TRÄUMEN - der Weg von der Seele in die Welt

TRÄUMEN - der Weg von der Seele in die Welt

Wer sich ein wenig für Menschen interessiert, hat sich über die Jahre sicher schon einmal gefragt, warum die einen ständig beschäftigt sind, ständig neue Horizonte, Ziele und Herausforderungen suchen, immer wieder etwas Neues brauchen, immer im „Soll“, „Muss“, „Will“ sind – und die anderen einfach in ihrer Kraft sitzen, ganz gleich, was geschieht, einfach, und einfach in Fülle.

 

Ich habe für mich eine Antwort darauf gefunden, die ich in gerne mit Euch teilen möchte.

Der Wdww-Prozess (Was Dir wirklich wichtig ist © Evelin Rosenfeld) baut auf der Tatsache auf, dass jeder Mensch

  • einzigartig ist
  • eine einzigartige Wahrnehmung von der Welt hat
  • eine einzigartige Form der Liebe in sich trägt
  • aus tiefster Seele von dem Anliegen geführt ist, diese Fom der Liebe in der Welt zu manifestieren – passiv (empfangend) und aktiv (gebend)

Die wenigsten Menschen können ad hoc fassen, was diesen, ihren einzigartigen Wesenskern, bestimmt. Das funktioniert auch nur in einem Zustand vollkommener Angstfreiheit und Ich-Losigkeit – und dahin ist ein Stück des Weges zu gehen- das wissen alle, die den Prozess durchlaufen haben.


Doch was kommt dann ?
Was geschieht mit einem Menschen, der sich von Konventionen und Verhaltensmustern soweit befreit hat, dass er seine Einzigartigkeit differenziert wahrnehmen kann und seinen gesamten Fokus in den Dienst der Seele – statt in den Dienst angstgesteuerter Mechanismen und Vor-Stellungen – stellen kann ?


Bei mir war es so, dass zunächst eine Phase der Euphorie und ein großes Freiheitsgefühl folgten. Mit ungebremster Empathie konnte ich meine Mitwesen wahrnehmen – für wahr nehmen – ohne mich in Projektionen und emotionale Bindungen zu verstricken. Mein Herz war leicht und weit, mein Geist klar und ruhig. Es gab nichts zu tun – und sehr viel wahrzunehmen.
In dieser Phase ist mir sehr viel Kraft zugeflossen: Alle Sorgen, aller Ärger, alle Ängste, die mir vorher Kraft geraubt hatten, waren weg – stattdessen erlebte ich eine intensive Allverbundenheit und zugleich grenzenlose Demut und Dankbarkeit vor der Schöpfung.
Und je mehr Kraft sich in mir „ansammelte“ desto deutlicher wurde ein Handlungsimpuls: Die Sehnsucht, der Liebe, die ich empfand und die mich leitete, zu dienen.

Ich wollte der Schöpfung dienen, mit dem, was sie aus mir gemacht hatte. Ich wollte mich verschenken – und das hieß auch: ich würde mich nicht mehr verbiegen, für die Forderungen, Erwartungen, Wünsche von Menschen, die in ihrer Angst agierten.
Stattdessen wollte ich diese Angst packen – und in Liebe tränken, so, wie ich sie verstehe.

Sonnenklar erschien mir, dass all die Probleme und großen Herausforderungen in unserer menschgemachten Welt daher rührten, dass Menschen aus Angst re-agierten: Gier – die Angst, nicht genug zu bekommen. Hass – die Angst, versehrt zu werden oder verloren zu gehen. Verblendung – die Angst, bedeutungslos und gewöhnlich zu sein.
Ja, jede/r, der sich die „Weltprobleme“ in der Tiefe ansieht muss erkennen: Kriege, Hunger, Ausbeutung, Gewalt, Armut, Zerstörung resultieren daraus, dass Einzelne aus Angst agieren – und Viele folgen.

