Bestechung bei der Arbeit?

Bestechung bei der Arbeit?

Liebe Leserinnen und lieber Leser, heute werde ich – was selten vorkommt – politisch.
Immer mal wieder lesen wir in der Presse über Beeinflussung im Kleinen und Korruption im Großen. In unserem Beruf begegnet uns das Thema zum Beispiel bei der Pharmafortbildung. Wo hört die objektive Information auf und wo fängt, mehr oder weniger subtil die Bestechung an? Beim kostenlosen Imbiss? Bei Geschenken aller Art? Bei ungenauer oder unvollständiger Interpretation von Statistiken? Unzählige Beispiele von Manipulation beschreibt der Mediziner Peter Götzsche in seinem Buch “Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität - Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert” (Riva Verlag). Ich kam aus dem Staunen nicht heraus, am Ende die Frage: “Ist es wirklich so?”

Einen anderen Zugang zu dem Thema bietet die Initiative MEZIS: Mein Essen zahl’ ich selbst. (www.mezis.de) Das zentrale Anliegen: Arzneiverordnungen aufgrund von guter und objektiver Information ohne wirtschaftliche Interessen. Die Mitglieder möchten keine Beeinflussungen der Pharmaindustrie und sensibilisieren ärztliche KollegInnen und Medizinstudierende: Wer sich Kulis, Essen, Studien, Reisespesen und Anwendungsbeobachtungen finanzieren lässt, wird in seinem Verschreibungsverhalten beeinflussbar. MEZIS fordert ein klares Verbot von Beeinflussungen und Bestechlichkeit im Strafrecht und im ärztlichen Berufsrecht. Praktisch arbeitet MEZIS dezentral und kommuniziert im Wesentlichen via E-Mail, über eine Mailingliste sowie über die Website.
Jeder kann fördern, Ärzte können Mitglied werden. http://www.mezis.de/was-sie-tun-koennen.html Trägt man sich in die Mailingliste ein, kann man natürlich selbst schreiben aber vor allem an dem regen und engagierten Austausch der Ärzte teilnehmen. Mal geht es um Leitlinien, dann um einzelne Medikamentengruppen, TTIP, empfehlenswerte Fachliteratur oder Webseiten mit weiterbildendem Inhalt. Manche Beiträge werden schlichtweg ignoriert, auf andere folgen diverse Anmerkungen.
Ich bin selbst daran gewöhnt, mich auch auf kostenlosen Veranstaltungen fortzubilden. Dadurch kann ich verstehen, wenn manche Menschen nicht zu meinen werbe- aber nicht kostenfreien Veranstaltungen kommen. Auch gibt es viele Leute, die fragen, wieso es bei mir teurer ist als in der Industrie, bei der Kammer und dergleichen. Ihnen ist gar nicht klar, in welch hohem Maß Vieles gefördert wird und dass es grundlegende Unterschiede zwischen Aktionen von Freiberuflern und großen Firmen mit riesigem Werbebudget gibt. Ich frage dann immer, ob sie auch umsonst arbeiten würden oder auf 80% ihres Gehalts verzichten, damit ihre “Produkte” bzw. Themen schön billig sind. Daraufhin ernte ich vorwurfsvolle oder verständnislose Blicke: “Natürlich nicht!” Es ist ein großer Unterschied, ob man mit irgendetwas seinen Lebensunterhalt verdient und nebenbei noch mal einen Vortrag hält oder ob man direkt von dem Einkommen seiner Freiberuflichkeit als Haupttätigkeit lebt.  Abschließend die Fragen an Sie: Wo empfinden Sie die Grenze (Beispiel Pharmafortbildungen) zur Bestechung? Sind Sie ganz frei davon, bestimmte Arzneimittel zu bevorzugen, weil Sie etwas geschenkt bekommen haben und sich nun  - mehr oder weniger bewusst – in der Bringschuld fühlen? Vielleicht ist es für Sie im Alltagstrubel auch vollkommen müßig, sich überhaupt Gedanken dazu zu machen? Alles egal, Hauptsache Geschenke, auch wenn es bessere als die beworbenen Medikamente gibt? Schaffen Sie es, konsequent Ihrer Einstellung entsprechend zu handeln oder klafft das theoretische “Ich lasse mich auf keinen Fall beeinflussen” mit dem Handeln etwas auseinander?   Aus einem Newsletter von KomMed, Kommunikationstrainerin Ute Jürgens

Weitere Informationen:
http://www.kommed-coaching.de

Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
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