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Je länger - je lieber: Langfristige schwule und lesbische Bezieh

31.10.2006

Ein Artikel von Florian Klampfer

Ja, es ist möglich: lange Zeit gemeinsam glücklich sein. Leidenschaft allein reicht dafür
aber nicht aus. Zwei Hausbesuche 
Text: Heike Markus, Fotos: Barbara Dietl 

Mehr zum Thema im Podcast unter www.siegessaeule.de 

Das Arrangement sieht verdammt unromantisch aus. Ein kurzer Flur, zwei Türen übereck,
hinter den Türen je ein Bett. In dem einen schläft Michael, in dem anderen Paul. Sie
halten nicht Händchen beim Träumen, sie liegen kein Löffelchen beim Aufwachen. Seit vier
Jahren läuft das so. Und beide finden das gut. ?Das gemeinsame Bett ist doch bloß eine
fixe Idee?, sagt Michael und kichert. Eine Idee, die ziemlich nervig sein kann: Wieso
soll sich der Mensch jahrzehntelang nachts hin und her wälzen, weil sein Partner
schnarcht? Oder weil er noch ein Buch liest und das Seitenumblättern so störend ist wie
das Zischen einer Espressomaschine? 

Michael und Paul sind in diesem November zehn Jahre zusammen. Michael wird bald 60, er
hat einen grauen Bart, einen runden Bauch und er lacht gern über das, was er gerade
erzählt. Paul ist 40, groß, schlank, sportlich. Gutaussehend. Er redet bedächtiger als
Michael. Und nicht so viel. 

An den Wochenenden kriecht der, der zuerst aufwacht, zum anderen ins Bett. Dann schlafen
sie noch mal gemeinsam ein, für zwei, drei Stunden. ?Und für die übrige Zeit gibt es den
Kuschelservice?, sagt Michael mit einem Lächeln. Wenn einer von ihnen das Bedürfnis
danach hat. Nicht, dass der Kuschelservice und die getrennten Betten eine zehnjährige
Beziehung erklären könnten. Aber sie sind ein Baustein unter vielen in einem
Langzeitprojekt, das man gemeinhin Liebe nennt. 

Glaubt man den Wissenschaftlern, dann gehören Paul und Michael mit ihrer Lebensform zum
schwulen Mainstream. Jenseits aller Klischees vom beziehungsresistenten Schwulen haben
Soziologen der Abteilung für Sexualforschung der Uni Hamburg herausgefunden, dass es um
das schwule Beziehungsleben gar nicht schlecht bestellt ist. Sie fragten 776 Männer und
Frauen nach ihrem Privatleben. Schwule wie heterosexuelle Männer haben danach mit 30
Jahren etwa drei feste Partnerschaften hinter sich. Heteros verbringen bis dahin
durchschnittlich 6 Jahre in einer festen Beziehung, Schwule gar 6,4. Es heißt also
Abschied nehmen vom Bild des einsamen schwulen Jägers. 

Was Soziologen ebenso wissen wie Paartherapeuten und viele, die in einer Beziehung
stecken: Wer länger als drei, vier Jahre mit einem anderen Menschen zusammen ist, erkauft
sich diese Liebe zumeist mit dem Verzicht auf Leidenschaft. Das gilt für Lesben, Schwule
und Heteros. Denn die Verliebtheit der ersten Wochen und Monate würde sich nicht an
getrennte Schlafzimmer und Kuscheleinheiten halten. Sie begnügt sich nicht mit
Vertrautheit, Verlässlichkeit, Geborgenheit, Gewohnheit ? mit all dem also, was eine
lange Beziehung gewöhnlich ausmacht. Darum würde sie ? paradoxerweise ? in einer solchen
Beziehung sogar stören. 

Für den Beginn einer Beziehung aber ist Leidenschaft genau das Richtige. Das behaupten
jedenfalls Menschen, die sich beruflich mit dem Funktionieren und Scheitern von
Liebesbeziehungen beschäftigen. ?Ich frage Paare immer nach dem Anfang ihrer Geschichte?,
sagt die Psychologin und Paartherapeutin Stefanie Kunz. ?Und wenn sie dann erzählen, dass
es anfangs eigentlich eine recht nüchterne Sache war und keine wirklich verliebt war,
dann bin ich schon skeptisch.? Leidenschaft ist nämlich ein Gefühl, auf das man sich
später gemeinsam besinnen kann. Eine starke Erinnerung, die bindet. Eine Art
Gründungsmythos. So wie Stonewall oder die Oktoberrevolution. 

