Geriatrie

Geriatrie

Die Geriatrie oder Altersheilkunde ist die Lehre von den Krankheiten des alten Menschen. Dies betrifft vor allem Probleme aus den Bereichen der Inneren Medizin , der Orthopädie , Neurologie und Psychiatrie (Gerontopsychiatrie).

Als Gerontologie oder Altersforschung wird andererseits die Wissenschaft bezeichnet, die sich mit Alterungsvorgängen in allen ihren Aspekten befasst.

Geriatrie ist keinesfalls mit der Palliativmedizin zu verwechseln, die sich das Ziel setzt, dem Menschen im letzten Stadium einer unheilbaren Krankheit ein menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen. Die Geriatrie tritt an, dem alten, aber vor allem dem sehr alten Menschen zu einem besseren Leben zu verhelfen. Dabei ist der Geriater hauptsächlich dann gefordert, wenn Mehrfacherkrankungen ( Multimorbidität ) vorliegen, die den einzelnen Arzt der jeweiligen medizinischen Fächer aufgrund vielfältiger Verflechtungen überfordern. Die Geriatrie ist somit als eine fächerübergreifende Disziplin zu verstehen (Interdisziplinarität).

Ärzte können nach der Facharztausbildung (z. B. Fachärzte für Innere Medizin, Allgemeinmedizin) in Deutschland die Zusatzbezeichnung "Geriatrie" erwerben.

Typische Alterskrankheiten

  • Altershaut
  • Arteriosklerose
    • Herzinfarkt
    • Schlaganfall
  • Arthrose
  • Demenz
  • Diabetes mellitus
  • Grauer Star
  • Krebs
  • Osteoporose
  • Parkinson-Syndrom
  • Chronische senile Rhinitis
  • Vorhofflimmern

Keine typischen Alterskrankheiten

  • Infektionen
  • Autoimmunerkrankungen
  • angeborene genetische Defekte
  • Unfälle

Alterssyndrome

Gemeint sind in der Geriatrie damit der/die:

  • allmähliche Intelligenzabbau (Vor allem die verschiedenen Demenzen),
  • Wahnvorstellung, insbesondere durch Alzheimer-Demenz
  • Herzinsuffizienz
  • Immobilität,
  • Instabilität (vor allem als Folge von Apoplexie) (Schwindel, Stürze),
  • Inkontinenz der Blase oder des Darms (Harn oder Stuhl),
  • Einschränkungen der Wahrnehmungsorgane,
  • der allmähliche Verlust/Abbau an Körperflüssigkeit (Exsikkose).

Als Syndrom bezeichnet man das gleichzeitige, gemeinsame Auftreten verschiedener Symptome oder Merkmale. Alterssyndrom heißt also die Anhäufung mehrerer Einzelsymptome, die in dieser Kombination zwar typisch für die Altersgruppe sind, ihre Ursache jedoch in ganz verschiedenen Krankheiten (gleichzeitig) haben kann. Typisch ist dabei der schleichende Verlauf, der einerseits zur Gewöhnung an den Zustand beiträgt, zum anderen unterschiedliche Bewältigungsstrategien (Coping) für Teilprobleme hervorbringt. So kommt es nicht zu einer frühzeitigen Therapie sondern eine kleine Verschlimmerung kann in einer Endphase die vollständige Dekompensation auslösen.

Weiterere alterstypische Fachbegriffe der Geriatrie: Multimorbidität , Symptomarmut

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