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Traumaarbeit


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30.08.2007

Ein Artikel von Peter Seitz

Die Traumaarbeit ist eine Methode zur Überwindung von Störungen nach traumatischen Erlebnissen und zur Befreiung der darin gebundenen Lebensenergien.

In der Traumaarbeit wird die faszinierende Frage beantwortet: ?Warum werden in der Wildnis lebende Tiere nur selten traumatisiert, obgleich sie ständig großen Gefahren ausgesetzt sind?? Durch das Verständnis der Vorgänge, welche wilde Tiere vor der Entwicklung von Traumen bewahren, kann das Rätsel menschlicher Traumatisierung verstanden und beeinflusst werden.


Der Begriff Trauma stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie ?Wunde?. Ein Trauma beruht auf der wahrgenommenen Diskrepanz zwischen bedrohlichen Situationseinflüssen und den eigenen Bewältigungs- möglichkeiten. Der Betroffene erliegt einer Flut von negativen Einflüssen. Er kann sich der Situation nicht entziehen und erlebt sich als hilf- und schutzlos. Die Folgen eines Traumas (Ängste u.a. seelische Störungen) reichen oft weit über die traumatisierende Situation hinaus.

Die Traumaarbeit geht von dem Prinzip aus, dass überwältigende oder unerwartete Ereignisse, die der Mensch nicht verarbeiten kann, zu einer bleibenden Überaktivierung des Nervensystems führt.
Wie allen Säugetieren gleich sind Reaktionen auf Bedrohung instinktiv gesteuert. Sie beinhalten drei angeborene Überlebensstrategien: Flucht, Kampf und Totstellreflex (Immobilität). Ist der Mensch in einer bedrohlichen Situation unfähig zu kämpfen oder zu fliehen, bleibt ihm nur noch der Totstellreflex.

Bleibt er zu lange in diesem Zustand kann sich die für die Aktion bereitgestellte Energie nicht wieder entladen und die hohe Aktivierung im Nervensystem bleibt bestehen. Daraus können sich noch nach Jahren Symptome entwickeln, die auch als stress- oder post- traumatische Belastungsstörung bezeichnet werden. Diese drücken sich sowohl im Seelischen, als Depression, Angst oder Panik als auch im Körperlichen durch Erschöpfung, chronischen Schmerzen, Schlaflosigkeit u.a. aus.
 
Schrittweise Entladung der bereitgestellten, eingefrorenen Energie  und Entwicklung von Ressourcen, die während der ursprünglichen Situation zu schwach waren oder fehlten ist ein Hauptteil dieser Arbeit..

Ressourcen sind ein Mittel zur Sicherheit und Kräftigung. Sie sind ein Gegenpol, die Schritte zur Auflösung der gebunden Energie und deren Symptomatik in verdaulicher Weise zu ermöglichen. Dabei ist es nicht notwendig, das traumatische Erlebnis nochmals neu zu erleben. Der Mensch erlebt dies als eine Befreiung im Körper, z.B. durch tieferen Atem, loslassen von Körperspannung und Wärme die sich ausbreitet,
und vielem mehr.

In der Traumaarbeit geht es zum einen darum, dem Betroffenen zu vermitteln, dass ihr Verhalten, Denken und Fühlen eine ganz normale Reaktion auf ein extremes Ereignis darstellt. Zum anderen werden innere und äußere Ressourcen aufgezeigt, die es ihnen ermöglichen, dass Erlebte zu verarbeiten und in ihr Leben zu integrieren.

Eine Mobilisation der Kräfte und Kompetenzen, wie sie der Person vor der seelischen Erschütterung zur Verfügung standen, kann erreicht werden.

Es geht also nicht darum zu vergessen,
Ziel ist im Wesentlichen, den Menschen durch ein verändertes "Sich Selbst Bewusst Sein" wieder in seiner freien Lebenskraft zu stärken.

Weitere Informationen:
http://www.sorayon.com

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