Wenn Paul und Michael ihren Gründungsmythos beschwören, sehen sie sich an und machen
Pausen beim Reden. Es wirkt fast ein bisschen feierlich. Paul war damals für ein paar
Tage aus Zürich nach Berlin gekommen, weil er dort so etwas wie Freiheit vermutete. Er
und sein bisheriger Freund hatten sich gerade getrennt. 

In der Sauna trifft Paul auf Michael. ?Ich habe ihn gefragt, wo die Ruheräume sind?,
erzählt Paul. ?Er unterstellt mir heute noch, dass meine Naivität nur gespielt war.? Als
die beiden sich später an der Bar unterhalten, geht das Sauna-Personal auf Zehenspitzen.
Es folgt eine Nacht im Hotel. Dann der Abschied am Bahnhof Zoo. ?Du hast damals meine
Handflächen geküsst?, sagt Michael und schaut Paul an. ?Das hatte noch nie jemand bei mir
gemacht.? Paul sagt: ?Das alles war ein gewaltiger Ruck. Es hat mich erschüttert.?
Vielleicht war es diese Erschütterung, die Paul dazu brachte, seinen Job in Zürich zu
kündigen und nach Berlin zu ziehen. Vielleicht war es dieser Ruck, an dem etwas später
Michaels Beziehung zu seinem damaligen Freund zerbrach. Zugunsten einer Beziehung mit
Paul. 

Michael und Paul waren damals beide schon beziehungserfahren. Sie wussten in etwa, was in
einer Partnerschaft zu haben ist und was nicht. Das ist keine schlechte Voraussetzung,
wenn man es länger miteinander aushalten will. Denn das, woran viele Beziehungen schon
nach kurzer Zeit scheitern, ist die Illusion, vom anderen alles haben zu können ? geilen
Sex, Gleitschirmfliegen und die Vorliebe für österreichische Literatur. ?Es ist ein
geradezu kindlicher Wunsch?, sagt Paartherapeut Florian Klampfer, der in seiner Praxis
viele schwule Paare berät. ?Und manche bleiben in dieser kindlichen Phase stecken.? Wer
aber gelernt hat, Abschied zu nehmen von einigen der vielen Wünsche an den geliebten
Menschen und sie anderswo zu befriedigen, vergrößert seine Chance auf eine lange Liebe.
Vielleicht ist man mit 19, 20 dazu noch nicht in der Lage. Man braucht, jenseits von
Alter, eine gewisse Fähigkeit zur Selbstbetrachtung. Gefühle sind gut für eine Beziehung.
Nachdenken auch. 

Allerdings, so richtig darüber nachgedacht hatte Paul damals nicht, was er von Michael
haben konnte. Ihm war nur klar, dass er ? bei aller Verliebtheit ? weiterhin auch mit
anderen Sex haben wollte. Er sah, dass Michael einen Freund hatte und trotzdem irgendwie
auch mit ihm zusammen war, er sah die Vision einer offenen Beziehung, einfach die
Möglichkeit, mit anderen Männern zu schlafen, und er tat es ausgiebig. Das kannte Paul
aus seiner vorherigen monogamen Beziehung nicht, und das war genau, was er jetzt
brauchte. Bloß: Michael fand es gar nicht toll, wenn Paul vor seinen Augen mit
irgendeinem Typen auf der Tanzfläche rumknutschte. Beide mussten lernen, dass ihre offene
Beziehung nur mit klaren Regeln funktioniert. Also: möglichst einmalige, mehr oder weniger
anonyme Sexkontakte. Keine Anrufe am nächsten Tag. Keine Briefe. Keine Leidenschaft. 

