Qi Gong - wie es wirkt und warum

Qi Gong - wie es wirkt und warum

 

Qi Gong ist eine alte, chinesische Methode, bei der durch sanfte, langsame Bewegungen der Fluß der Lebensenergie "Qi" reguliert und harmonisiert wird. Qi Gong bedeutet kurz übersetzt Lebenskraft (Qi) durch Übung (Gong). Der Begriff Qi Gong ist ein Oberbegriff, dem mehrere tausend verschiedene Übungen zugeordnet werden. Auch einzelne Übungsreihen wie beispielsweise die "8 Brokate" existieren in vielen Versionen. So soll es allein im deutschsprachigen Raum mindestens 50 Varianten dieser 8 Brokate geben. Aber welches ist nun das wahre, das authentische Qi Gong? Gott-sei-Dank kann das niemand mehr sagen, und das ist auch gut so! So bleiben uns einige Stellungskriege um die "einzige Wahrheit" erspart.

Die Energie "Qi" wirkt auf allen Ebenen des menschlichen Seins. Es verbessert den Abbau von Stress, fördert und steigert Ruhe und Ausgeglichenheit, die Gesundheit und die Abwehrkräfte. Gleichzeitig ist es auch für Meditation und für den spirituellen Weg sehr gut. Durch regelmäßiges Praktizieren von Qi Gong wird der Geist beruhigt, was einen leichteren Zugang zu den stillen Formen der Meditation ermöglicht.

Der weltbekannte Weisheitslehrer und Bestsellerautor Eckhart Tolle hat in seinem Buch "Eine neue Erde" etwas zu diesem Thema gesagt. Er erinnert daran, daß spirituelle Übungen wie T´ai Chi, Qi Gong und Yoga den Körper einbeziehen und sagt: "Sie werden eine wichtige Rolle spielen für das globale Erwachen!"

Es gibt nur wenige einheitliche Vorstellungen, was für eine Qi Gong Praxis förderlich und wichtig ist. Einig sind sich alle Richtungen, daß die Art richtig zu Stehen eine grundlegende Bedeutung hat. Weniger Einheit herrscht zu den Fragen, ob verschiedene Visualisationen oder ob die Abstimmung der Atmung auf die langsamen, äußeren Bewegungen wichtig sind.

Teilweise wird empfohlen, daß man sich parallel zu den Bewegungsübungen bestimmte Vorstellungsübungen machen solle. Dazu gehören Vorstellungen, daß man mit den Händen Hindernisse wegschiebe oder daß die Energie jetzt in bestimmten Bahnen laufen solle. Teilweise wird auch empfohlen, genau das nicht zu tun und keinerlei Vorstellungen zu hegen. Obwohl Qi Gong eigentlich Daoistischen Ursprunges ist, gibt es buddhistische Varianten, in denen ganz im Gegenteil angestrebt wird, daß man nichts denken und nichts wollen soll. Nach dieser Philosophie kommt der Geist dabei zur Ruhe und der Körper würde demnach von innen her in ein höheres Schwingungsniveau versetzt.

Verschiedene Meinungen gibt es auch beim Thema Atmung. Die Atmung wird als ein wichtiger Lieferant von Qi angesehen. Deshalb heißt es gewöhnlich, daß man sich mit langsamen, tiefen Atemzügen den ruhigen, langsamen Bewegungen anpassen soll. Manche Lehrer messen dem schon ganz von Anfang an eine hohe Bedeutung bei. Das Problem dabei ist, daß viele Kursteilnehmer zwei Grundverschiedene Tätigkeiten miteinander koordinieren müssen. Einerseits müssen sie den Ablauf der Bewegungen noch vom Kursleiter "abspicken", andererseits müssen sie sich erst noch an eine ruhige und tiefe Atmung gewöhnen. Das klappt am Anfang manchmal nicht. Das kann dann schnell zu Verkrampfungen und Unlust führen. Manche Leute, die einen kurzen Einführungskurs in Qi Gong gemacht haben sagen: "vor lauter Atmung bin ich ganz aus der Puste gekommen!" Diese armen Menschen hatten richtig Stress mit der Entspannung! Nur wer ganz genau weiß, daß er bei Qi Gong bleiben möchte, wird nach solchen Erfahrungen weitermachen. Wer nur mal hineinschnuppern wollte, wird sich jetzt wahrscheinlich enttäuscht nach etwas anderem umsehen.

Im Gegensatz dazu sind andere Lehrer der Meinung, daß man die bewußte Koordination der Atmung mit den Bewegungen erst dann anstreben solle, wenn man den Ablauf der äußeren Bewegungen flüssig und ohne nachzudenken gelingt. Das würde bedeuten, daß man am Anfang, beim Erlernen einer äußeren Form, das Thema Atmung am besten ganz losläßt. Allein die Tatsache, daß man sich langsam und unverkrampft bewegt, ohne dabei irgendetwas zu wollen oder zu tun, kann für moderne Großstadtmenschen schon eine völlig neue Seinserfahrung sein. Diese Seinserfahrung hat schon eine tiefe transformierende Wirkung, ohne dabei an die tieferen Ebenen des Qi Gong zu rühren. Durch diese langsamen und fließenden Bewegungen verändert sich ganz automatisch die Atmung in eine tiefe, ruhige Bauchatmung. Diese Art der Atmung ist für die Entspannung und für die Aufnahme von Lebensenergie förderlich. Das gilt auch dann, wenn diese Atmung unbewußt geschieht.

