Jo-Jo Effekt nach Diäten
18.02.2011
Ein Artikel von Elke Rintermann
Jo-Jo- Effekt nach ReduktionsdiätenMenschen, die abnehmen wollen, müssen die Funktion ihres Körpers verstehen.
Der Körper mag Fett. Er produzierte es gern, hält gern daran fest und verbrennt es ungern.
Die Durchführung verschiedenster Diäten über einen langen Zeitraum lässt den Körper in einen extrem effizient und raffiniert arbeitenden, Fett speichernden Organismus verwandeln.
Der Körper versteht nichts von Diäten- er kennt nur die Bedrohung durch Hunger.
Sein Hauptziel ist das Überleben.
Wenn nicht genügend „Brennstoff“ aufgenommen wird, denkt er natürlich, dass eine Hungersnot bevorsteht und reagiert mit der Einlagerung von Fett in höchst effizienter Weise.
Bei Menschen, die abnehmen wollen, indem sie hungern, besteht der Gewichtsverlust lediglich in einem Verlust der Muskulatur, denn der Körper verbrennt kein Fett beim Hungern.
Muskeln wiegen mehr als dreimal so viel wie Fett, sodass man schnell an Gewicht verliert, worüber man sich anfangs natürlich sehr freut.
Die Freude ist jedoch von kurzer Dauer, weil man schnell wieder zunimmt.
Weniger Muskelgewebe (Zellmasse) bedeutet weniger Lagermöglichkeit von Zucker in Form von Glykogen, sodass jeder Überschuss natürlich wieder als Fett gespeichert wird.
Zusätzlich bedeutet weniger Muskelmasse, dass weniger Fett verbrannt werden kann, da die Muskulatur das Körpergewebe ist, das in der Lage ist, Fett zu verbrennen.
Hinzu kommt, dass der Körper nach Reduktionsdiäten noch effizienter Fett einlagert.
Fett ist ein hervorragender Brennstoff, klugerweise bewahrt sich der Körper den besten Brennstoff bis zuletzt auf.
Fazit: Die Verringerung der Energiezufuhr ist wahrscheinlich der schlechteste Weg für eine dauerhafte Gewichtskontrolle.
Das beste Beispiel ist die Sängerin Karen Carpenter, die an Magersucht gestorben ist.
Sie hatte ihren Körper in einen ununterbrochenen Hungerzustand versetzt.
Bei der Autopsie stellte man fest, dass sie nahezu keine Herzmuskulatur mehr hatte.
Ihr Körper hatte es vorgezogen, das wichtigste Organ der Energiegewinnung zu opfern, anstatt das letzte Gramm Fett zu verbrauchen.
Weitere Artikel von Elke Rintermann
- 21.02.2011: chronische Nasennebenhöhlenentzündung
- 18.02.2011: Frühjahrsentgiftung mit Heilpflanzen
- 18.02.2011: Übergewicht - Insulinresistenz
Aktuelle Termine und Veranstaltungen
| 06.06.2012 | Unkonzentriert - müde - Kopfschmerzen (Hofheim am Taunus) |
| 12.06.2012 | Aufmerksamkeitsdefizit - Müdigkeit - Kopfschmerz (Hofheim am Taunus) |
Anzeige