Solche Regeln werden ausgehandelt. Sie sind nicht selbstverständlich. Es gibt ja auch
keine tradierte Institution für Homosexuelle, die so ein simples Vorbild böte wie etwa
die Ehe. Die Eltern von Paul und von Michael würden diese Idee wohl ziemlich merkwürdig
finden: dass man tatsächlich darüber spricht, wie man seine Beziehung führen will. Dass
man zum Beispiel miteinander überlegt, ob man monogam sein will oder nicht. Oder ob man
in getrennten Zimmern schläft. Für Homosexuelle dagegen ist das Verhandeln und Finden von
Regeln mehr oder weniger selbstverständlich. Sie werden von manchen Soziologen darum als
Avantgarde einer Lebensform bezeichnet, die zunehmend auch Heterosexuelle praktizieren.
Denn auch Heteros leben mittlerweile immer häufiger in Beziehungen, die nicht von äußeren
Umständen abhängen (wie etwa die Ehe als moralische Instanz oder Versorgungsgemeinschaft).
Der Soziologe Anthony Giddens nennt diese Lebensform ?reine Beziehung? ? weil sie sich
allein durch Gefühle legitimiert. 

Dumm nur, dass Gefühle sich ändern. Und dass ?reine Beziehungen? darum ziemlich instabil
sind. Wenn das erste große Gefühl schwindet, geben viele das Projekt Langzeitliebe auf.
Die Folge heißt dann ?serielle Monogamie?, also feste Beziehung, aber viele
hintereinander, immer nur für ein paar Jahre. Gerade in Städten wie Berlin ist es ja auch
kein Problem, den nächsten Partner zu finden. Das Glücksangebot ist groß. 

Paarpsychologen wie Stefanie Kunz setzen darum auf ein Element jenseits von Zweisamkeit,
das den Liebenden Halt gibt ? ?ein Garten, ein Kind, das Engagement in der Kirche, eine
Firma, ein gemeinsam geschriebenes Buch?. So etwas erhöhe die Bereitschaft, Frustration
auszuhalten. Und gerade bei Lesben trage es dazu bei, der gefürchteten Symbiose, der
bloßen Fixierung auf die andere, zu entkommen. 

 

Die Liebesgeschichte von Anne und Sybil klingt so, als hätten sie vor 13 Jahren mal bei
Stefanie Kunz vorbeigeschaut, um später alles richtig zu machen. Oder als hätten sie ganz
viele Ratgeber für die perfekte lesbische Beziehung gelesen. ?Wir haben aber gar keine
Ratgeber und auch keine Paartherapeutin?, sagt Anne und lacht. Dafür haben sie etwas
ungemein Wichtiges: ein gemeinsames Interesse. In ihrem Wohnzimmer steht eine ganze Wand
voller Bücher. Virginia Woolf, Paula Fox, Margriet de Moor. 

Sybil und Anne haben sich in einem Germanistik-Seminar kennen gelernt. Bei Anne traf sich
die Examensarbeitsgruppe, Sybil kam früher als die anderen, sie setzte sich auf die
Fensterbank und rauchte Selbstgedrehte, Anne setzte sich dazu und rauchte mit. Die
Fensterbank war ziemlich eng. Man sprach über Nixen und Meerjungfrauen als literarische
Topoi, aber eigentlich ging es um etwas ganz anderes. Um etwas ziemlich Unakademisches.
?Sie sah so unglaublich gut aus?, sagt Anne. ?Diese leuchtend blonden Haare. Und sie
rauchte so mondän.? 

Anne hatte damals eine Freundin. Und die behielt sie auch, als sie schon mit Sybil
schlief. ?Anfangs habe ich noch cool getan, aber das hat dann sehr schnell nicht mehr
gestimmt?, sagt Sybil. Irgendwie gab es in den ersten fünf Jahren ihrer Beziehung einige
dicke Krisen: wegen der anderen Frau, weil Anne wegen eines Jobs in Ungarn lebte, wegen
der Unfähigkeit, sich füreinander zu entscheiden. ?Zu einem Ja-Wort war ich mit Ende
zwanzig noch nicht fähig?, sagt Anne. ?Ich war eine klassische katholische Landpomeranze
mit einem späten Coming- out. Deshalb gab es in Sachen Frauen erst mal einen
Nachholbedarf.? 

Und dann war da doch noch die Illusion, die viel mit Jugend zu tun hat: dass das Leben
eigentlich noch einmal neu beginnen müsse, dass man doch alles noch vor sich habe und
das, was man lebt, doch nur vorläufig sei. Bloß: Wie kann man im Hier und Jetzt glücklich
sein, wenn das Glück immer nur ein zukünftiges zu sein scheint? Es brauchte seine Zeit
(und ein gewisses Alter), bis sich Anne für die Wirklichkeit entscheiden konnte. Und dann
kam das Ja-Wort, und zwar in besonders heftiger Form: Anne und Sybil zogen zusammen und
gründeten eine Firma, ein Lektoratsbüro. Der gemeinsame Laden war für Anne wie ein
gemeinsames Kind. Ein ganz großer Schritt. ?Ich kam ja aus der lesbischen
Spaßgesellschaft, aus einem Uni-Ghetto, wo eine Beziehung nichts mit dem Ernst des Lebens
zu tun haben sollte.? 

