Newsletter abonnieren

Lassen Sie sich über aktuelle Meldungen und Neuigkeiten informieren:

eigenen Beitrag erstellen

Eigenen Beitrag verfassen Haben Sie interessante Artikel, News, eigene Beiträge, etc, die wir auf dieser Seite veröffentlichen können? Schicken Sie uns Ihren Beitrag!

Aktuelle Kommentare

Unsere rosarote Brille,Segen oder Fluch, beides?
dankesehr *:*...
zum Artikel

Hashimoto Thyreoiditis
Sehr geehrtr Herr Breitenberger, meine Toch...
zum Artikel

Hashimoto Thyreoiditis
Sehr geehrter Herr Breitenberger, können S...
zum Artikel

Familienstellen mit Homosexuellen
"Das Thema Homosexualität stellt einen nicht ...
zum Artikel

Familienstellen mit Homosexuellen
Es kann doch wohl nicht wahr sein, daß auf dieser ...
zum Artikel

Weitere Infos zum Thema

Ausgewählte Anbieter

Markus Breitenberger 80469 MünchenMarkus Breitenberger
Heilpraktiker
80469 München
Michael Rau 76448 DurmersheimMichael Rau
Heilpraktiker
76448 Durmersheim
Rosel Barge 22391 HamburgRosel Barge
Heilpraktikerin
22391 Hamburg
Simona Rosier 58239 SchwerteSimona Rosier
Heilpraktikerin
58239 Schwerte
Peter Gellermann 58239 SchwertePeter Gellermann
Heilpraktiker
58239 Schwerte
Ulrike Huber 83278 TraunsteinUlrike Huber
Heilpraktiker
83278 Traunstein

Hashimoto Thyreoiditis


Feed abonnieren

11.01.2009

Ein Artikel von Markus Breitenberger

Synonym: chronische Autoimmunthyreoiditis (AIT), Morbus Hashimoto, Struma lymphomatosa Hashimoto

Anzeige

Inhalt:

  1. Was ist das für eine Erkrankung?
  2. Vorkommen und Häufigkeit
  3. Begleiterkrankungen
  4. Auslöser
  5. Diagnostik
  6. Welche anderen Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden?
  7. Symptome
  8. Therapie schulmedizinisch
  9. Therapie integrativ
  10. Behandlungsbeispiel
  11. Aus der Praxis

1. Was ist das für eine Erkrankung?

Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, die zu einer meist schmerzlosen, chronischen Entzündung der Schilddrüse führt. Die Erkrankung verläuft in Schüben. Unbehandelt ist dieser Verlauf lebenslang und laut Schulmedizin unheilbar. Ursache der Erkrankung ist ein fehlgeleiteter Prozess im Immunsystem. In der Folge kommt es entweder zu einer Vergrößerung (Ersatz der Drüsenzellen durch Bindegewebe) oder Verkleinerung (Zerstörung der Drüsenzellen) der Schilddrüse. In beiden Fällen schwinden hormonproduzierende Zellen und es kommt zu einer Unterfunktion der Schilddrüse mit zahlreichen negativen Folgen für den Organismus.

2. Vorkommen und Häufigkeit

Eine Erkrankung mit fremdartigen Namen, benannt nach dem japanischen Arzt Dr. H. Hashimoto, der sie 1912 zum ersten Mal beschrieben hat. Entgegen dem exotischen Namen ist sie die häufigste Ursache für eine chronische Entzündung und primäre Unterfunktion der Schilddrüse.

In der größten bevölkerungsbasierten Verlaufsstudie zu dieser Erkrankung, der Wickham-Studie, konnte Folgendes gezeigt werden:

  • Bei 10% der Gesamtbevölkerung lassen sich erhöhte Auto-Antikörperwerte im Blut feststellen
  • Bei 7.5% der Bevölkerung ist zudem der (basale)TSH-Wert erhöht bei normalen Schilddrüsenhormon-Werten (subklinische Hypothyreose)
  • 1.9% der Bevölkerung haben eine manifeste Unterfunktion der Schilddrüse, d.h. der bTSH ist erhöht und die Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 sind erniedrigt

Betroffen sind insbesondere Frauen im 3. - 6. Lebensjahrzehnt, davon 8% aller Frauen vor und 16% aller Frauen nach der Menopause. Insgesamt leiden Frauen an einer AIT etwa 10mal häufiger als Männer. Es besteht eine familiäre Veranlagung zu Hashimoto-Thyreoiditis. Kinder von Eltern mit AIT haben eine Wahrscheinlichkeit von 25%, dass sie auch eine AIT entwickeln.

