Wie Partnerschaft gelingt!
09.08.2006
Ein Artikel von Angelique Rode
Wie Partnerschaft gelingt!
Eine glückliche Partnerschaft zu führen gehört zu den größten Wünschen der Men-schen und
steht meist an erster oder zweiter Stelle (nach Gesundheit) innerhalb der persönlichen
Wünsche. Neun von zehn Personen geben an, dass ein glückliches Partnerschafts- und
Familienleben für sie vorrangig sei und zu den wichtigsten Wer-ten in ihrem Leben gehört.
Doch was braucht es, damit eine Partnerschaft längerfristig gelingt?
Zunächst benötigt jede Beziehung Liebe und Respekt, eine Balance zwischen Auto-nomie und
Bindung, in der Mann und Frau eine eigene, aber auch eine gemeinsame Welt haben, ein
Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen, bei dem Mann und Frau gleich viel in die
Beziehung investieren und eine gewisse Intimität, die das Paar gemeinsam teilt.
Neben diese Grundvoraussetzungen zu denen auch Liebe zueinander gehört, ist
eine gute Kommunikation die Basis für eine zufriedene Partnerschaft.
Oft liegt es an falschen Kommunikationsmustern, wenn Paare unzufrieden mit ihrer
Beziehung sind.
Insbesondere sind 4 negative Kommunikationsmuster destruktiv für den Verlauf ei-ner
Partnerschaft:
1. destruktive Kritik (verallgemeinernde, negative Bemerkungen: "Du machst das ja
sowieso nie"),
2. verächtliche, den Partner abwertende Bemerkungen ("Aha, plötzlich interes-sierst
Duuu Dich für andere Leute"),
3. defensive Kommunikationsmuster (häufiges Sich-Verteidigen bei gleichzeiti-gen
Gegenangriffen und Rechtfertigungen; "Wieso soll ich das tun, Du gibst Dir ja auch
keine Mühe, mir etwas zuliebe zu tun, und überhaupt...") sowie
4. Rückzug aus der Kommunikation und Gesprächsverweigerung (sich abwen-den, rausgehen,
den Partner ins Leere gehen lassen).
Paare, bei denen diese vier Verhaltensstile in Gesprächen häufig zu beobachten sind,
haben ein erhöhtes Scheidungsrisiko.
Die gute Nachricht dabei ist, dass Kommunikation Kompetenzen geübt werden kön-nen. Dieser
Schritt sollte aber rechtzeitig gegangen werden, bevor die Liebe auf-grund der tiefen
Verletzungen erlischt!
Wenn die Liebe jedoch noch vorhanden ist, ist es schön zu beobachten, dass selbst stark
zerstrittene Paare in Kommunikationsübungen, welche von einem Therapeu-ten angeleitet
werden, in der Lage sind, ihren destruktiven Kommunikationsstil ab-zulegen und mit einem
angemessenen zu überlernen.
Es steht heute fest, dass eine negative Kommunikation in den meisten Fällen kein
überdauerndes Defizit darstellt (d.h., dass man es einfach nicht kann, weil man unbegabt
ist), sondern erstens partnerbezogen ist (d.h., jemand der kann mit dem eigenen Partner
kaum mehr anständig reden kann, tut dies jedoch ohne Probleme mit anderen Personen) und
zweitens durch Training verändert werden kann. Dies zu tun lohnt sich, da (wie eingangs
gesagt wurde) die partnerschaftliche Kommunika-tion die Basis für eine gesunde
Partnerschaft und für das Beziehungsglück darstellt.
Weitere Informationen:
http://www.auf-den-wellen.de
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