Seither sind sehr viele Studien durchgeführt worden. Es gab unterschiedlichste Experimente. Fragebögen der unterschiedlichsten Art wurde erstellt. Und doch ist der Burn Out in der heutigen Zeit noch immer nicht als eigenständiges Krankheitsbild von den Krankenkassen anerkannt.
Und das, obwohl seit damaliger Zeit die Diagnose Burnout immer häufiger gestellt wird.
Anfangs sind noch Mitarbeiter der helfenden Berufe, wie Ärzte, Pflegepersonal, Feuerwehrleute, Polizisten, Lehrer etc. in die Burnout Falle gelaufen. Lag es wohl daran, dass das soziale Engagement der Menschen extrem hoch und weit über den eigenen Vorstellungen und Kräften angesiedelt war.
In unserer heutigen schnelllebigen Zeit, die geprägt ist von hohen Ansprüchen, geschürten Ängsten, extremen Anforderungen, Verlust der Autonomie des Einzelnen und einer immensen Datenflut; ist es kaum verwunderlich, daß immer mehr Menschen innerlich ausbrennen.

Heute haben wir, neben den eingangs erwähnten sozial engagierten Menschen, auch mit ausgebrannten Managern, Sachbearbeitern, Kassiererinnen, Fließbandarbeitern, Administratoren sowie  Hausfrauen und Müttern zu tun.

 

Kommen wir zu der Frage;

Warum jemand ausbrennt, eine andere Person aber nicht?

Persönlichkeitsprofil und Persönlichkeitstypus

Entscheidend ist bei den Menschen im allgemeinen, welchen Wesenstypus jemand in sich verbirgt!

Hieraus ist letztlich abzuleiten, wieso die eine Person bei beruflicher und privater Belastung ausbrennt und wieso eine andere Person in „gleicher“ Situation keine Burnout Symptomatik aufweist.

Hier muss sowohl der Typus des Erwachsenen und des großen Kindes im Zusammenspiel mit der Art der Entscheidungsstruktur, Kopf- und/oder Bauchmensch bestimmt werden.

Hilfreich ist, um eine große allgemeine Sicht auf den Mensch an sich zu erhalten, die Bestimmung des Persönlichkeitstypus.

Hier soll unterschieden werden in 12 wichtige Unterteilungen, die jeder Mensch in sich trägt, der eine mehr, der andere weniger.

Im einzelnen sind dies;

1.      Harmoniebedürfnis

2.      Sensibilität

3.      Sicherheitsstreben

4.      Fröhlichkeit

5.      Hilfsbereitschaft

6.      Sentimentalität

7.      Fremdbestimmung

8.      Intellektualität

9.      Selbstbestimmung

10.    Erfolgswille 

11.    Kampfbereitschaft

12.    Gerechtigkeitsstreben

Je nachdem wie stark ein Mensch von seinem Typus geleitet wird, je nach dem wie sehr er aus seiner Entwicklungsgeschichte heraus in einen Typus gedrängt wurde. umso stärker oder weniger stark kann er sich mit Stresssituationen auseinandersetzen.

Auch die Unterteilungen des Persönlichkeitstypus sagt viel darüber aus, warum eine Person unter Stress zusammenbricht und letztlich ausbrennt und warum eine andere Person hier locker und lässig herauskommt.

Was sich im einzelnen dahinter verbirgt und wie damit umzugehen ist, bedarf einer genauen Analyse. Diese ist Personenbezogen und bedingt einen zeitlichen Aufwand von ungefähr 1,5-2 Stunden. Hierauf aufbauend entwickeln sich einzelne Perioden des Umdenkens und Lernens, die unter fachlicher Anleitung in psychologischer Beratung oder Psychotherapeutischer Sitzung ausgearbeitet werden und reifen.

Es handelt sich hierbei um eine zeitliche Investition, die Ihnen entscheidende Einblicke in Ihr Leben gibt, die Ihnen eventuell sogar die Augen öffnet für Geschehnisse und Entscheidungen in Ihrem Leben, die sie vermutlich so noch nicht verstanden haben.

Aufgrund dieser Analyse können gezielte Verfahren entwickelt werden, die es Ihnen erlauben, ein etwas ausgewogeneres Leben zu führen. Sie können die Möglichkeit erarbeiten, wie Sie zukünftig Stresssituationen begegnen und wie sie ausgeglichener mit Ängsten, Entscheidungen und Ihren Gefühlen umgehen. Selbstverständlich hilft dem Betroffenen diese Erkenntnis auch weiter, da er hiermit wichtige und entscheidende Kriterien erfährt, die es erleichtern aus dieser schwierigen Situation herauszukommen.

 

Wie wirkt eine belastete Seele und ein angegriffener Geist auf unseren Körper.

In unserer heutigen Zeit der schnellen Entscheidungen, des Ellenbogendenkens und der extremen Angstschürung ist es umso wichtiger, dass wir wieder ein Gespür entwickeln für Sinnlichkeit, Körperwahrnehmung und Ausgeglichenheit.