3. Begleiterkrankungen

Gehäuft tritt eine Hashimoto-Thyreoiditis gemeinsam mit anderen Autoimmunerkrankungen als ‚polyglanduläres Autoimmunsyndrom Typ II/III’ auf, wie: perniziöse Anämie (45%), rheumatoide Arthritis (25%), atrophische Gastritis, Morbus Addison, Alopezie u.a..

4. Auslöser

In der naturwissenschaftlichen Medizin gelten als gesicherte Faktoren, die zu einem Entstehen einer Hashimoto-Thyreoiditis führen:

  • genetische Vorbelastung Anm.: Interessanter als diese Tatsache wäre aber zu untersuchen, warum manche Menschen nicht erkranken, obwohl sie diese Veranlagung haben
  • Zufuhr hoher Dosen von Jod: jodhaltige Kontrastmittel, jodhaltige Medikamente Frage: zu hohe Jod-Dosierung in der Schwangerschaft?
  • verschiedene immunstimulierende Medikamente: Interferon-?, Interleukin-2 Frage: Impfungen?

Aus meiner Erfahrung treten einige Faktoren gehäuft vor Ausbruch einer Autoimmunerkrankung auf:

  • hormonelle Situation (meist mit hohen Östrogen- aber niedrigen Progesteronspiegel): Pubertät, polyzystisches Ovarsyndrom (Frauen mit diesem Syndrom erkranken 4mal häufiger an einer AIT), Schwangerschaft, Stillzeit, Pilleneinnahme, Prämenopause, Hormonsubstitution in Menopause
  • Infekte
  • Viruserkrankungen (Mononukleose u.a.)
  • Stress (Beziehung, Familie, Arbeit, Geld u.a.)
  • persönliche Krisen

5. Diagnostik

Die Diagnose erfolgt meist als Zufallsdiagnose in frühen Krankheitsstadien oder bei fortgeschrittener Erkrankung durch gezielte Untersuchung, weil Symptome der Schilddrüsenunterfunktion (Kälteintoleranz, Abgeschlagenheit, langsamer Puls, leichte Gewichtszunahme, trockene Haut etc.) oder einer initialen Schilddrüsenüberfunktion (Wärmeintoleranz, Unruhe etc.) Anlaß dazu gegeben haben.

Sonographie:

Eine echoarme Schilddrüse, die entweder diffus vergrößert / verkleinert / mit vielen kleinen Infiltraten versehen ist, ist mit einer Sensitivität von 95% beweisend für das Vorliegen einer Hashimoto-Thyreoiditis (auch ohne den Nachweis von Auto-Antikörpern).

Blutuntersuchung:

