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Schadstoffe in Innenräumen (Wohngifte)


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28.09.2009

Ein Artikel von Ralf Holtrup

Die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie machte 1994 an erster Stelle die zunehmende Zahl v. Umweltgiften dafür verantwortlich, dass jeder vierte Deutsche ein geschädigtes Immun-, Nerven- oder Hormonsystem habe, jeder Dritte unter Allergien leide: "Wir haben den Punkt erreicht, der keine zusätzliche Belastung mehr verträgt."

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Umweltmediziner weisen auf zunehmende gesundheitliche Symptome hin: Allergien, Asthma, Atembeschwerden, Lungen - und Bronchialleiden, chronische Schleimhautreizungen und Infektionen, Haut –und Augenkrankheiten. Chronische Krankheiten wie das „Sick-Buiding-Syndrom“ (Hauskrankheit) oder MCS-Syndrom sind die Folge. Einige Schadstoffe sind krebserregend, erbgut- und fruchtschädigend; andere sind Leber- und Nierenschädigend oder greifen das Nervensystem an.

Was sind Wohngifte? Schadstoffe, die durch Berührung, Einatmen oder Verschlucken in unseren Körper gelangen u. dort zu Reizungen, Störungen oder Vergiftungen führen können.

Die Schadstoffbelastung in Innenräumen ist z.T. höher als an Hauptverkehrskreuzungen durch:

  • leichtflüchtige Schadstoffe (VOC: Formaldehyd, Lösemittel, Terpene, Alkohole, Glykole)
  • schwerflüchtige Schadstoffe (SVOC: Biozide wie Holzschutzmittel (PCP, Lindan, DDT) u. Pestizide wie Pyrethroide, Permethrin, PCB, Weichmacher wie DEHP, Flammschutzmittel, PAK)
  • Radongas in best. Regionen und Radioaktivität von Baustoffen
  • Fasern, Partikel u. Stäube (Asbest, Mineralfasern, Ruß, Hausstaub)
  • Schwermetalle (Arsen, Blei, Quecksilber) und andere anorganische Verbindungen
  • Pilze und Bakterien (Schimmelpilze, Hefen)
  • Bei der Raumluft ist auch auf die Konzentration von Kohlendioxid, Feinstaub (durch Toner etc.), Ozon zu achten und die Relative Luftfeuchte und Elektrostatik zu beachten

Ursachen: In Innenräumen zu Hause oder am Arbeitsplatz begegnen wir mittlerweile hunderten meist überflüssigen chemischen Substanzen. Sie stammen von Baumaterialien, Kunststoffen, Klebern, Lacken, Farben, Beschichtungen, Geräten, Teppichen und anderen Bodenbelägen (Laminat), Tapeten, Textilien, Matratzen, Möbeln, Reinigungsmitteln, Holzschutz - und Insektenvernichtungsmitteln u.a.. Fertighäuser von 1960-1980 sind besonders betroffen. Umweltmediziner und Baubiologen geben zu bedenken, dass nahezu jeder Baustoff, jeder Einrichtungsgegenstand und jede Haushaltschemikalie schädliche chemische Verbindungen ausdünstet und dass die Innenraumluft nur so gut sein kann wie die durch Lüften zugeführte Außenluft. Ein durchschnittlicher Europäer hält sich 90% des Tages in Innenräumen auf. Die Dauer und Dosis macht das Gift (Paracelsus). D.h. kritisch zu betrachten sind insbesondere kleine Dosen über einen langen Zeitraum. Das Fatale dabei ist, das sich die Risikofaktoren nicht summieren sonder potenzieren!

Die Industrie ist erfinderisch. Es gibt über 100.000 chemische Einzelstoffe und mehr als eine Million chemischer Mixturen. Neueste Gefährdung wird durch die sogenannte NANO-Technologie hervorgerufen, kleinste Einheiten auch bekannter Stoffe entwickeln auf Grund ihrer geringen Größe besondere Eigenschaften - gewollte und ungewollte! Es gibt nur etwa 400 Grenzwerte und diese meist nur für Arbeitsplätze (MAK-Werte). Bei einigen Stoffen sind Gesundheitsgefahren erwiesen, bei den meisten weiss man jedoch noch nichts hinsichtlich Langzeitrisiken und Wechselwirkungen. Hier greifen die SBM = baubiologische Richtwerte.

Durch qualifizierte Beratung und Messung(Material- Staub- oder Raumluftmessung) und Laborauswertung können die meisten Schadstoffe ermittelt und Sanierungsvorschläge erarbeitet werden.

Qualifizierte Baubiologen helfen als „Arzt für ihr Haus“ die Krankmacher, die sich oft in unseren eigenen vier Wänden verstecken, zu finden und zu reduzieren. Es lebt sich besser mit weniger Gift!

Weitere Infos zu Untersuchungen und Tipps zur Reduzierung von Schadstoffen finden Sie hier:

http://www.baubiologie-holtrup.de/wohngifte.html

Weitere Informationen:
http://www.baubiologie-holtrup.de

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