Wir müssen lernen, auf Signale unserer Seele (unseres Geistes) zu achten. Vielfach sind diese feinen Signale einfach zu leise in dieser von Hektik, Lärm und Stress geplagten Welt. Was geschieht dann, wenn wir diese Feinheit nicht mehr haben?

Unser Körper gibt uns diese Signale immens verstärkt wieder.

So entstehen die sogenannten Psychosomatischen Störungen. Das sind Störungen die ihre Ursache in der Psyche haben und die sich in einem körperlichen Symptom manifestieren.

Symptome können hier sein:

*Schlafstörungen(Durchschlafstörung, Einschlafstörung oder unruhiger Schlaf)

*Verdauungsprobleme ( Durchfall, Verstopfung,  
  Brechreiz, Blasenschwäche))
* Kopfschmerz ( Migräne, leichter bis sehr starker
  Kopfschmerz)
*Schwindelgefühle.
*Appetitlosigkeit.
*Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit,
  Antriebsschwäche.
*Herzprobleme (Herzrasen, unregelmäßiger
  Herzrhythmus).
*Gehörprobleme ( Tinnitus, Gehörsturz bis hin zu
  gravierendem Gehörverlust )
*Sexualstörungen.
*Konzentrationsstörungen, Gedächtnislücken,
  Sprachstörungen.
*Panikattacken, Depressionen.
*Ängste (sein Arbeitspensum nicht mehr zu
  schaffen, seinen Job zu verlieren, etc.).
*Ständige Überforderung / Unterforderung.
*Abkapselung vom sozialen Umfeld
  (Vereinsamung).
End Erscheinung ist die völlige Aufgabe, die Vereinsamung und der dann vielfach folgende Suizidversuch oder im Extremfall der vollbrachte Suizid..

 
Wichtig ist auf jedenfall diese Symptome zuerst von einem Arzt abklären zu lassen.
 

Meine eigene Erfahrung als Beispiel

Ich als „großer Junge“ der stark von Bauchentscheidungen lebt, wurde in meiner Entwicklungsphase sehr stark dahin gebracht, dass ich der Erwachsene / der Kopfmensch sein sollte.

Das unbewusste Gefühl, dass mehr kindliche Anteile in mir sind und ich doch lieber mit dem Bauch entscheiden möchte und die Tatsache, dass ich doch besser analysieren muss,  wie, was und warum etwas so ist wie es ist, führte über eine lange Zeit dazu, dass ich am Ende meiner Akkulaufzeit angekommen war.

Selbstverständlich wollte ich die Situation nicht einsehen.
Ich habe zwar erkannt, dass etwas nicht in Ordnung war, aber mein Kopf hatte mir immer wieder zu verstehen gegeben, dass sich alles wieder richtet!!!

Ein folgenschwerer Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellte.
Erst zeigte mir meine Seele dass es an der Zeit ist eine Auszeit zu nehmen, indem mir mein Bauch (Gefühl) immer wieder aufzeigte, dass es an der Zeit wäre, endlich mal eine Kur einzuleiten. Mein Kopf hatte dafür aber überhaupt kein Verständnis, weil in Kur ja nur die Alten, die Schwachen, die keinen Bock auf Arbeit haben gehen.

Da ich lange Zeit nicht auf diese Signale, die mir mein Gefühl/Bauch aufzeigte, gehört habe, Stellte sich mein Körper in den Vordergrund und zwang mich zu einer Auszeit.
Denn die Situation an meinem Arbeitsplatz (Umstrukturierungsmaßnahmen, Fusion zu Fusion und dann noch Standortschließung und die Aussicht zukünftig 180KM zum Arbeitsplatz zu fahren.)besserte sich ja überhaupt nicht.

Die Art der Arbeit hatte sich im Laufe der letzten 5 Jahre auch, unmerklich und schleichend, zu einer Tätigkeit entwickelt, die mir so völlig fern lag. War ich anfangs noch mit extremer Begeisterung aus technischem Umfeld bei meinen Kunden und konnte Neuerungen erproben und mitwirken an neuen Visionen; so verrottete ich nach und nach zu einem Schreibtischtäter, der Probleme nur noch theoretisch lösen musste und der nur noch zu  irgendwelchen Vorgesprächen zum Kunden durfte.

Mein Gefühl signalisierte mir dann immer wieder, das ich wenigstens im privaten Umfeld einen Ausgleich habe um meine Accus aufzuladen.

Das Problem war, das ich dort dann alle meine Erwartungen, Energien und Anreize hineinsteckte und mir die Annerkennung, die im beruflichen Umfeld nicht mehr realisiert werden konnten.

So kam es dann zu einem Gartenunfall, den ich eben diesem vorgenannten Ehrgeiz verdankte, endlich etwas zu tun was mir Spaß bereitet. In dieser Tätigkeit hatte ich mich dann auch noch körperlich bis zum letzten verausgabt!