Tatsächlich gehört zum Gelingen einer Langzeitbeziehung eine gehörige Portion
Ernsthaftigkeit. Und sie muss Platz bieten für das profane Bedürfnis nach
Selbstverwirklichung. ?Ich hatte Angst, dass ich nie meinen Platz in der Gesellschaft
finde, und schon gar nicht als Lesbe?, sagt Anne. ?Und dann habe ich es doch geschafft,
mit Sybil.? Eine recht funktionale Form von Partnerschaft. Eine Zweckgemeinschaft?
?Nein?, sagt Anne, ?das ist nicht funktional. Das ist Liebe.? Und Sybil sagt: ?Es ist
eine erwachsene Form von Liebe.? 

Was kann so eine erwachsene Liebe noch erschüttern? Die Leidenschaft, natürlich. Oder,
ganz simpel: Sex. ?Nicht mehr miteinander schlafen, das ist eines der Topthemen bei
lesbischen Paaren?, sagt Paartherapeutin Stefanie Kunz. Und nicht nur bei Lesben. Auch
viele schwule Paare haben irgendwann nur noch wenig oder gar keinen Sex mehr miteinander.
Denn Sex braucht Spannung, vielleicht sogar Fremdheit. Unglücklicherweise finden gerade
Frauen Spannung und Fremdheit in ihren Beziehungen nicht besonders erstrebenswert. Das
hat etwas mit ihrer Sozialisation zu tun. Sie sind darauf ausgerichtet, Verbindungen
herzustellen, Gemeinsamkeit, Nähe. Und dann ist in puncto Sex irgendwann die Luft raus. 

Eine einfache Problemlösung hat Stefanie Kunz nicht parat. ?Begehren ist nicht etwas, das
man holen oder bringen kann. Darüber hat man keine Kontrolle.? Aber wieso sollte man
überhaupt einer Sache nachjagen, die nie wieder genau so sein wird wie am Anfang?
Vielleicht wäre es nicht dumm, zu akzeptieren, was sich kaum ändern lässt ? und dafür ein
anderes Glück zu begreifen. 

?Es stimmt schon, wir haben seltener Sex miteinander als früher?, sagt Sybil. ?Aber wir
haben eine erotische Beziehung, und Sex ist eine Form unter anderen. Wir flirten, machen
uns Komplimente, gehen Standard tanzen.? Zärtlichkeit, Sex, Fürsorglichkeit ? die Grenzen
seien fließender geworden, sagt Anne. Klar ist eine der anderen schon fremdgegangen.
Danach gab es Heulen und Zähneklappern. Die Beziehung stand auf der Kippe. Eine
Liebesbeziehung und ab und zu Affären, das wäre schön, finden beide. In der Realität aber
sei der Schaden immer größer als das, was man von einer Affäre habe. 

Es scheint, als müssten gerade Lesben Verzicht üben, wenn sie eine lange Liebe wollen und
nicht lügen wollen. Jedenfalls die meisten. Oder fast alle? Stefanie Kunz kennt viele
Frauenpaare, die eine offene Beziehung versuchen. Aber sie kennt kein Paar, wo das
funktioniert. 

Wenn Michael aus der Sauna nach Hause kommt und Paul umarmt und ihm sagt, wie lieb er ihn
hat, würde Paul nie an Michaels Worten zweifeln. Die offene Beziehung der beiden ? mit
klaren Regeln ? funktioniert tatsächlich. Vertrautheit, Intimität würden von schwulen
Männern nicht vorwiegend über Sex hergestellt, sagt Paartherapeut Florian Klampfer. ?Das
passiert eher über Alltag, Gemeinsamkeiten, Rituale.? Sex kann also eher von der
Partnerschaft abgekoppelt werden, ohne sie direkt zu gefährden. 