  • bTSH (nur morgens entnehmen wegen zirkadianen Schwankungen) ist ausreichend zur Bestimmung einer Funktionsstörung der Schilddrüse. Sehr verwirrend für Patienten sind die, je nach Quelle variierenden, Referenzbereiche für den bTSH-Wert. Danach richten sich die Empfehlungen für eine L-Thyroxinsubstitution. Eine Substitution mit L-Thyroxin bis zu einem bTSH von 4.0 – 6.0 mU/l ist optional (n. Prof. R. Gärtner, endokrinologische Abteilung LMU, München). Ausnahme bilden Personen mit ausgeprägten Symptomen, Frauen mit Kinderwunsch, Personen über 65 Jahre und Personen mit Fettstoffwechselstörungen. Hier sollte man einen bTSH unter 4.0 mU/l anstreben.
  • TPO-Antikörper (=TPO-AK) in 95% erhöht
  • TG-Antikörper (=TG-Ak) in 70% erhöht Die Antikörper-Konzentrationen schwanken im Krankheitsverlauf stark in Abhängigkeit von der Aktivität des Immunsystems. Eine Verlaufsbeobachtung ist daher nicht notwendig, wenn einmal die Diagnose gestellt wurde.
  • Die freien Schilddrüsenhormone fT4 und fT3 werden bestimmt zur Unterscheidung einer manifesten oder subklinischen Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse
  • zusätzlich sollte Eisen (Hb, Ferritin) und Vitamin B12 kontrolliert und ggf. substituiert werden. Die Schilddrüsen-Hormone T3 und T4 sind wichtig für die Vitamin B12-Aufnahme und den Knochenmarkstoffwechsel. Wenn die Schilddrüsen-Hormone reduziert sind und zusätzlich durch Verminderung der Parietalzellen im Magen bei perniziöser Anämie, werden auch weniger Vitamin B12 und Eisen aufgenommen. Bei einem Ferritin-Wert (zeigt Eisenspeicher in Leber und Knochenmark) von weniger als 20 μg/l kann Jod nicht in die Schilddrüse eingebaut werden und damit werden noch weniger Hormone produziert.

Die Schilddrüsen-Szintigraphie ist, außer in Fällen mit sonographisch nachweisbaren Knoten, nicht weiter diagnostisch hilfreich.

Die Feinnadel-Punktion ist beweisend für den Nachweis einer lymphozytären Thyreoiditis. Seit der Anwendung hochauflösender Sonographien ist sie aber nicht notwendig.

6. Welche anderen Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden?

  • Drüsenschwellung (Struma) mit anderer Ursache, v.a.:
    • Struma maligna
  • Andere Immunthyreoiditiden:
    • Post-partum-Thyreoiditis (PPT) Eine PPT entwickelt sich bei ca. 4% der Frauen, typischerweise 4 - 6 Monate nach der Entbindung, als vorübergehende Schilddrüsenfunktionsstörung. Sie tritt auch ohne Anstieg von Auto-Antikörpern auf. Häufiger Beginn mit einer Schilddrüsen-Überfunktion, die in die Unterfunktion übergeht. Eine Normalisierung wird nach ca. einem Jahr beobachtet. Oft wird die PPT der Hashimoto-Thyreoiditis gleichgesetzt und dadurch unnötig und meist lebenslang behandelt. Zwei Ursachen werden diskutiert: a) In der Schwangerschaft, der Stillzeit und bei hormoneller Verhütung nehmen Östrogene zu, die einen Anstieg von TBG (Thyroxin-bindendes-Globulin) zur Folge haben. Dadurch wird die Wirkung von Thyroxin (Schilddrüsenhormon) vermindert. b) Die PPT entsteht als sogenanntes ‚Reboundphänomen’ nach Immunsuppression in der Schwangerschaft.
    • Morbus Basedow Häufiger geht eine autoimmune Überfunktion in eine Unterfunktion der Schilddrüse über (selten umgekehrt).

7. Symptome

Anfangs können Symptome einer leichten Überfunktion (Wärmeintoleranz, Nervosität, Schweißneigung etc.) auftreten. Die sich dann einstellende Schilddrüsen-Unterfunktion tritt häufig mit kaum beeinträchtigten Allgemeinbefinden auf. Spezifischstes Symptom ist die Kälteintoleranz. Mögliche andere Symptome sind z.B.: Müdigkeit, Gewichtszunahme, Verstopfung, Libidoverlust, Haarausfall.

Bei subklinischer Unterfunktion werden klimakterische Beschwerden verschleiert; Symptome treten dann nach Thyroxin-Substitution auf und werden häufig als Symptome einer Schilddrüsen-Überfunktion fehlgedeutet.

8. Therapie schulmedizinisch:

Da hier keine kausale Therapie möglich ist, werden nur die Symptome behandelt. Es herrscht Einigkeit, dass bei manifester Schilddrüsenunterfunktion, d.h. erhöhtem bTSH und erniedrigtem fT4, eine Hormon-Substitution mit L-Thyroxin selbstverständlich ist.

