Der Teenager

Der Teenager

Der Teenager – das Wesen in der Sturm und Drang Periode?

Hartnäckig hält sich in unserer Gesellschaft noch immer das Vorurteil, die Adoleszenz stellt eine Entwicklungsphase dar, in der Jugendliche außer Rand und Band geraten. Die Pubertät - eine einzigartige, wild bewegte Lebensphase, gekennzeichnet durch rebellisches, unberechenbares Verhalten?

Diese Annahme darf heute jedoch in Frage gestellt werden, basiert sie doch auf einem Vergleich mit der Literaturepoche zum Wechsel des 18. zum 19. Jahrhundert, die durch eine rebellisch- emotionsbetonte Literatur gekennzeichnet ist.

Auch im Bezug auf die Psychologie vertraten diverse Psychoanalytiker die Meinung, eine große innere Zerrissenheit sei ein normaler Bestandteil der Adoleszenz.

Konträr dazu zeigen zwischenzeitlich diverse Untersuchungen, dass nur wenige Teenager die zu erwartende innere Zerrissenheit erfahren und sich unberechenbar verhalten.

Vielmehr scheint es so zu sein, dass diejenigen Jugendlichen, die in der Pubertät mit sich und ihrer Umwelt nicht zurechtkommen, auch vor und nach der pubertären Phase problematisches Verhalten zeigen und Anpassungsschwierigkeiten haben.

Schwedische Forscher fanden in den 80er Jahren heraus, dass Jugendliche, die sich in der Pubertät hyperaktiv und aggressiv zeigten, mit höherer Wahrscheinlichkeit im Erwachsenenalter straffällig wurden.

Basierend auf der Entwicklungstheorie von Milton Erikson ist die bedeutendste Entwicklungsaufgabe der Adoleszenz die Identitätsbildung des Heranwachsenden.

Dies ist für den Jugendlichen selbst und auch das Umfeld nicht immer eine leichte Aufgabe. Der Einfluss der Eltern scheint zu schwinden, die Gleichaltrigengruppe gewinnt zunehmend an Einfluss.

Eine zentrale Rolle für die Identitätsbildung spielen neben den sozialen Beziehungen auch die Zukunftspläne und Ziele des Teenagers.

In der Gruppe der Gleichaltrigen entwickeln die Heranwachsenden ihre sozialen Fertigkeiten weiter, sie können dort neue soziale Rollen und Verhaltensweisen erproben.

Die Kommunikation in den Teenagergruppen ist zumeist gekennzeichnet durch einen relativ hohen Gruppendruck. Allerdings ist anzumerken, dass dort häufig gemeinsam Vorstellungen und Haltungen erworben werden, die nicht zwingend mit den Vorstellungen der Erziehungsberechtigten übereinstimmen müssen. Dies gilt vor allem für Themen wie Alkohol, Nikotin und weiche Drogen.

Bedeutend ist jedoch, dass in der Regel die Heranwachsenden in dieser Entwicklungsphase den Kontakt zu den Eltern nicht verlieren. Sie kommunizieren sowohl mit den Eltern wie auch mit den Freunden.

Selbstverständlich gibt es bei jedem Kommunikationspartner verschiedene Themenbereiche. Während mit den Eltern häufig Schulthemen und Alltagsthemen erörtert werden, werden im Kreis der Gleichaltrigen eher Themen wie Sexualität besprochen.

Grundsätzlich bleibt festzustellen, dass es Eltern durchaus möglich ist, mit Pubertierenden Themen wie Alkohol, Drogen oder Sexualität zu erörtern. Allerdings ist es ratsam, in solchen Gesprächen offen zu sein für die Sichtweise des Jugendlichen und nicht zu pädagogisieren. Eltern sollten sich dabei bewusst machen, dass es zur Entwicklung des Heranwachsenden gehört, auch in sinnvollem Rahmen selbst zu entscheiden.

Resultat dieser Entwicklungsphase sollte es sein, dass der Heranwachsende ein individuelles, für ihn stimmiges Konzept der eigenen Rechte und Pflichten aufbaut, das kompatibel ist mit den gesellschaftlichen und ethischen Normen.

Dabei ist es wichtig, dass das Elternhaus angemessene Anhaltspunkte und Unterstützung liefert.

Die Adoleszenz ist auch der Lebensbereich, in dem das Fundament für den weiteren Lebensverlauf entsteht. Eine grundsätzliche Frage ist sicher auch die, welchen beruflichen Weg der Jugendliche einschlagen wird.

Um sich jedoch für einen Berufsweg entscheiden zu können, sollte der Jugendliche seine Fähigkeiten und Interessen kennen, realistisch einschätzen können und in der Lage sein, auf einer relativ sicheren Basis eine Entscheidung zu treffen und diese dann in die Tat umsetzen zu können.

Ergänzend zu den individuellen Zielen sollte der Heranwachsende in der Pubertät auch eine Einstellung darüber entwickeln, wie die Gesellschaft nach seiner Meinung aussehen muss. Bei dieser Überlegung spielen, in individuell unterschiedlicher Intensität, sowohl Themen wie „Arm und Reich“, „Gut und Böse“, „Gesund und Krank“ eine Rolle, als auch globale Bedrohungen wie Kriege, Terrorismus, Umweltbedrohungen.

Denn auch die Beschäftigung mit diesen Inhalten gehört zur Bildung einer Identität.

Ein weiterer Bestandteil einer solchen Identität sollte es jedoch auch sein, eine gewisse Flexibilität zu besitzen, um auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen angemessen reagieren zu können.

Allerdings ist all dies nur auf der Basis eines gesicherten Selbstvertrauens möglich – dann kann der Heranwachsende eine Brücke zur nächsten Entwicklungsstufe bilden, zum Erwachsenenalter.

Somit sollten Probleme Jugendlicher von Eltern und Erziehern nicht mit dem Mythos Sturm- und Drang abgetan werden. Es empfiehlt sich dringend, bei Verhaltensauffälligkeiten und Problemen genauer hinzusehen und den Teenagern Hilfe anzubieten. Nicht nur im Sinne der Prävention von eventueller Kriminalität sonder auch, weil bei Jugendlichen mit schwerwiegenden Problemen die Suizidrate relativ hoch ist.

Da die Erziehung von Jugendlichen offenbar geradezu Schwierigkeiten und Reibereien provoziert, zeugt es von Liebe und Verantwortung, wenn Eltern in solch einer Situation kompetente Unterstützung suchen und annehmen.

Sowohl den Eltern als auch den Kindern kann durch die lösungsorientierte Beratung geholfen werden.

In der lösungsorientierten Beratung wird der Fokus ausschließlich auf die vom Klienten positiv erlebten Ereignisse gelegt. Dies mit dem Ziel, sie zu verstärken und schrittweise ein Gefühl dafür zu schaffen, wie gut sich die Lösung des Problems anfühlt. Auf langwierige Analyse dessen, wie es zu dieser Situation gekommen ist, wird ausdrücklich verzichtet um schnell und erfolgreich zu den gewünschten positiven Ergebnissen zu kommen.

Lösungsorientierte Beratung ist somit ein Ansatz, der sich positiv in die Zukunft richtet und Wege aufzeigt, wie jeder zu seinem Lebensglück findet und seine Träume und Visionen verwirklichen kann. Gerade in den Zeiten der Krise den Blick entschlossen nach vorne zu richten und die eigene Zukunft aktiv und zur eigenen Zufriedenheit gestalten – dafür ist die lösungsorientierte Beratung prädestiniert.

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