Wer nur oberflächlich Qi Gong praktizieren möchte, und das ist natürlich legitim, kann sich auch ohne Stress mit der Atmung etwas Gutes tun. Wer intensiver Qi Gong praktizieren möchte, wird wohl früher oder später eine bewußte Koordination mit der Atmung anstreben.

Die Wirkung der Atmung ist übrigens wissenschaftlich belegt. Man hatte früher intensiv das Autogene Training erforscht. Bei diesem Verfahren, das auch das "Yoga des Westens" genannt wird, spielt es eine wichtige Rolle, den Atem zu beobachten, wie er kommt und geht, ohne ihn dabei regulieren zu wollen. Dabei stellt sich früher oder später automatisch eine tiefe, ruhige und entspannte Atmung ein. Im Qi Gong geht man den umgekehrten Weg: Man führt bewußt eine tiefe, ruhige Bauchatmung herbei. Diese Atmung ist dann umgekehrt ein Signal an das vegetative Nervensystem, auf Entspannung umzustellen. Das gilt vor allem, wenn nach dem Ausatmen eine kurze, entspannte Pause gemacht wird. Aber zurück zum Autogenen Training: In einem schulmedizinischen Lehrbuch, dem "Handbuch Autogenes Training" von Dr. med. B. Hoffmann steht, daß die bei der Beobachtung des Atems auftretende Gefühlstönung "oft als glückhaft und kosmisch" empfunden wurde. Ferner heißt es: "Dieses Erleben des Atem-Eigenrhythmus führt dazu, daß >unterschwellig sich etwas ordnet<". Es ist sehr erstaunlich. daß diese Ausdrücke nicht von spirituell orientierten Menschen stammen. Es sind vielmehr Äußerungen von Versuchspersonen, die in den 70er-Jahren von einem Schulmediziner im Rahmen von schulmedizinischen Studien und Experimenten gesammelt wurden.

Die Ergebnisse, die selbst das "harmlose" Autogene Training auf die körperliche Gesundheit hat, sind vielfältig, überwältigend und wissenschaftlich dokumentiert. Als Beispiel sei hier der Erfinder des Autogenen Training, der deutsche Arzt Dr. Schultz, erwähnt. Er litt die ersten 30 Jahre seines Lebens an schweren Asthmaanfällen. Er überwand die Krankheit schließlich durch seine eigene Entwicklung, nämlich dem Autogenen Training. Dieses Entspannungsverfahren ist häufiger und gründlicher erforscht und durch Studien untermauert als so manches schulmedizinisches Medikament. Trotzdem haben diese einfachen und wirkungsvollen Dinge den Weg in das öffentliche Bewußtsein nicht gefunden.

All diese Erkenntnisse lassen sich im Großen und Ganzen auch auf alle fernöstlichen Dinge übertragen, seien es nun Meditationen im Sitzen wie ZAZEN oder Vipassana oder eben Meditation in Bewegung wie Qi Gong oder T´ai Chi. Alles Fernöstliche beinhaltet natürlich auch Entspannung, geht aber doch darüber hinaus. Durch die Praxis des Qi Gong wird zusätzlich zur Entspannung der Fluß der Lebensenergie Qi angeregt.

Diese Energie ist spürbar, je nach Vorerfahrung mit Energien schon nach einigen Wochen, manchmal erst nach 6 Monaten. Manche Übende spüren einige ihrer Meridiane, wobei der gefühlte Verlauf im Detail manchmal den Lehrbüchern widerspricht. Manchmal wird auch eine generelle Erhöhung des eigenen Energieniveaus gespürt, das sich z.B. als Wärme oder als ein Eintauchen in eine erhabene Stille und Ruhe bemerkbar machen kann. Bei einem Seminar wurde eine bestimmte Übung aus den 8 Brokaten von den Teilnehmern mehrheitlich als wohltuend empfunden. Als diese Übung eine Zeit lang wiederholt wurde, entwickelte sich deutlich spürbar eine starke, aber ruhige Energie im Kurs, wie man sie zuhause beim Üben alleine selten erreicht. Die Energien aller Teilnehmer hatten sich gegenseitig verstärkt. Solche Effekte sind bei intensivem Üben in Gruppen häufig. Die tiefe, aber kraftvolle Ruhe, die sich in solchen Situationen oft einstellt, wirkt meist noch 2 oder 3 Tage nach.

Weitere Informationen:
http://www.raab-qigong.de

Verfasser und Verantwortlich für den Inhalt:
Michael Raab, Qi Gong Lehrer, Qi Gong, Heilmeditation, 76131 Karlsruhe
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Qi Gong, Heilmeditation, 76131 Karlsruhe
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