Viel häufiger ist aber die subklinische Unterfunktion mit erhöhtem bTSH und normalen fT4 und fT3. Hier herrscht große Uneinigkeit bei Ärzten und Verwirrung bei Patienten, ab welchem bTSH-Wert eine Hormonbehandlung erfolgen sollte. Nach meiner Erfahrung kann diese Entscheidung nur unter Berücksichtigung der individuellen Situation der Patientin / des Patienten getroffen werden. Verschiedene Faktoren müssen beachtet werden:

  • Wie lange besteht die Erkrankung schon?
  • Ist die Schilddrüse größenverändert?
  • Liegen Begleiterkrankungen vor?
  • Bestehen Fettstoffwechselstörungen? Das kardiovaskuläre Risiko muß durch Senkung von LDL-Cholesterin minimiert werden.
  • Wie alt ist die Patientin / der Patient? Patienten über 65 Jahre mit subklinischer Schilddrüsen-Unterfunktion haben eine 3fach höhere Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken.
  • Liegt ein Kinderwunsch vor? Frauen mit einer AIT haben eine 3mal höhere Frühabortrate als gesunde Frauen.
  • Wie ist das subjektive Wohlbefinden?

Wenn Hormone gegeben werden, müssen diese einschleichend mit 50 Mikrogramm (μg) begonnen werden. Steigerung alle 2 Wochen um 25 μg bis auf 100 μg. Das subjektive Wohlbefinden sollte hier immer Vorrang haben vor der schnellen Normalisierung des bTSH. Bei Überdosierung erfolgt eine ‚Hyperthreosis factitia’, d.h. künstlich erzeugte Symptome einer Schilddrüsen-Überfunktion. Allergien können auftreten (Durchfall etc.) durch Zusatzstoffe in L-Thyroxin-Präparaten. Die Wirkung von Insulin wird abgeschwächt und die Wirkung von Antikoagulantien wird verstärkt (Quick-Kontrolle nötig).

Das bTSH wird zwischen 0.5 - 1.5 mU/l im unteren Normalbereich eingestellt. Dies wird meist mit einer L-Thyroxindosis von 1.5 μg/kg Körpergewicht erreicht. L-Thyroxin muß morgens mindestens eine halbe Stunde vor der Mahlzeit nüchtern eingenommen werden.

Eine Jod-Subtitution ist bei Hashimoto-Thyreoiditis nicht sinnvoll. Die Fähigkeit zur Jodaufnahme ist bei AIT vermindert bis ganz aufgehoben und zudem verstärken höhere Joddosen den Entzündungsprozeß.

Ebenfalls sind Immunsuppressiva (Chemotherapeutika) und Stereoide (Cortison) nutzlos. Kontraindikationen für L-Thyroxinsubstitution sind funktionelle Autonomie (durch Szintigramm feststellbar) und Herzerkrankungen.

9. Therapie integrativ:

Ein integrativer Therapieansatz berücksichtigt die Möglichkeiten verschiedener medizinischer Disziplinen und Ansätze zum Wohle des Patienten. Ziel ist, eine individuell passende Behandlung zu entwerfen, die ein Maximum an Heilwirkung bei einem Minimum an Nebenwirkung und Medikamenten-Abhängigkeit zur Folge hat. Bei Autoimmunerkrankungen haben sich in meiner Praxis die Anwendung folgender Therapierichtungen, als Mono- oder Simultanbehandlung, als sehr hilfreich erwiesen: naturwissenschaftliche Medizin, klassische Homöopathie, Phytotherapie, Psychotherapie / Selbsterfahrung. Unterschiedliche Menschen werden von unterschiedlichen Richtungen angesprochen und erreicht. Folgende Schemata haben sich als heilsam erwiesen, sind aber jederzeit zu verändern oder zu ergänzen, wenn es Laborwerte, Ultraschalldiagnostik oder subjektives Befinden erfordern:

Wenn nur Auto-Antikörper erhöht sind: Homöopathische Konstitutionsbehandlung + Selen (200μg pro Tag)

Wenn nur bTSH und Auto-Antikörper erhöht sind (subklinische Hypothyreose): Homöopathische Konstitutionsbehandlung + Selen (200μg pro Tag);

evt. Hormonsubstitution, wenn bei Frauen mit Kinderwunsch oder Frauen über 65

Jahren ein bTSH von mehr als 4.0 mU/l sich über mehr als ein halbes Jahr als

therapieresistent erweist, oder wenn andere zwingende Gründe Anlaß dazu geben.

