Erfahrungsbericht mit Psychotherapie
Geschrieben von frederick am 13.05.2007 um 15:13 UhrHalloAntwort von lilly am 17.07.2007 um 21:03 UhrIch scheine hier der erste Eintrag zu sein...... hoffentlich bekomme ich Antworten die mir weiter helfen .... Seit ein paar Wochen habe ich große Probleme die Wohnung zu verlassen. Ich leide dann unter Atemnot. Nicht jedes mal aber doch recht häufig. Es reicht schon aus, wenn ich die Straßenbahn betrete. Ich habe dann das Gefühl zu ersticken und mein Herzschlag erhöht sich stark. Es hat urplötzlich angefangen. Beim Arzt war ich schon, der hat ein EKG gemacht und mich zu einem Radiologen geschickt. Dort wurde meine Lunge geröntg. Aber alles ohne Befund. Allmählich habe ich den Eindruck verrückt zu werden. Ich habe Angst dass mich meine Kumpels auslachen, wenn ich denen von meinen Problemen erzähle. Weiß jemand was das ist? Sollte ich mal zu einem Psychiater gehen?
hallo frederick! dein beitrag ist ja schon etwas länger her, allerdings bin ich selber durch zufall auf die seite gestossen, und besser späte antwort als gar keine, denke ich. das du zum hausarzt bist, ist ja schonmal gut, dass er soweit alle körperlichen möglichkeiten durchgecheckt hat ebenfalls, allerdings sollte dein hausarzt auch soweit in der lage sein, mögliche psychische auswirkung, die in deinem fall ja gegeben sind, einschätzen und dann auch soweit beurteilen zu können, indem er dich entweder zu möglichen stressfaktoren, einschnitte in deinem leben etc befrägt und dich dann auch auf ausgleichsmöglichkeiten wie yoga, autogenes training, entspannungsmöglichkeiten nach jacobsen etc berät und dir alternativen vorschlägt. eine therapie ist mit sicher heit nie verkehrt, allerdings sollte dies nicht immer der schlüssel zu allem gesehen werden, meines erachtens. nichts desto trotz kannst du, nach einem in sich gehen und überlegen was ist passiert in meinem leben, gibt es etwas spezielles, wann treten diese symptome auf ehesten auf, usw, gerne eine "psycho" deines vertrauens, adressen bekommst du von deiner krankenkasse, aufsuchen und mit ihm eine probesitzung, ich nenne es immer die 4 stunden des sich kennenlernens, machen. hier kannst du dann mir ihm/ihr gemeinsam erörten, was zu diesen attacken führt und wie du dich verhalten kannst---ergo gehe auch zu einem verhaltenstherapeuten. Soweit fürs erste von meiner seite, ansonsten melde dich einfach mal, bist ja jetzt nicht mehr ganz alleine auf weiter flur. grüsse lillyAntwort von Hasenmutter am 04.08.2007 um 22:39 Uhr
Hallo Frederick, viele Antworten hast Du ja nicht bekommenAntwort von Zenpoetin am 28.08.2007 um 16:41 UhrDabei tummeln sich hier doch so viele Therapeuten. Mal sehen, ob ich etwas mehr Glück habe. Ich hoffe, es geht Dir inzwischen besser. LG Hasenmutter
Hallo Frederick, um der Kritik von Hasenmutter was entgegen zu setzen: Zum Forum müssen sich auch die Therapeuten extra anmelden. Ich habe das z. B. gerade erst getan. Und dann ist dies eine Webside, wo Hilfe suchende Menschen den richtigen Therapeuten finden können - nicht umgekehrt. Unsereins muss ja auch leben und vom Beantworten von Forumsfragen kann keiner seine Rechnungen bezahlen... Dein Hausarzt scheint ja eine ziemliche Flasche zu sein - der hätte doch sofort merken müssen, dass dies psychosomatische Angst-Symptome sind... Na, wenigstens hattest Du selber die richtige Vermutung. Kumpels sind da wohl nicht die richtigen Ansprechpartner, die helfen Dir da bestimmt nicht weiter. Wenn Du Pech hast, werden sie sich über Dich lustig machen (auf solche Bekannte kannst Du aber gern verzichten) und wenn es wahre Freunde sind, werden sie Dir beizustehen versuchen. Zwischenmenschliche Solidarität ist zwar ein beruhigendes Gefühl und tut gut - aber es behebt nicht die Ursachen Deiner Ängste. Da brauchst Du schon jemanden, der professionell nachfragt und Dir hilft, das aufzuarbeiten, was sich da in deinem Unterbewusstsein angesammelt hat. Ein Psychiater, der Dir ne Viertelstunde zuhört und dann Pillen verschreibt, ist nicht das Richtige. Und irgendwelche Sektierer, die Dir ohne psychologische Grundkenntnisse Heil aus irgendwelchem Hokuspokus versprechen, auch nicht. Rituale können zwar durchaus heilsam sein - aber erst, wenn man durch eine gezielte Analyse den wunden Punkt gefunden hat - oder deren mehrere, denn meist hat ein Symptom verschiedene Ursachen, die unglücklich zusammen wirken. Letztendlich ist es so: In deinem Hirn haben sich falsche Informationen eingeprägt und die gilt es zu finden und durch richtige zu ersetzen. Wirksame Psychotherapie ist nichts anderes, als die "Software" deiner Denkstrukturen zu bereinigen. Wenn Du zu einem zugelassenen Psychologen gehst, zahlt die Krankenkasse erstmal 5 Sitzungen - danach muss ein Antrag auf eine psychotherapeutische Behandlung gestellt werden. Bei solchen Symptomen keine Frage, dass das genehmigt wird. Wenn Du genug Geld hast, Deine Therapie selbst zu bezahlen, kannst Du zu jedem Therapeuten gehen, dem Du vertraust und der Dir sympathisch ist. Du solltest aber schon das Gefühl haben, "da komm ich weiter." Ich hoffe, Dir - und vielleicht auch anderen in ähnlicher Situation geholfen zu haben. Liebe Grüße MWAntwort von Marion Weber* am 30.11.2008 um 17:28 Uhr
Lieber Frederik, Ihr Eintrag ist liegt schon etwas zurück. Dennoch würde ich Ihnen raten, auf jeden Fall einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Es ist schwierig aus der Distanz etwas zu Ihren Symptomen zu sagen, dafür wäre eine detaillierte Anamnese notwendig. Die Symptome, so wie Sie sie schildern, könnten auf eine Angststörung (Agoraphobie) hindeuten. Diese Störung ist verhaltenstherapeutisch gut zu behandeln. Sie sollten sich dafür möglichst schnell in fachkundige Behandlung begeben, falls Sie das nicht schon getan haben. Es gibt zu diesem Thema auch sehr gute Fachliteratur, falls Sie sich im Vorfeld kundig machen wollen. Ich wünsche Ihnen schnelle und gute Besserung. Mit freundlichem Gruß, Marion WeberAntwort von beryll am 16.12.2008 um 20:53 Uhr
Hallo Frederick, auch ich denke, dass du dir selber was Gutes tust, wenn du dir therapeutische Unterstützung holst. Ich möchte dich gerne auf das Buch "Gefühlslandschaft Angst" von Udo Baer aus dem Beltz-Verlag aufmerksam machen. Ein sehr verständlich geschriebenes Buch, für jeden gut lesbar, welches Mut macht. Außerdem würde mich interessieren, wie es dir inzwischen geht, denn dein Beitrag ist ja schon etwas länger her. Liebe Grüße und alles Gute... beryll
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Ich scheine hier der erste Eintrag zu sein...... hoffentlich bekomme ich Antworten die mir
weiter helfen ....
Seit ein paar Wochen habe ich große Probleme die Wohnung zu verlassen. Ich leide dann
unter Atemnot. Nicht jedes mal aber doch recht häufig. Es reicht schon aus, wenn ich die
Straßenbahn betrete. Ich habe dann das Gefühl zu ersticken und mein Herzschlag erhöht sich
stark. Es hat urplötzlich angefangen. Beim Arzt war ich schon, der hat ein EKG gemacht und
mich zu einem Radiologen geschickt. Dort wurde meine Lunge geröntg. Aber alles ohne
Befund. Allmählich habe ich den Eindruck verrückt zu werden.
Ich habe Angst dass mich meine Kumpels auslachen, wenn ich denen von meinen Problemen
erzähle.
Weiß jemand was das ist? Sollte ich mal zu einem Psychiater gehen?
Dabei tummeln sich hier doch so viele
Therapeuten. Mal sehen, ob ich etwas mehr Glück habe. Ich hoffe, es geht Dir inzwischen
besser.
LG Hasenmutter