Das Problem mit der Leidenschaft der ersten Stunde wird dadurch allerdings auch nicht
gelöst ? egal ob man nun nicht mehr miteinander schläft und dafür mit anderen oder ob man
so gut wie ganz auf Sex verzichtet. Wie aber kann man das Abenteuer Liebe auch
abenteuerlich leben? Ist das Bedürfnis nach Sicherheit wirklich so unvereinbar mit der
Sehnsucht nach Leidenschaft? 

Der Weg aus dem Dilemma könnte Veränderung heißen. Zulassen, dass der andere nicht dem
Bild entspricht, das man sich so gern von ihm macht. Mal hinschauen, was im ach so gut
bekannten Lebenspartner wirklich steckt. Anne zum Beispiel geht seit zwei Jahren manchmal
mit ?ihren Jungs? weg. Dann trägt sie ein weißes Hemd und einen Bart und heißt Axel. Als
Typ ist Anne anders. Sie braucht nicht nett zu sein. Sie redet nicht so viel. Sybil hat
das mit dem Bart auch mal ausprobiert, nur zum Spaß. Mit Drag hat sie selbst nicht viel
zu tun. Aber sie findet Axel sexy. 

Paul hat sich vor einiger Zeit selbstständig gemacht als Grafiker. Er hatte Angst vor
diesem Schritt. Und ihn trotzdem gewagt, auch, weil Michael ihn unterstützte. Paul hat
sich verändert seitdem, sagt Michael. Er ist irgendwie selbstbewusster geworden.
Unabhängiger. 

Veränderung heißt auch, dass die alten Rollen nicht mehr funktionieren. Da wird der
Nein-Sager, der Sex, Nähe, Zweisamkeit immer zurückwies, plötzlich zum Ja-Sager. Da fängt
die Hilflose, die sich immer bemuttern ließ, plötzlich an, für sich selbst zu sorgen. Und
macht die Bemutterung überflüssig. Wenn solche Muster aufbrechen, empfinden manche das
als Bedrohung. Es macht Angst. Aber es macht auch lebendig. Es zeigt, dass Sicherheit ?
wie ewige Leidenschaft ? ein Wunschtraum ist. Und dass die Wirklichkeit das Abenteuer
ist. 



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Bücher zum Thema 

Trotz seines stolzen Alters (Jahrgang 1995!) bleibt ?Geliebte, Freundin, Partnerin? der
Klassiker in Sachen lesbische Beziehungen. Auf sympathisch amerikanische Art halten die
Autorinnen Merilee Clunis und Dorsey Green kein Problem für unlösbar und finden für jedes
ein Beispiel aus ihrem Therapeutinnenalltag. Ein gutes Buch für Einsteigerinnen. (Orlanda
Frauenverlag, 267 S., vergriffen, aber z. B. bei Amazon erhältlich) 



 Ein Mix aus Liebesgeschichte, erläuternden Hinweisen, handfesten Tipps und Antworten auf
häufig gestellte Fragen ? das ist ?Gemeinsam zweisam. Der Beziehungsratgeber für Schwule?
von Carsten Heider. Die Tipps sind wirklich schön, etwa: ?Fülle einen Schuhkarton mit den
banalen Zeugnissen eurer gemeinsamen Zeit.? Die alten Kino-Karten und E-Mails sind nach
Jahren ein Spaß! (Querverlag, 201 S., 14,90 Euro) 





Hans Stempel und Martin Ripkens lernen sich in den 50er Jahren beim Cruisen kennen ? und
leben bis heute zusammen. In ihrem Buch ?Das Glück ist kein Haustier? erzählen sie von
den Vorzügen einer offenen Beziehung und einer gemeinsamen Arbeit ? als Berater von
Medienmogul Leo Kirch. Außerdem erfährt man viel über die Kulturszene der letzten
Jahrzehnte. (dtv, 256 Seiten, 9,50 Euro) 





?Liebe. Eine Gebrauchsanweisung? ist ein ziemlich irreführender Titel für diesen
Streifzug durch die (Ideen-)Geschichte der Liebe. Der Autor Umberto Galimberti ist
Philosoph und Psychologe, und er schreibt auch so ? was die Lektüre nicht gerade leicht,
aber ungemein spannend macht. Nett, wenn auch mal Rousseau, Sartre oder Nietzsche in
Sachen Liebe zu Wort kommen. (C. H. Beck, 192 S., 14,90 Euro) 




