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Sprachförderung von Geburt an


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28.11.2006

Ein Artikel von Ariane Willikonsky

<p>Viele Eltern glauben, dass sie die Sprachentwicklung ihres Kindes erst
f&ouml;rdern k&ouml;nnen, wenn das Kind die ersten Worte spricht.
Tats&auml;chlich werden die wichtigsten Grundlagen der Kommunikation jedoch bereits in
den ersten Lebensmonaten gelegt. Wichtig sind hierbei die Schulung des
Rhythmusgef&uuml;hls, die Weckung der Sprechfreude und die F&ouml;rderung der
nonverbalen Kommunikation, wie Mimik, Gestik und Blickkontakt. Kinder, die in diesen
Bereichen zu wenig F&ouml;rderung erhalten, haben sp&auml;ter wesentlich
h&auml;ufiger Sprachst&ouml;rungen und daraus resultierende gravierende
Probleme.</p>
<p>Bereits im Mutterleib kann ihr Kind Ihre Stimme h&ouml;ren. Der Herzschlag
und der Blutkreislauf der Mutter schulen zudem das Rhythmusgef&uuml;hl des Kindes.
Hierbei erf&auml;hrt das Kind bereits eine erste Sprachf&ouml;rderung. Sobald das
Kind geboren ist, m&uuml;ssen Sie das Rhythmusgef&uuml;hl Ihres Kindes
unterst&uuml;tzen, das es sp&auml;ter zum fl&uuml;ssigen und intonierten
Sprechen ben&ouml;tigt. Schaukeln und wiegen Sie hierf&uuml;r ihr Kind und singen
sie dazu Reime und Lieder. Kleine Fingerspiele und "Hoppe-Reiter-Spiele" schulen
zudem die auditive Wahrnehmung als Basis f&uuml;r die Unterscheidung von Lauten und
zur Entwicklung des Sprachverst&auml;ndnisses. Ein sch&ouml;ner Nebeneffekt ist
die intensive F&ouml;rderung der Mutter - Kind - Beziehung und des
K&ouml;rpergef&uuml;hls. Suchen Sie h&auml;ufig den Blickkontakt mit Ihrem
Kind, sprechen Sie so mit ihm und l&auml;cheln Sie es dabei an, oder ziehen Sie
lustige Grimassen. Sie f&ouml;rdern hierdurch die Aktivierung der Mundmotorik, die das
Kind f&uuml;r die Artikulation ben&ouml;tigt und die Sprechfreude. Nur  wer
erfahren hat, dass Kommunikation Spa&szlig; macht, hat Freude am Sprechen lernen und
sucht sp&auml;ter den Kontakt zu anderen Menschen. Sie legen hierdurch also auch
bereits Grundlagen f&uuml;r das Sozialverhalten Ihres Kindes.</p>
<p>Wichtig f&uuml;r den Wortschatzaufbau ihres Kindes ist die Entdeckung der
Umgebung. Begleiten Sie Ihren Alltag mit Worten und lassen Sie das Baby daran teilhaben.
Achten Sie darauf, dass Sie bei der Kommunikation mit ihrem Kind keine permanenten
St&ouml;rger&auml;usche haben (z.B. kein permanent im Hintergrund laufender
Fernseher). Zeigen und beschreiben Sie ihm die Welt, ihr Kind versteht schon viel mehr als
Sie denken. Der passive Wortschatz ist immer erheblich gr&ouml;&szlig;er als der
aktive. Achten Sie hierbei auf deutliche Artikulation und kurze, klare S&auml;tze.
Eine wichtige Form des Kennenlernens der Umgebung ist ein Ausflug mit dem Kinderwagen.
Viele moderne Kinderwagen sind jedoch nicht mehr zur Mutter hin, sondern in Fahrtrichtung
ausgerichtet. Dies ist f&uuml;r die kindliche Sprachentwicklung absolut nicht
sinnvoll. Der Blick auf die vertraute Mutter gibt ihrem Kind Sicherheit und stellt eine
permanente nat&uuml;rliche Kommunikationssituation her. Auf diese Weise lernt das Kind
mit Ihnen gemeinsam und im kommunikativen Austausch mit Ihnen die Welt kennen. Kinder
m&uuml;ssen im ersten Jahr in erster Linie Sicherheit erfahren, um ein gesundes
Kommunikationsverhalten entwickeln zu k&ouml;nnen.</p>
<p>Zeigen Sie Ihrem Kind schon im ersten Lebensjahr, dass miteinender Sprechen
Spa&szlig; macht!</p>
<p>Ariane Willikonsky, <br />Leitung Fon Institut www.institutfon.de</p>

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