Wenn bTSH und Auto-Antikörper erhöht sind und fT4 erniedrigt ist (manifeste Hypothyreose): Homöopathische Konstitutionsbehandlung + Selen (200μg pro Tag) + Hormonsubstitution

Bei subklinischer oder manifester Schilddrüsen-Überfunktion im Rahmen einer AIT, d.h. wenn bTSH erniedrigt und fT3 und fT4 normal oder erhöht sind, muß eine Therapie einsetzen, um Vorhofflimmern und neuropsychiatrische Erkrankungen zu verhindern:

Homöopathische Konstitutionsbehandlung + L-Carnitin (2-4 g pro Tag); evt. medikamentöse antithyreoidale Therapie (Carbimazol o.ä.), wenn der bTSH binnen 3 Monate nicht ansteigt, oder wenn andere zwingende Gründe Anlaß dazu geben.

10. Behandlungs-Beispiel

Schulmedizin (organotrop):

  • Der Patient wird bei typischer Symptomatik vom Hausarzt zum Endokrinologen (Facharzt für hormonelle Erkrankungen) überwiesen.
  • Der Arzt fokussiert nur die Hormondrüsen, nämlich Hypophyse und Schilddrüse. Das ursächliche Zentrum der Erkrankung, das Immunsystem, wird nicht behandelt.
  • Nach Laboruntersuchung, Ultraschall und in der Regel zehnminütigen Gespräch verordnet er Medikamente zur lebenslangen Einnahme.
  • Therapeutische Alternativen werden meist als unverantwortlich abgelehnt.
  • Der Schilddrüse wird es abgenommen, Hormone selbst zu produzieren, weil sie durch die Medikamente von außen zugeführt werden. In der Folge stellt das potentiell noch produktionsfähige Gewebe die Herstellung von Hormonen ein.
  • Bei richtiger Dosierung normalisieren sich die Laborwerte und werden jährlich überprüft
  • (die richtige individuelle Dosierung ist häufig sehr schwierig zu ermitteln, und es können sogenannte iatrogene’, d.h. durch ärztliche Einwirkung entstandene, Krankheiten, wie z.B. ‚Hyperthyreosis factitia’ entstehen)
  • Für den Endokrinologen ist der Patient damit geheilt.
  • Sollte sich eine weitere Schwächung des Organismus an einem anderen Organ zeigen (polyglanduläres Autoimmunsyndrom), sucht der Patient den nächsten Facharzt auf, der ebenfalls wieder nur einen Teil-Ausschnitt dieses Menschen berücksichtigt. Das Zentrum der Erkrankung, das Immunsystem, bleibt unbehandelt.

Homöopathie (personotrop):

  • Der Patient kommt vom Allgemeinarzt oder Endokrinologen auf der Suche nach Alternativen zu einer lebenslangen Medikamenten-Einnahme.
  • Es wurden Laborwerte und Ultraschall bzw. Szintigramm für Diagnose, Prognose und Verlaufsbeurteilung bestimmt.
  • Wenn die erhobenen klinischen Daten es erlauben, wählt der Homöopath einen Behandlungsweg, auf dem der Organismus durch ein homöopathisches Arzneimittel zur Selbstregulation angeregt wird.
  • In der homöopathischen Anamnese wird versucht zu verstehen, wodurch es zu einer solchen Entgleisung des Immunsystems gekommen ist.
  • Die Behandlung zielt darauf ab, den Menschen zu heilen. Das Immunsystem soll von einer weiteren Zerstörung körpereigenen Gewebes abgehalten werden.
  • Nach Rückgang der Symptome und Normalisierung der Laborwerte, bewirkt die homöopathische Therapie, dass die Krankheit nicht wiederholt auftritt oder sich in eine andere (Autoimmun-) Krankheit wandelt.
  • Eine Simultanbehandlung von Homöopathie und Schulmedizin wird dann durchgeführt, wenn schon soviel Schilddrüsen-Gewebe durch die Entzündung zerstört ist, dass eine selbstständige Hormon-Versorgung nicht mehr möglich ist.
  • Es wird nur die zur Deckung des Hormondefizits nötige Hormonmenge zugeführt. Durch homöopathische Behandlung wird die Fähigkeit zur Hormonproduktion aktiviert, und das noch funktionstüchtige Gewebe wird durch Selen geschützt.

