Therapeutenwahl
28.08.2007
Ein Artikel von Marion Wolf
Gängige Vorurteile
Viele Menschen scheuen sich, eine Lebensberatung in Anspruch zu nehmen.
Keiner will sich gern in die Karten schauen lassen.
Da ist erst einmal die Angst, als verrückt zu gelten:
Verrückte sind Untermenschen, werden nicht für voll genommen:
Mit einem Infekt oder Beinbruch geht man zum Arzt.
Macken werden unter den Teppich gekehrt, Traumata muss man aussitzen.
Folge:
Der seelisch gestörte Mensch sitzt hilflos in seinem
Dilemma drin,
leidet und findet keinen Weg hinaus.
?Wer weiß, was der Psychologe mit mir anstellt?
Wenn ich dem erzähle, was in mir vorgeht, bin ich dem doch ausgeliefert.?
Tatsächliche Situation:
Der Klient ist kein hilfloses Wesen, das auf
undurchsichtige Weise verhext wird.
Vielmehr muss er geistig mitarbeiten, um geheilt zu werden.
Seelische Probleme sind Fehlprogrammierungen im
Gehirn.
Letztlich gleicht der Mensch einer komplexen Maschine, die sich selbst
reparieren kann.
Der Psychologe hat das nötige Wissen, um die Schwachstellen aufzuspüren.
Er sucht gemeinsam mit dem Klienten, wo ?Sand im Getriebe? ist:
Ohne Offenheit gibt es keine erfolgreiche Analyse.
Der Lebensberater hat Schweigepflicht.
Er hat auch kein Interesse daran, sein Wissen gegen den Klienten auszuspielen.
Er möchte ihm vielmehr helfen, das seelische Uhrwerk wieder intakt zu bringen.
Tipps zur Therapeutenwahl
Ein guter Berater nimmt sich genügend Zeit für seinen
Klienten.
Er klebt nicht an einseitigen Therapiemethoden,
sondern passt seine Strategie dem Problemfeld des Klienten an.
Ein guter Berater hat liebevolles Verständnis für
Deine momentane Gefühlslage,
behält aber genügend Distanz, um Dir helfen zu können.
Ein guter Berater klärt über seelische Zusammenhänge
auf,
soweit sie vorhandene Störungen betreffen.
Sich selbst zu verstehen ist schon die halbe Therapie!
Ein guter Berater sagt Dir auch Unangenehmes,
macht Dir aber Mut, Deine Schwächen zu überwinden.
Ein guter Berater spielt mit Dir knifflige Szenen
durch,
und betreut damit Deinen ersten Schritt in ein verändertes Verhalten.
Ist der wunde Punkt gefunden, der Knoten gelöst und
der erste Schritt getan,
fließen die Gefühle wieder und der Verstand weiß wo?s lang geht.
Du fühlst Dich innerlich frei, wirst wieder froh, bist ?ein neuer Mensch?
geworden.
Weitere Artikel von Marion Wolf
- 28.08.2007: Berater-Klienten-Verhältnis
- 28.08.2007: Märchen-Therapie
- 28.08.2007: Mal-Therapie
Aktuelle Termine und Veranstaltungen
| 10.10.2010 | Funktionelle Aktivitäten (Pforzheim) |
| 09.05.2010 | Bobath Aufbaukurs Gang (Pforzheim) |
| 15.03.2010 | Traumland Intensivstation, Teil II (München) |
| 28.02.2010 | MASS Practice III Teil IX (Pforzheim) |
| 14.12.2009 | Die Heilkraft des Tanzes (Eisenach) |
| 28.11.2009 | Seelenaufstellung Familienaufstellung (Hagenbüchach) |
| 09.11.2009 | Traumland Intensivstation, Teil I (München) |
| 06.11.2009 | Heilpraktiker Psychotherapie Prüfungvorbereitung (Frankfurt/M.) |
| 02.11.2009 | MASS Practice II Teil II (Pforzheim) |
| 24.10.2009 | Seelenaufstellung Familienaufstellung (Hagenbüchach) |