So ist es nur folgerichtig, dass ein Mensch, der seine Kraft freizusetzen gelernt hat, auch handeln ( = dienen) will und wird.
Doch vielen fällt es schwer, eine geeignete Form für ihr Seelenanliegen zu finden.
Und nebenbei noch so triviale Themen wie „Lebensunterhalt“, „eingegangene Verpflichtungen“, „Machbarkeit“, „Wirksamkeit“ zu berücksichtigen.

Und hier kommt das „Träumen“ ins Spiel.

Ich meine mit diesem Wort NICHT, sich etwas Hübsches auszumalen und damit aus der „Realität“ zu entfliehen.
Vielmehr lehne ich mich mit dem Begriff an die schamanische Tradition Castañedas an: Dort wird das Träumen beschrieben als eine Art „Sehen“ auf einer subtilen Ebene. Castañeda beschreibt es als Technik, zwischen zwei „Wirklichkeitsebenen“ hin- und herzuwechseln.
Ich würde eher sagen, es ist ein Bewusstseinszustand, der uns in die Lage versetzt, das Potenzial der Gegenwart zu erkennen. In unserem Sprachgebrauch würde man vielleicht sagen „was im Raum ist“ oder „was ansteht“.


Träumen in diesem Zusammenhang hat also NICHTS mit Wünschen zu tun. Vielmehr heißt es, aus einem Zustand des inneren und äußeren Einklangs heraus zu erkennen, welche Form sich natürlicher Maßen ergibt. Das, was „ist“ wahrzunehmen, auch wenn es für uns (noch) nicht sinnlich erfahrbar ist.

Ein klitzekleines Beispiel aus meinem Alltag:

Aus einem Zustand der Fülle und der Kraft heraus, in einer Lebenssituation in der ich in Frieden bin, begegnet mir etwas, das meine Aufmerksamkeit bindet und mein Herz – positiv oder negativ – berührt. Der Herr, etwa, der kürzlich kam, um meinen Wagen zu kaufen. Ein unruhiger Mann, Typ „Manager“, der mit seinem Mercedes in der Mittagspause vorbeikam; er wolle den Wagen für seine Tochter – später doch für sich selbst – habe so eine volle Agenda, dass er nicht wisse, ob er unseren Termin einhalten könne. Telefoniert mehrfach während des kurzen Verkaufsgesprächs vor meinem Haus. Der Sohn hätte schlechte Laune, weil er irgendeine Arbeit „vermasselt“ hätte – er müsse „kurz“ mit der Lehrerin sprechen. Ein Anruf bei der Lehrerin: „Mein Sohn kann heute nicht kommen, weil er seine plötzlich erkrankte Großmutter besuchen müsse…“.


Ich „träume“ … ich „sehe“ … einen Menschen, der gefangen in seinem „es ist nicht genug“ von Lüge zu Lüge, von Status zu Status, immer tiefer in die Leere schlittert.


Ich „träume“ … ich „sehe“ … ein eingeschüchtertes Team unter seiner Leitung, Zahlen die gedreht werden, eine Lüge löst die andere ab – das Ergebnis stimmt nicht – aber es bleibt wie es ist.

 

Ich „träume“ … ich „sehe“ …und ich sage da vor meinem Haus am Wagen nur 1 Satz:

„Sie lügen …. Für Ihren Sohn ? …“

Ich „träume“ … ich „sehe“ … dass dies das erste Steinchen im Herzen dieses Mannes ist, das aufbricht. Es wird mehr brauchen. Er hat den Mut (noch) nicht, es sich selbst zu holen.

Ich „träume“ … ich „sehe“ … dass ich in diese Firma gehen werde. In Jeans. Und dass ich dort ein Compliance-Programm initiieren werde, damit die ganze Mauer fällt.

Und dann handle ich…

Dabei sollte ich vielleicht nochmals betonen, dass ich NICHT auf der Suche nach einem "Auftrag" war oder bin, dass ich das Unternehmen dieses Mannes nicht kenne und gar nicht weiß, ob ich dort "arbeiten" will - da ist also nichts, was ich "brauche" oder "wünsche"
Es ist lediglich eine Wahrnehmung dessen, was sich fügt und wo es mich - das was ich bin - braucht.

