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Ergonomie im Büro

Dieser Artikel wurde uns von Bernd Nickel, Harmonyforyou, Int. Feng Shui Institute zur Verfügung gestellt.

Ergonomie

Die Arbeitswissenschaft ?Ergonomie? befasst sich mit den Belastungen und Bedürfnissen des arbeitenden Menschen. Indem diese erkannt und analysiert werden, kann die Arbeitsumgebung dem Menschen besser angepasst werden.
Wenn alles gut zusammen passt - Der Mensch, Die Arbeit die er tut, die Objekte die er benutzt und die Umgebung in der er sich aufhält ? dann gibt es weniger Stress, wir fühlen uns wohl, können die Arbeit schneller erledigen und machen weniger Fehler.
Die Hauptaufgabe der Ergonomie ist es in sicherheitsrelevanten Bereichen Fehlbedienungen zu vermeiden, indem die Arbeitsmittel und die Arbeitsumgebung dem Menschen optimal angepasst werden. Damit wird Stress reduziert. Wir fühlen uns komfortabler und können Aufgaben schneller und einfacher erledigen. Und wir machen weniger Fehler.

Die Gesunderhaltung des Menschen ist eine logische Folge.

Beanspruchungsmodell:

Die einzelnen, auf den Menschen einwirkenden Einflüsse sind bestimmte Ausprägungen verschiedener TEILBELASTUNGEN, ausgehend von den Arbeitsmitteln, dem Arbeitsablauf, der Arbeitsumgebung ? Jede wirksame Belastungsart führt zu einer Teilbeanspruchung. Die Summe aller wirksamen Teilbeanspruchungen führt zur Gesamtbeanspruchung.

Da es im Arbeitsumfeld Büro i.d.R. keine einzelne Teilbelastung gibt, die unmittelbar zu erheblichen nachweisbaren Gesundheitsschäden führt, ist es wichtig, die Gesamtbeanspruchung über einen längeren Zeitraum zu betrachten.

Ergonomische Polarität:

Der Mensch am Arbeitsplatz möchte gleichzeitig das Widersprüchliche.
Z.B.: Der Mensch braucht Gesellschaft. Gesehen und anerkannt zu werden ist ein Grundbedürfnis, das zur Entwicklung der Persönlichkeit notwendig ist (Feedback). Auf der anderen Seite möchte er größtmögliche Privatheit. Er möchte gerne ein Einzelbüro für bestmögliche Konzentration und auf der anderen Seite optimale Kommunikationsbedingungen zu Mitarbeitern. Es kommt daher darauf an, nicht unbedingt eine 100% Problemlösung für ein bestimmtes Bedürfnis zu erzwingen. Effektiver ist es z.B. eine 60/40 Lösung anzustreben.

Teilbereiche der Ergonomie:

  • Anthropometrisch: Umfasst die Anpassung an die menschlichen Körpermaße
  • Physiologisch: Arbeitsbedingungen dem Menschen anpassen (Beleuchtung, Klima, Lärm)
  • Psychologisch: Dem Arbeitenden eine ihm angenehme Umwelt schaffen (Farbgestaltung, Dekoration, Formen, Privatsphäre, Feng Shui)
  • Informatisch: Gestaltung von Infoträger (Auge, Ohr, tasten, fühlen ..)
  • Organisatorisch: Umfaßt vorwiegend die Aufgabenstellung
  • Sicherheitstechnisch: Vorschriften der Berufsgenossenschaft, u.a.

Hygiene und Wertigkeit

Die Tischplattenkante ist aus ergonomischer Sicht ein wichtiger Punkt. Da wir ständig in direktem Kontakt mit der Tischkante sind, ist die Ausprägung der Kante bezüglich ihrer hygienischen Eigenschaften zu beurteilen. Z.B. entsteht bei herkömmlichen Spanplatten mit Kunststoffanleimer sehr schnell eine bakterienverseuchte Fuge, insbesondere, da der verwendete Leim wasserlöslich ist und damit den Schweiß der Handflächen aufnimmt.

Der Ausprägung der Tischplatte wird leider in der Praxis nicht genügend Beachtung geschenkt. Mit unseren Unterarmen sind wir den ganzen Tag, die ganze Woche und letztlich das ganze Arbeitsleben mit der Kante in unmittelbarem Kontakt.

Hochwertige, aus homogenem Material gefertigte Tischplatten mit profilierten Kanten verbinden Hygiene, Komfort und Wertigkeit.

Die Qualität unserer Umgebung bestimmt auch die Qualität unserer Arbeit.

Die wichtigsten menschlichen Grundbedüfnisse:

  • Sicherheit durch Backing = Rückendeckung
  • Sicherheit durch Protection = Schild nach vorne
  • Sicherheit durch Command = Übersicht über den Raum

Persönliches Territorium in Form von Privacy = Privatheit

Ganzheitliche Ergonomie

Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung ist gewissenhaft für jedes Projekt und jedes Büro individuell durchzuführen. Dabei sind alle Teilbereiche der Ergonomie zu berücksichtigen. Nur durch Beschaffung von sogenanntem ergonomischen Mobiliar und Bürostühlen, kann noch nicht von einem ergonomischen Arbeitsplatz gesprochen werden. Die im psychologischen Bereich angesiedelten Bedürfnisse nach z.B. Privatheit, Kommunikation und Integration sind genau so wichtig und können nur im Rahmen einer ergonomischen professionell gewissenhaften Büroraumplanung optimal berücksichtigt werden.

 
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