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und Bar jeder Vernunft laden ein: 

Was tuckst Du?!
Das Thema muss weiter besprochen werden. Mündet Partnerschaft bei Lesben automatisch in
Enthaltsamkeit, wie es das Schlagwort ?Lesbian Bed Death? nahelegt? Haben Schwule
wirklich nur die Wahl zwischen offener Beziehung und verlogener Monogamie? Müssen Paare
mit Ratgeberliteratur das gemeinsame ?Feuer schüren?, wenn die Leidenschaft erkaltet,
oder genügt eine intime Freundschaft vielleicht auch? Wie wird die Liebe groß und stark,
wenn die Schmetterlinge im Bauch verflogen sind? ?Was tuckst Du?! ? Die Live-Show mit
Sendungsbewusstsein? kümmert sich um diese Fragen. Siegessäule-Chefredakteur Holger Wicht
und Tastenflüsterer Rainer Bielfeldt empfangen Paare, die viel zu erzählen haben, und
lassen sich vom schwulen Paartherapeuten Florian Klampfer beraten. Stargast Katharina
Franck (ehemals Rainbirds) wird Auskunft geben, wie die Liebe zu besingen ist, und genau
das tun. 


13.11., 20 Uhr, Bar jeder Vernunft, 13,90 Euro 



  

Weitere Informationen:
http://www.siegessaeule.de/titel.shtml

Weitere Artikel von Florian Klampfer

Aktuelle Termine und Veranstaltungen

06.11.2025Gruppenchanneling (Neckarsulm-Obereisesheim)
25.04.2009Die Antwort auf Delfin 4 (Köln)
06.03.2009Erwecke Dein Herz in der Fastenzeit (Privatpraxis Kerstin Bittruf, Altenkunstadt)
12.12.2008Offene Beratung der Pädagogischen Praxis (Langen)
06.12.2008Hinter jeder Sucht liegt eine Sehnsucht (Havixbeck)
05.12.2008Innere Kraft und inneren Frieden finden (Haus am Knock in Teuschnitz)
05.12.2008Shamanic Counceling (Willstätt-Sand)
05.12.2008Schamanisches Reisen (Stellau)
30.11.2008Advanced Energy Psychology - AEP (München)
29.11.2008Anthroposophische Heilpraktiker AK Nürnberg (Nürnberg)

Kommentare zu Je länger - je lieber: Langfristige schwule und lesbische Bezieh

von: Marty M. http://www.beepworld.de/members67/homesick/

02.06.2007 12:18 Uhr

... Mich gibt es doch auch. Wieso also, wieso sollte es Dich nicht auch geben, irgendwo in diesem Universum wenigstens? Aber wenn ich Dich mit Suchbegriffen im google suche, dann lande ich meist irgendwie in der Literatur. Ich bin real, wieso kannst Du das nicht auch sein? - Immerhin, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Marty


von: Holger Schreiber http://www.beepworld.de/members67/homesick/

14.04.2008 09:00 Uhr

Wer hier wieder frei nach Winston Churchill Statistiken gefälscht hat und sich eine kaputte Welt schönzureden versucht, würde ich gern mal konkret wissen.

Langfristige schwule Beziehungen. Dass ich nicht lache! Persönlich suche ihc seit 10 jahren eine und ich kann die Enttäuschungen, dummen herablassendem Verhalten psychisch gestörter junger Männer nciht mehr ertragen. Ich kenne genau eine glückliche schwule Beziehung und langfristig ist die auch noch nocht. Alles andere sind Schlampen, die weil ihnen die angebotenen Männer/Jungs nicht jung und schön genug sind, es mit jedem treiben , weil sie aus notgeilheit nicht anders können.
wenn dann auch der letzte Lack ab ist und man nur noch in Darkrooms Männern einen blasen kann, die man vorher besser nicht gesehen hat, findet man sich aus Verzweiflung zu Zweckgemeinschaften und nennt das Beziehung.
Ne Kinders. Die Entwicklungen der letzten Jahzehnte haben eines gezeigt: Der "Schwule" ist ein psychisch kranker Mensch, zumindest ist er extrem verhaltensauffällig und sein Verhalten führt zwangsläufig zu verschiedensten psychsichen Erkrankungen. Ein Schönreden und Verneinen wird hier keinem helfen !


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