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Die Craniosacrale (kraniosakrale) Osteopathie


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06.11.2008

Ein Artikel von Heilpraktiker und Physiotherapeut Markus Decker

Sanftes Lösen von Blockaden – Gesund durch tiefe Entspannung Die Craniosacrale Osteopathie (CSO) oder Craniosacrale Therapie ist eine sanfte Untersuchungs- und Behandlungsmethode, die der Therapeut (Heilpraktiker, Physiotherapeut, Arzt) mit seinen Händen am sitzenden oder liegenden Klienten ausführt. Diese ganzheitliche Therapieform entstand in den 1930er Jahren, als der amerikanische Arzt Dr. Sutherland die bestehende Osteopathie weiter entwickelte. Sutherland fand heraus, dass das Cranium (= der menschliche Schädel) beweglich ist und konnte bei seinen Patienten Eigenbewegungen der Knochen mit seinen Händen fühlen. Schädel und Kreuzbein (= Sacrum) sind durch die Hirn- und Rückenmarkshäute verbunden; dadurch bildet sich die craniosacrale Einheit. Diese bewegt sich rhythmisch durch das Pulsieren der Hirn-Rückenmarksflüssigkeit. Und dieses Pulsieren überträgt sich auf den übrigen Körper, ähnlich wie sich Wellen ausbreiten, nachdem man einen Stein ins Wasser geworfen hat. Wenn Menschen krank werden oder unser Körper verspannt oder schmerzhaft ist, wenn wir uns nicht in unserer Mitte fühlen, kann der geübte Therapeut bei seinen Klienten Gewebs-Blockaden ertasten; die Wellen breiten sich nicht vollständig aus. Dies ist häufig schon zu spüren, bevor wir uns wirklich krank fühlen. Beispielsweise kann sich die Gewebe-Beweglichkeit im Bauch verringern (Bauchspannung und Blähungsgefühl), wenn wir Nahrungsmittel konsumiert haben, die wir nicht vertragen oder wenn wir stressbedingt zu wenig in den Bauch atmen. Die Anspannung des Bauches bringt, bei dauerhafter Einwirkung der Schädigung, die Region Darm/unterer Rücken aus dem Gleichgewicht; mittelfristig können dadurch Rückenschmerzen entstehen. Dementsprechend wird immer der gesamte Körper in die Untersuchung und Behandlung einbezogen. Häufige Beschwerden, wegen derer ein Craniosacral-Therapeut aufgesucht wird, sind Kopfschmerz/Migräne, Tinnitus, Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen, Skoliose und andere Wirbelsäulen-Erkrankungen, Wirbelblockierungen, Kiefergelenkstörungen und Zähneknirschen, Atemwegserkrankungen und eingeschränkte Atmung, Schlafstörungen und fehlende Entspannungsfähigkeit, Konzentrationsstörungen, Folgen von Operationen und Unfällen, Schmerz und Bewegungseinschränkung durch Gelenkverschleiß, Lähmungen, z.B. nach Schlaganfall, Herz – Kreislaufbeschwerden, Störungen der Verdauungsorgane, Schwangerschafts- und Menstruationsbeschwerden. Der Therapeut sucht durch ausführliche Befragung und Untersuchung gemeinsam mit den Klienten nach Ursachen für deren Beschwerden. Oft zeigen sich dabei auch emotionale oder psychische Zusammenhänge. Diese können in Kombination mit Körperwahrnehmungs- und Gesprächstechniken sowie der Arbeit mit Inneren Bildern mit bearbeitet werden. So eröffnet sich die Möglichkeit, die eigene Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Ganz wesentlich bei der Behandlung ist der respektvolle Umgang des Therapeuten mit dem Klienten: Der Therapeut achtet den persönlichen Raum des Klienten und nähert sich ihm einfühlsam und vorsichtig. Es wird grundsätzlich nicht gegen die Widerstände des Klienten gearbeitet, sondern mit ihnen. Der Therapeut lässt dem Klienten bzw. seinem Körpergewebe die Zeit, die es braucht, um von selbst loslassen zu können. Besteht z.B. eine schmerzhafte Muskelverspannung wegen einer Wirbelblockade, manipuliert der Therapeut nicht in diesen Schmerz hinein, sondern löst zunächst die umgebende Verspannung, damit sich der Wirbel durch einen sanften Impuls neu einrichten kann. Obwohl die CSO eine sanfte manuelle Behandlung ist, die von fast allen Klienten als sehr angenehm empfunden wird, hat sie doch erstaunlich starke Wirkung: schon während der Behandlung stellt sich oft eine tiefe Entspannung ein; durch die bequeme Lagerung und die entlastenden therapeutischen Griffe können Muskeln ihre Verspannung loslassen und der Körper kann sich in einer neuen entspannteren Haltung einrichten. Manchmal verstärkt sich für einen Moment ein vorhandener Schmerz oder ein „Loslass-Schmerz“ tritt auf, etwa wie ein Muskelkater nach einer starken Belastung. Solche Schmerzen sind Teil des (Selbst-) Heilungsprozesses und gehen erfahrungsgemäß schnell vorüber. Während einer Behandlungsserie verändert sich das Gespür für den eigenen Körper. Klienten berichten, dass sie „schädigende“ Bewegungsabläufe, Störfaktoren von außen und Stress schneller wahrnehmen als vorher und besser für sich sorgen lernen. Oft wird eine bewusstere Körperwahrnehmung beschrieben, die es erleichtert, für das eigene Wohlbefinden zu sorgen. Durch die in den Behandlungssitzungen erlernten Atem- und Dehnungsübungen wird der Körper beweglicher und freier. © 2009 Markus Decker, Aachen Heilpraktiker und Physiotherapeut 0241 – 99 79 193 www.point-of-balance.de

Weitere Informationen:
http://www.point-of-balance.de

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