Resultat: Kreuzbandriss und Korbhenkelriss am Aussenmeniskus.

Anstatt jetzt aber diese gefühlsmäßig gewollte Auszeit zu genießen soweit die Möglichkeit gewesen wäre, habe ich meine Zeit zu Hause am LapTop mit irgendwelchen Dingen verbracht, die lediglich dem Zweck dienten, mich von meinen eigentlichen Problemen abzulenken.
Dann kam, kurz bevor mein Orthopäde das Go gab, dass ich wieder arbeiten könne, ein folgenschwerer Rückschlag. Eine schwere Thrombose stellte sich, für mich völlig unbemerkt, ein. Da ich auch hier wieder nicht hinsah, kam sehr schnell ein Lungeninfarkt mit einer Lungenembolie hinzu.
Es gibt Stellen in der Literatur die auch solch einen Fall zum so genannten schleichenden Suizid zählen.

Erst langsam wurde mir klar, dass irgendetwas nicht stimmte in meinem Leben.

Nach erfolgreicher Wiederherstellung meinte ich dann allerdings ich könnte nach nunmehr 3,5 monatiger Auszeit einfach so wieder in meinem Beruf bestehen.

Folge: drei schwerwiegende Fehler jagten sich und brachten mich mit meiner Persönlichkeitsstruktur schnurstracks in meinen BurnOut!

Meine Accus waren nämlich jetzt auf dem absoluten Nullpunkt. Im technischen würde man hier von einer Tiefentladung sprechen. Alte Accus schmeißt man dann weg, da die nicht mehr aufladbar sind!!

Auswirkungen waren Konzentrationsstörungen, leichter Tinnitus, Herzprobleme, Merkfähigkeit fast Null und die Angst meinem Job nicht mehr gerecht zu werden und die Stelle zu verlieren.

Fazit:

Eine Therapie, die ich auch erst anfing, nachdem meine Frau mich vor die Wahl stellte „entweder tust du endlich was an Dir, oder ich zieh aus“, hat mich dann in einem Prozess von einem ¾ Jahr zu dem gemacht, was ich heute bin.

Nämlich jemand, der mit seinen Gefühlen umgehen kann, der hinschauen kann, der weiß wo seine Grenzen sind und der sich einfach Zeit für sich nimmt und der mit Stress-Situationen angemessen umzugehen gelernt hat.

Ich habe die Möglichkeiten die noch zusätzlich am Wegesrand lagen genutzt und habe meinen Beruf gewechselt. Natürlich geht das nicht immer und für viele Menschen scheint diese Situation, in der sie sich befinden, auswegloser nicht zu sein.

Aber; es gibt immer eine Lösung!

Wie sagte doch Friedrich der Große einmal; Der schlimmste Weg, den man gehen kann, ist der, keinen zu gehen.

Jeder der eine nahestehende Person kennt oder der sich eventuell in Zügen hier selbst erkannt hat, sollte sich nicht davor scheuen, diesen schlimmsten Weg zu vermeiden und stattdessen den einen Weg in die richtige Richtung einzuschlagen.

 

Bei sehr schweren Fällen der Burnout Symptomatik ist auf jeden Fall ein Kuraufenthalt in einer Spezialklinik angeraten. In Zusammenarbeit mit dem Hausarzt und/ oder Psychologen kann dem Betroffenen ein Weg gezeigt werden, wie er aus seiner Situation herausfindet, bevor es zu den extremsten Erscheinungsformen kommt.

Das ist es letztlich nämlich nicht wert!

Eigene Methodik.

Bestehend aus einer ausgewogenen Mischung aus Gesprächen, gezieltem Hinsehen/Aufzeigen, Entspannung und speziellen Programmen zur Förderung und Wiederbelebung der eigenen Sinnlichkeit, habe ich meine persönliche Methodik entwickelt, um den betroffenen Menschen zu unterstützen und ihm auf seinem Weg hilfreich zur Seite zu stehen..

Die Beratung erfolgt somit gezielt und auf jede Person individuell zugeschnitten.

 

Der Mensch steht bei meiner Arbeit immer im Mittelpunkt!


 

Michael Lahme
Geb.: 17.04.1963 in Iserlohn
Verheiratet
24 Jahre IT-Branche
Studium—Psychologischer Berater / psychotherapeutischer Heilpraktiker
heute in eigener kleiner Praxis als Psychologischer Berater und Persönlichkeits Trainer tätig.

Sein Spezialgebiet umfasst die

Burnout Beratung,

Ehe-, Paar-, Konflikt– und Sexualberatung,

Beratung bei Angst und Depressionen,

zusätzlich ist er Entspannungstrainer für

Autogenes Training
Progressive Muskelrelaxation

Igelweg 6
41352 Korschenbroich
mobil: 0173 / 676 3 676
E-Mail: Beratung@Michael-Lahme.de
http://www.Michael-Lahme.de

Weitere Informationen:
www.michael-lahme.de

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