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KUAN YIN: Die mifühlende Kraft der Weiblichkeit


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27.02.2011

Ein Artikel von Dr.med. Natalie Heinzel

Es gibt fast keine Frau, die nicht in dieser oder in vergangenen Inkarnationen Missbrauch und Gewalt auf physischer oder seelischer Ebene erlebt hat. All dies hat Narben hinterlassen und zwar sowohl auf der individuellen Ebene als auch im kollektiven Bewusstsein.Wir sind nun an einem Zeitpunkt der Geschichte angelangt, an dem es  möglich und notwendig ist, diese alten Wunden zu heilen und die Erinnerung an den Schmerz zu löschen.
Die Annahme der Weiblichkeit bedeutet, die Erlösung von der Angst, bedeutet, das sich daran erinnern, wer man IST, bedeutet, sich bewusst zu werden, welche STÄRKEN wir haben und bedeutet vor allem eines:
DER VERGANGENHEIT KEINE MACHT MEHR ZU GEBEN!
Sei es in der Kindheit, in der Jugend oder in einer früheren Zeit, dass uns Leid passierte,- solange ich in Gefühlen und Gedanken diesem Leid weiter folge, gebe ich der Vergangenheit Macht über mich und mein Leben.   
Unsere Zukunft gestaltet sich nicht über die Erinnerung an das Vergangene.
Unsere Zukunft gestaltet sich immer nur aus dem JETZT, aus dem Moment, aus dem Potential was wir LEBEN. Jeder Schritt, den wir JETZT gehen ist ein kleiner Baustein hin auf dem Weg in die Zukunft. Dieser eine Schritt, den wir jetzt gerade gehen, IST immer schon der Beginn einer neuen Zukunft.
Daher ist es wichtig, dass das JETZT nicht belastet ist von dem, was uns in der Vergangenheit passierte.
Allerdings ist es nicht heilsam einen „faulen Frieden“ mit der Vergangenheit zu schließen. Eine „Lösung“ in dem Sinne von „Ich kann die Vergangenheit nicht klären, aber ich ignoriere sie“, ist nicht das, was in den Frieden führt.
Die Vergangenheit zu TILGEN heißt, sie sich anzuschauen und zu beschließen, dass ich mich ihr nicht mehr unterwerfe. Ich bleibe solange Opfer solange ich zulasse, dass die, die mir Leid antaten weiterhin direkt oder indirekt Einfluss auf mein Leben nehmen dürfen.
Ich darf beschließen, die Anteile meines Selbst, die verletzt wurden selbst zu heilen. Dies geschieht nicht, indem ich sie als nicht zugehörig zu mir ausblende, sondern in dem ich  jeden der ausgeschlossenen verletzten Anteile wie eine liebende Mutter ihr krankes Kind in den Arm nehme und sage:
„Du darfst so sein!“
„Du bist behütet bei mir!“
„Wir als eine Einheit von Mutter und Kind sind stark und gesund und gehen den Weg in die Zukunft gemeinsam, weil ich dich tragen kann.
Ich sehe die Verletzung und ich schäme mich nicht. Ich schäme mich nicht der Angst wegen, nicht  der Trauer, nicht der Empörung wegen!“
Die Mutter ist hier der Teil der Seele, der nicht betroffen ist von dem Leid, was ich einst erfuhr. Ich darf mit Hilfe dieses Anteils in mir NACH VORNE GEHEN. Es ist niemals im Sinne der Schöpfung, dass ich die alten Wunden so in den Focus meiner Wahrnehmung stelle, dass ich meine, ich sei gehbehindert.
Der Schmerz darüber, was uns zustieß, der Schmerz darüber, dass man Menschen und Situationen loslassen muss, wenn man selbst gesund werden will, kann sehr groß sein.
Und doch gilt es, den Mut, in eine neue Zukunft gehen zu dürfen, zu finden.
Die weibliche Kraft schenkt Leben und nimmt Leben.
Die weibliche Kraft beinhaltet die große Fähigkeit, Liebe, Barmherzigkeit und Fürsorge zu geben und ist damit eine Energie, hinter der alles andere in der Schöpfung zurücksteht.
Das bedeutet NICHT, dass das Männliche in seiner Wertigkeit zurück stünde hinter dem, was das Weibliche ausmacht.
Aber die Kraft der Weiblichkeit, die den Männern und den von Ihnen repräsentierten Institutionen Kirche, Staat und Politik so lange Angst machte war nie verschwunden und konnte niemals zerstört werden.
Wenn die Frauen begreifen könnten, wie viel Stärke sie gerade dort finden könnten, wo Ihre größte Scham, Ihre größte Angst, Ihre größte Wut liegt, wenn sie Ihre Weiblichkeit voller Freude leben könnten, -es gäbe weniger Erkrankungen der weiblichen Organe.
Es gäbe weniger Leid im Bereich der seelischen Erkrankungen, weniger Depressionen.
Frau zu sein darf bedeuten, als eine Quelle der Freude, der Liebe und der Barmherzigkeit zu leben.
Könnten die Frauen ihre Weiblichkeit wieder annehmen und leben, so könnten Mitgefühl und  Mitmenschlichkeit wieder mehr Raum gewinnen in unserer Gesellschaft.
Wir reden hier von einer Barmherzigkeit, die nicht hochmütig sich zu denen herab lässt, die bedürftig sind, sondern wir reden von einer Form der Zuwendung, die den anderen so wie er ist läßt, die dem anderen nicht nur die Würde und Ehre nicht nimmt, sondern sie ihm zurückgibt. Barmherzigkeit ist etwas, was in dieser Gesellschaft keinen Platz hat und ist untrennbar mit dem weiblichen Aspekt des Lebens verbunden.
Die weibliche Energie, die im asiatischen Raum durch Kuang Yin verkörpert wird, repräsentiert eine solch klare, liebevolle  und starke Energie, das man begreift, dass Barmherzigkeit niemals mit sich aufopfern oder sich verausgaben zu tun hat.
Kuang Yins Aufforderung an uns ist, die weiblichen Aspekte, die in uns angelegt sind, zu leben:
Liebe, Güte, tiefes Mitgefühl für den Menschen und tiefstes Verständins für die Ängste und Schwächen jedes Menschen.
In jeder Frau und auch in jedem Mann steckt ein Teil dieser Energie.
Diese wieder anzunehmen könnte bedeuten, sich in einen Zustand zu begeben, den große Kraft, hohe Sensibilität und tiefste Mitmenschlichkeit ausmacht.

Weitere Informationen:
http://www.geistiges-heilen-karlsruhe.de

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