Auch wenn der Patient sich subjektiv wieder wohler fühlt, werden weiterhin jährlich die nötigen Laborparameter bestimmt, die Schilddrüse mit Ultraschall untersucht und eine homöopathische Anamnese durchgeführt, um die Dauerhaftigkeit der Heilung zu gewährleisten.

11. Aus der Praxis

Hashimoto-Thyreoiditis kann mit der sogenannten Schulmedizin nicht geheilt werden. Leider darf für viele Mediziner/Innen nicht sein, was nicht sein kann: Menschen, die von dieser Autoimmunerkrankung geheilt sind. Was bedeutet Heilung in diesem Zusammenhang? Wenn über einen Beobachtungszeitraum von mindestens einem Jahr der bTSH-Wert und die Hormonwerte im Normbereich sind, die Schilddrüse sich weder weiter verkleinert noch vergrößert und das subjektive Wohlbefinden in Ordnung ist, dann nenne ich das Heilung (die TPO-Antikörper sind meist Folge, nicht Ursache der Erkrankung und deren Werte sind nicht maßgeblich für den Heilungsprozeß). Diese Situation durfte ich mit Patienten in der Praxis Dutzende Male erleben (auch bei bTSH von 86 mU/l zu Beginn der Behandlung). Dies soll kein Heilversprechen sein, sondern betroffenen Menschen Hoffnung geben auf ihrem oft schwierigen Weg.

Weitere Artikel von Markus Breitenberger

Aktuelle Termine und Veranstaltungen

04.09.2010Schamanische Visionssuche Heilungszeremonie (Gummersbach)
10.09.2010Schamanische Visionssuche Heilungszeremonie (Vöhl-Harbshausen)
14.09.20105 Tibeter (Herzogenburg)
17.09.2010Schamanische Visionssuche Heilungszeremonie (Münsingen-Buttenhausen)
19.09.2010Schamanische Visionssuche Heilungszeremonie (Münsingen-Buttenhausen)
27.09.2010metabolic Balance Informationsabend - kostenlos (Nürnberg)
25.10.2010metabolic Balance Informationsabend - kostenlos (Nürnberg)
22.11.2010Heilzeichen zum Aufmalen (Bad Münder)
29.11.2010metabolic Balance Informationsabend - kostenlos (Nürnberg)

Anzeige

Kommentare zu Hashimoto Thyreoiditis

von: Susanne Schmidt

18.01.2009 01:10 Uhr

Danke für diesen Artikel!! Mein Sohn (28) hat einen bTSH von 40 und mikrosom.AK,FT3 und FT4 im unteren Normbereich.Schulmediziner will L-Thyroxin substit.trotz Bradykardie u.Herzrythmusst.Vermuten,daß Immunsystem durch Entfernen der Weisheitszähne und dadurch auch NN-Schwäche gestört wurde.Bis jetzt noch kein L-Thyroxin genommen. Wo haben Sie Ihre Praxis? Würde mich sehr über eine mail freuen.Danke !


von: Ellinor Holt

19.02.2009 10:23 Uhr

Sehr geehter Herr Breitenberger, bin mit Hashimoto diagnositiziert worden, TSH bei 10, Symptome Müdigkeit, Erschöpfung.Möchte aber, bevor ich mit Thyroxin beginne, lieber den Weg der Homeopathie einschlagen. Für eine mail wäre ich Ihnen dankbar! Ellinor Holt


von: corinna martens http://www.-

06.03.2009 01:51 Uhr

Lieber Herr Breitenberger!!
auch ich bin auf der Suche nach eine Alternative ...habe die Diagnose gestern bekommen...stäube mich innerlich die Tabletten auf ewig nehmen zu müssen!!
Können Sie mir vielleicht einen Heilpraktiker in Hamburg empfehlen, der sich damit auskennt??..Ich wäre Ihnen sehr dankbar!
Freundliche Grüße
c.m.