Und dem folge ich.

Hier in diesem Beitrag geht es mir um den Unterschied zwischen „Träumen“ aus einer offenen Resonanz und überbordenden Fülle heraus – im Unterschied zum Träumen aus einer Mangelsituation heraus, in der wir – jenseits der Realität – uns herbei wünschen, wovon wir uns (Zu)Frieden(heit) erhoffen.

Der Unterschied ist, dass im Träumen, das ich meine, eine unmittelbare Verbindung zwischen Schöpfung- Seele- Alltagsrealität und Handlung wirkt. Dieses Träumen führt zum Dienst an der Schöpfung, mit der ganzen Kraft der Seele.
Und damit zu Kraft und Fülle.


Ganz anders ist es mit den allzu populären „Wunschprogrammen“:

Ob nu NLP, Alphaprogrammierung, Visualisierung oder Bestellung beim Universum: All diese Ansätze beginnen im Mangel und enden auch dort.
Wünsche und Ziele entspringen IMMER aus einer Wahrnehmung, in der es nicht genug ist, in der etwas fehlt oder anders sein soll. Diese Mangel-Wahrnehmung setzt den Menschen in Bewegung – und nicht seine innere Fülle und Kraft. Und die Bewegung führt ihn noch weiter weg von der Situation, in der er in seiner Kraft steht und ihm auch kontinuierlich Kraft zufließt.
Hier sind sie – die verplanten Hektiker, immer unterwegs zum „Neuen“, immer wichtig, immer dringend, immer besonders….

Wer hingegen das Träumen“ beherrscht, bewegt sich kaum aus der inneren Position. Doch wenn die Chance des „Dienens“ sich zeigt – und nur das Dienen, das dem Wesenskern entspricht – dann werden schlagartig alle Kräfte mobilisiert, ausgerichtet auf das, worum es dieser Seele geht – und Manifestation stellt sich ein.

Dienen hat niemals etwas mit weltlichen Sehsüchten und Bedürfnissen zu tun. Daher bringt es auch keine Wünsche hervor, die sich auf die eigene Bedürfnisbefriedigung richten.


Ach und noch etwas für die, die schon ein bisschen mehr von mir gelesen oder gehört haben: Das „Geliebte Tun“ – das Äquivalent zu „Beruf“- bei dem es darum geht, mit dem Seelenanliegen einen klaren Platz in der Gemeinschaft einzunehmen, den vollen Lebensunterhalt zu verdienen und aktiv mitzugestalten, das ist die aus dem Träumen gegossene Form, in der ein selbstbestimmter Mensch wirkt.
Diese Form ist nicht vergleichbar mit den üblichen „Berufsbildern“. Manchmal scheint es sinnvoll, geläufige Begriffe über uns ergehen zu lassen, einfach, um erreichbar zu sein.

Und doch ist die „Form“, die wir unserem Seelenanliegen geben, kein routinemäßiges Bild unserer Arbeit, keine neue Rolle, die uns früher oder später ebenso ersticken wird, wie die Rollen, die wir vorher abgelegt haben. Vielmehr beschreibt die „Form“ lediglich, WIE wir unser Seelenanliegen manifestieren – also mit und für welche Menschen in welchem Kontext und Umfeld, mit welchen Werkzeugen Rhythmen, Preisen und Mengen….

Ob und wann wir aber handeln und unseren Dienst tun, ist eine Sache des „Träumens“…

Wenn Du mehr hierüber wissen willst, Fragen oder Einwände hast, schreib mir … oder lies im folgenden Artikel einfach mal, was ich mit dem Jahreszyklus vorhabe:

 

Weitere Informationen:
http://evelinrosenfeld.de/index.php/de/?option=com_acymailing&ctrl=archive&task=view&mailid=128&key=2kbM9xXV&tmpl=component

Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
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