von: *** ***

01.07.2009 10:46 Uhr

Lieber Herr Breitenberger,
vielen Dank für Ihren informativen Artikel! Vor drei Jahren wurde bei mir Hashimoto festgestellt. Zusatzlich zur schulmedizinischen Behandlung (Hormonsubstitution) würde ich gerne noch alternative Behandlungsmöglichkeiten ausprobieren. Können Sie mir vielleicht einen guten Heilpraktiker in Berlin empfehlen?
Mit freundlichem Gruß
B.H.


von: Anna Kolling

13.08.2009 01:57 Uhr

Lieber Herr Breitenberger,
habe auch gerade die Diagnose Hashimoto (+ RA) erhalten, allerdings überhaupt keine Symptome. Bevor ich mich lebenslang medikamentiere, würde ich gerne alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen. Können Sie mir einen Experten in Berlin empfehlen?
Im Voraus Dankeschön und beste Grüße
A.K.


von: Antje Daumann

19.08.2009 01:34 Uhr

Sehr geehrter Herr Breitenberger,
ich hätte auch gern gewußt wo, sich in Berlin ein Experte für Hshimoto-Erkrankte befindet.Schulmediziner oder Heilpraktiker. Die Praxis in der Kantstr. kenne ich schon. Vielen Dank und Gruß.


von: Diana Jess

24.08.2009 12:02 Uhr

Sehr geehrter Herr Breitenberger, bin 40 Jahre alt und nach einigen Untersuchungen, weil ich nicht schwanger wurde, hat man nun Hashimoto festgestellt. Mein Arzt sagt, er hätte häufiger erlebt, dass Patientinnen dann nach Einnahme von L-Thyroxin 3 Monate später schwanger gewesen wären. Das möchte ich zwar so schnell wie möglich, aber andererseits widerstrebt es mir, bis ans Lebensende diese Tabletten einzunehmen. Können Sie einen Homöopathen in Nürnberg oder Umgebung empfehlen, der ähnlich wie Sie praktiziert? Vielen herzlichen Dank. D.J.


von: Anna G.

28.08.2009 04:05 Uhr

Sehr geehrter Herr Breitenberger,

ich habe die Diagnose Autoimmunthyreopathie. Seit 1 Jahr habe ich UF Symptome, Thyroxin nehme ich erst seit 3 Wochen. Bis jetzt hat sich mein Befinden noch niht gebessert. Wo befindet sich Ihre Praxis? Ich würde mich über eine Antwort freuen, danke!


von: ingrid müller

10.09.2009 02:41 Uhr

bitte um einen guten Therapeuten/Arzt, der sich mit Schilddrüsenproblematik evtl. Hashimoto auskennt im aachener Gebiet!
danke+


von: Iris Hammermeister http://www.eifelpraxis-hammermeister.de

08.10.2009 01:02 Uhr

Guten Tag,
ich kenne mich aufgrund meiner eigenen Erkrankung und therapeutischen Arbeit sehr gut mit Schilddrüsenerkrankungen und insbesondere mit Hashimoto aus. Ich konnte meiner Erkrankung in die Heilung bringen. Bei Interesse einfach melden.
Ich


von: Beate Koch http://www.beate-koch.de

22.10.2009 09:52 Uhr

Im Artikel wird wenig über die seelischen Zusammenhänge ausgeführt. In meiner eigenen Behandlung habe ich wesentliche Erkenntnisse gewonnen und weiß inzwischen, dass sich in dieser Schilddrüsenerkrankung ( genauso wie in anderen Erkrankungen) unbewusste, abgespaltene Anteile der Seele mitteilen. Es macht viel Sinn diese Aussagen zu erarbeiten und ins Bewusstsein zu integrieren. Meine Hormonsubstitution hat sich damit erübrigt.


von: Iris Carla Groscurth

20.04.2010 10:49 Uhr

Hallo Herr Breiternberger,

ich habe seit 1999 Hashimoto Thyreoiditis und werde seitdem mit L-Thyroxin behandelt. Der Befund kam zufällig, als ich eine Sportdiagnostik gemacht habe - ich hatte also nie Symptome. Meine Ärzte haben mir immer gesagt, dass die KRankheit nichts Schlimmes sei, da sie ja problemlos mit L-Thyroxin zu behandeln sei. ERst seit ein paar Jahren habe ich eine immer alternativere Lebensweise eingeschlagen und ärgere mich nun, dass ich nie versucht habe, meine SChilddrüse alternativ behandeln zu lassen. Jetzt ist sie ziemlich klein und laut meinem Endokrinologen nicht mehr in der Lage, auch bei Entzündungsstillstand genügend Hormone zu produzieren. Dennoch möchte ich jetzt wenigstens versuchen, die Antikörper zu drosseln. Derzeitig liegen diese wieder bei 600 - während meiner Schwangerschaft waren sie bei unter 60, was ja normal ist, aber leider ist es nicht dabei geblieben. Nun die oft gestellte FRage: können Sie mir einen Homöopathen bzw. Arzt in Berlin empfehlen?
Danke im voraus,
ICG


von: Doreen G.

30.04.2010 07:01 Uhr

Sehr geehrter Herr Breiternberger,

bei mir ist vor 9 Wochen Hashimoto diagnostiziert worden, ich bin mit den typischen Symptomen wie Müdigkeit, ständiges Frieren, Haarausfall und starken Gelenkschmerzen zum Arzt gegangen. Anfangs hieß es immer: ich müsse abnehmen,( wog 91 kg bei 165 cm Größe)...mittlerweile sind es schockierende 108 kg! ( nachdem ich auch eine 4- wöchige Kortison-Tabletten-Therapie hinter mir habe ) ich bin verzweifelt...gehe 2 mal pro Woche zum Sport, fahre oft Rad, esse schon minimal uns fettarm, viel salat und ich bekomm nix runter...haben Sie einen Rat, wie ich effektiv Gewicht reduzieren kann??? Ich nehme momentan L-Thyroxin 50 , was wäre wenn ich davon 2 stück am Tag nehme, um den Stoffwechsel anzukurbeln?
Über eine mail würde ich mich freuen...

Grüße aus dem Spreewald...


von: Sandra Sandra

07.08.2010 11:37 Uhr

Sehr geehrter Herr Breitenberger,
können Sie mir einen Homeopathen in Wuppertal empfehlen, der Hashimoto therapiert? Vielen Dank im voraus und schönen Gruss. Sandra


von: sabine H.

11.08.2010 08:18 Uhr

Sehr geehrtr Herr Breitenberger,
meine Tochter (18) leidet seit ca 3 1/2 Jahren an Hashimoto, mit massivem Gewichtsanstiieg. Sie hat ca 2o kg zu genommen. Alle endokrinilogischen Blutuntersuchungen waren in Ordnung. Sie nimmt L-Thyroxin 150 und hat ständig schwankende Werte. Vor 7Monaten war der TSH 0,32 jetzt ist er wieder 15,01. Beim niedrigen Wert hat es auch mit dem Abnehmen etwas geklappt. Sie macht viel Sport und achtet auf die Ernährung. Jetzt geht gar nichts mehr. Sie ist auch total müde und ausgepowert. Haben es schon mal Homöopathisch versucht, aber das war ein Reinfall. Ich glaube die Dame kannte sich einfach nicht aus. Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Gruß


Artikel kommentieren

Vorname:
Nachname:
eMail-Adresse:
Homepage:
Sicherheitscode:
Sicherheitscode  
Ihr Kommentar zu diesem Artikel:
 
© 2006 therapeutenfinder.com :: info@therapeutenfinder.com :: www.therapeutenfinder.com
Alle Therapeuten im Verzeichnis